Formulargestaltung – Guten Tag, wie ist Ihr Name?

Formulare begegnen uns im Internet ständig. Meist sind sie eher ein notwendiges „übel“ wenn man im Internet etwas bestellt. Sei es eine Reise oder ein T-Shirt.
Sicherlich ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass die Formulare im Internet oft sehr verschieden gestaltet sind. Warum eigentlich?
Bei einigen Internet-Angeboten wird auf den Formularen zuerst nach dem Nachnamen gefragt, dann nach dem Vornamen.

Bei anderen Internet-Angeboten wird dies genau umgekehrt gehandhabt.
Sollte man daher als Anbieter nicht alles daran setzen, den Wünschen der Nutzer entgegen zu kommen.

Bei einer eResult-Studie hat sich herausgestellt, dass sich 46,3% der Nutzer
wünschen, dass zuerst der Vorname und dann der Nachname abgefragt wird.
Umgekehrt – also dass der Nachname zuerst abgefragt werden sollte und dann der Vorname – bevorzugten das nur 15,2%. 38,5% war die Reihenfolge egal.

Überrascht Sie dieses Ergebnis? Hätten Sie ein anderes Ergebnis erwartet?

8 Gedanken zu „Formulargestaltung – Guten Tag, wie ist Ihr Name?

  1. Joachim Lindner

    Man stellt sich ja auch mit Joachim Lindner und nicht mit Lindner, Joachim vor, wenn man Vor- und Nachname nennt.

    Ich finde es so nur natürlich, dass man in einem Formular mit dem Vornamen beginnt.

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  2. Claus

    Sagt man auch die Hausnummer zuerst und dann die Postleitzahl danach die Straße? Nein, aber viele Formulare sind so verwirrend. Komisch, gell? Und was ist der Unterschied zwischen State, Staat, Land und Country und was zum Henker ist vor allem ein ZIP-Code?
    :o))

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  3. Thorsten Wilhelm

    Finde die 15% ebenfalls sehr überraschend, vielleicht zeigen sich hier „kulturelle“ Unterschiede. Kultur, z. B. regionale / geographisch bedingt (sagen die Bayer nicht oft den Nachnamen zuerste, und dann den Vornamen?), aber auch bedingt durch kulturelle Aspekte aus der „Arbeitswelt“ – wo man ja doch oft den Nachnamen zuerst verwendet und dann erst den Vornamen. Ein Versuch der Erklärung …

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  4. Nicolas Scheel

    Ich möchte auch noch auf ein weiteres Phänomen der Formulargestaltung hinweisen: Die Eingabe des Ablaufdatums bei Kreditkarten. Die meisten Benutzer bevorzugen die Darstellung des Monats als Zahl (z.B. 03) in Dropdown-Listen und nicht ausgeschrieben (z.B. März). Begründung: Auf der Kreditkarte ist der Monat ebenfalls als Zahl dargestellt.

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  5. Claus

    @Nicolas Scheel: Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass eigentlich bei der Eingabe solcher Daten ein freies Interface, also ein freies Inputfeld mit der Tastatureingabe des Datums nach dem Keystroke-Level-Modell oder auch nach den Formeln von Hicks und Fitts besser und schneller funktionieren sollten als Dropdown Menüs. Aber: Der Besucher möchte aus der Liste ausssuchen, statt eine Eingabe zu machen…

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  6. Thorsten Wilhelm

    Im Zusammenhang mit der Analyse der „Usability von Formularen“:
    Das ist ein spannendes Feld, was leider nicht immer intensiv beachtet wird. Ausnahmen davon bilden sicherlich Bestell- und Buchungsstrecken auf E-Commerce Angeboten. Die werden intensiv getestet und analysiert / optimiert. Idealer Weise mit verschiedenen Methoden im Lab oder Feld.
    Während man mit Logfile / Web-Analytic Tools vor allem messen kann wie viele Aufrufer eines Formulares nicht abgesendet haben, bieten Tests im Usability-Lab die Möglichkeit die Gründe dafür zu identifizieren.
    Mit Hilfe von Tools die zudem die Mausbewegungen (nicht nur die Klicks) messen, kann zudem erfasst werden, wie lange sich ein Nutzer mit einer Abfrage beschäftigt hat (als Indikator für Verständnisschwierigkeiten). Man kann mit solchen Tools wie m-Pathy (aus dem Hause Seto, http://www.seto-gmbh.de) z. B. die Zeit vom Klick in ein Eingabefeld bis zum Klick in ein anderes Eingabefeld erfassen / beobachten. Solche Daten reichern die Daten von reinen Logfile / Analytictools an.

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  7. benjamin

    kannst du mir mal schreiben wo du diese studie her hast, ich schreibe miene Diplomarbeit über die optimale gestaltung von webformularen, da bräuchte ich noch eine gute quelle

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