Wie werden Daten aus Web-Analytics-Tools genutzt?

Mit dieser Frage beschäftigte sich eine Umfrage die Herr Reese (Geschäftsführer Ideal Observer) über den eResult Omnibus durchgeführt hat. An der Umfrage beteiligten sich 600 Nutzer. Über einen Filter wurden diejenigen ausgefiltert, die selbst schon mit einem Web-Analytics-Tool gearbeitet haben. Das traf auf 13,7% der 600 Befragten zu.

Bei der genaueren Betrachtung dieser 82 Teilnehmer (Mehrfachnennungen möglich) zeigt sich meiner Meinung nach ein recht überraschendes Ergebnis:

  • 37,8% nutzen die Analyse-Ergebnisse um geplante Veränderungen am Webauftritt zu überprüfen.
  • Bei 34,1% stoßen die Analyse-Daten regelmäßig Verbesserungen an.
  • Dagegen rufen aber 29,3% die erhobenen Daten eher unregelmäßig ab und nutzen diese nicht im Entscheidungsprozess.
  • 9,3% der Teilnehmer diskutieren die Analyse-Daten zwar, aber auf den Entwicklungsprozess ihres Webauftritts haben diese keinen Einfluss.

Ich hätte nicht gedacht, dass etwas über 70% der Teilnehmer die Web-Analytics-Daten mit in den Entscheidungsprozess einbeziehen.

Desweiteren wirft Herr Reese die Frage auf, ob es neben den bekannten Hindernissen (Komplexität der Tools, Aussagekraft der Zahlen, Datenunsicherheit) noch weitere Faktoren gibt, die den effizienten Einsatz von Web-Analytics-Tools bei größeren Unternehmen verhindern. Seiner Meinung nach sind dies unklare Verantwortungsbereiche, Entscheidungsgrundlagen und Entscheidungswege.

Dem würde ich auch voll und ganz zustimmen, denn wer kennt es nicht aus ganz gewöhnlichen Projekten. Gibt es dort keine klaren Regelungen zu Verantwortlichkeiten und Entscheidungswegen, kommt das Projekt nur schleppend voran bzw. wird in den Sand gesetzt. Was also schon bei einzelnen Projekten ein K.O.-Kriterium sein kann, ist dies mit Sicherheit auch beim Einsatz von Web-Analytics-Tools in größeren Unternehmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.