Wie viele Produkte auf Artikellisten bzw.Trefferlisten von Suchergebnisseiten anzeigen?

12, 24 oder gar noch mehr? Wir haben nachgefragt, im Rahmen des monatlich stattfindenden eResult-Omnibus, einer klassischen Mehrthemenbefragung.

Die Ergebnisse sind sehr interessant:

32 % wollen (sofort) alle Produkt angezeigt bekommen, auf einer Seite.
D.h. nicht blättern müssen, dafür einfach mehr und länger Scrollen.
Für diese gibt es keinerlei Obergrenze.

28,3 % wünschen sich 24 Produkte pro Seite – dann mit einer Möglichkeit zum Blättern.

Die weiteren Daten im Überblick:

  • 21,5% sind für 12 Produkte je Seite (Artikelliste / Suchergebnisseite)
  • 15,3% wünschen sich 48 Produkte und
  • 2,8% 64 Produkte auf „einen Blick“.

Befragt wurden 600 Webnutzer-/innen, annähernd repräsentativ für deutsche Webnutzer/-innen. Alle Details dieser Studie können Sie in der eResult Download-Area herunterladen.

Die Ergebnisse lassen vermuten, dass es da einige (!) situative und personenbezogene Merkmale gibt, die das Antwortverhalten beeinflussen.
Sicherlich auch die Art des Sortiments.

Wir gehen daher im nächsten Bus dieser Frage weiter „auf den Grund“.
Was denkt ihr? Welche Aspekte bzw. Faktoren beeinflussen, wie viele Produkte sich Nutzer auf einer Artikelliste / Suchergebnisseite wünschen (und Online-Shops anzeigen sollten)?

Liegt es an der Netzanbindung, dem Wissen in der betreffenden Produktkategorie, der Online-Shopping Erfahrung oder gar dem Geschlecht?
Freue mich auf eine spannende Diskussion.

Artikelliste bei karstadt.de
Beispiel: Artikelliste (karstadt.de) mit Blätterfunktion und Umschaltfunktion –
so geht`s auch: Dem Nutzer einfach die Wahl lassen.

 

4 Gedanken zu „Wie viele Produkte auf Artikellisten bzw.Trefferlisten von Suchergebnisseiten anzeigen?

  1. Finn

    ich denke, das hat auch was mit dem immer weiter verbreiteten tabbing-mechanismus zu tun. beobachte dieses verhalten auch bei vielen bekannten: erstmal die ergebnisse scannen und interessante produkte schonmal in einem neuen tab öffnen. anschließend werden die produkte dann genauer beobachtet, verglichen etc.

    eine unterteilung in seiten, bzw. wenig produkte auf vielen seiten verlangsamen dieses prozedere natürlich und das ist lästig.

    Antworten
  2. Horst Wigger

    Unter der Voraussetzung, dass die angezeigten Suchergebnisse relevant sind, erwarte ich, dass die Zahl der angezeigten Produkte NICHT das entscheidende Kriterium sein wird. Entscheidende Faktoren werden sein:

    – Übersichtlichkeit
    – Sortiermöglichkeit
    – Filtermöglichkeit
    – Option für direkten Prouktvergleich
    – ggf. Blätterfunktion

    Wenn diese Funktionen leicht verständlich umgesetzt werden, dann wird die Zahl der angezeigten Produkte auf einer Seite zweitrangig sein.

    Antworten
  3. Jens Hansel

    Auch ich kann aus einem anderen Suchergebnis-Zusammenhang bestätigen, dass die meisten Nutzer erwarten, alle Ergebnisse zu sehen. Einige haben uns dies sogar per Zuschrift begründet, und zwar mit der sinngemäßen Aussage: „Ich habe sonst das Gefühl, den Überblick zu verlieren, keine Kontrolle über die Dimensionen zu haben“.

    Dem gegenüber steht unsere sicher berechtigte Sorge, die Nutzer mit Ergebnissen zu überladen – immerhin akzeptieren auch bei Google alle die 10-Treffer-Ergebnisseite. Warum? Meiner Einschätzung nach, weil alle davon ausgehen, dass die relevantesten Ergebnisse wohl unter den ersten zehn Treffern sind. Das ist wieder der Aspekt der Relevanz, den auch schon Horst Wigger erwähnt hat. Mein Fazit: Sofern man es nicht schafft, Vertrauen in die Relevanz der Ergebnisse zu vermitteln, sollte man alle Ergebnisse anzeigen und dies möglichst übersichtlich und in die Tiefe skalierbar.

    Antworten
  4. Pingback: Wie orientieren sich Senioren auf Produktübersichtsseiten? | usabilityblog.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.