Usability-Methoden: „Klassiker“ dominieren (noch) – innovative Methoden sind im Kommen!

Im eResult-Newsletter vom Juni 2006 haben wir unseren Abonnenten folgende Frage gestellt: „Welche Usability-Methoden und Erhebungsverfahren setzen Sie im Rahmen Ihrer Projekte ein?“ Die Ergebnisse sind zum Teil „erwartungskonform“, bieten aber auch einige Überraschungen…

Bei den Erhebungsverfahren gab es einen eindeutigen „Gewinner“: Blickverlaufsmessungen werden am häufigsten eingesetzt.
60% sind mit diesem Erhebungsverfahren vertraut!

Überraschend: Gruppendiskussionen / Fokusgruppen kommen fast in jedem zweiten Projekt zum Einsatz (46%).
Tiefeninterviews weisen dagegen eine geringe Bedeutung auf: Nur 15% sind mit diesem Verfahren vertraut bzw. haben bereits Tiefenintervies durchgeführt / dürchführen lassen.

Im Rahmen der permanenten Erfolgskontrolle wird vor allem das Klickverhalten gemessen (User-Tracking, Web-Analytic):
47% der befragten Personen erfassen die Surfpfade ihrer Site-Besucher. Bereits 40% befragen ihre Site-Besucher, vorzugsweise mit Hilfe sog. Onsite-Befragungen.

Bei den Usability-Methoden halten sich experten- und nutzerbasierte Methoden die Waage: 45% haben Erfahrungen mit szenariobasierten Nutzertests im Usability-Lab, eine expertenbasierte Usability-Evaluation haben 41% durchgeführt bzw. in Auftrag gegeben.
Interessant: Immerhin 24% sind mit taskbasierten Online Usability-Tests (remote testing) vertraut, einer Methode, die erst in jüngster Zeit zum Einsatz kommt.

Relevanz und Verbreitung weiterer Methoden im Überblick:

  • 41% führen Design-/Konzepttests durch.
  • 27% haben Erfahrungen mit dem sog. Card Sorting.
  • 24% führen Text- / Content-Analysen durch.

Ergebnisse basieren auf einer eResult-Umfrage (Juni 2006, Teilnehmer: 83 – mit Methoden- erfahrungen, N=3.620).

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