Shoppen einmal anders – „Wohltätigkeitsshopping“

Bei der Suche nach Informationen über Wohltätigkeitsorganisationen bin ich über die Seite von plan-deutschland.de „gestolpert“. Auf diesem Internet-Angebot findet man unter anderem eine Art Shop, auf dem man ganz besondere Produkte kaufen kann. Zum Beispiel kann man Wohltätigkeit verschenken, indem man „Schulmöbel für Liberia“ kauft. Dies empfand ich als interessantes Shoppingerlebnis.

Wenn man sich nähere Details hierzu ansieht, wird beschrieben welchen Nutzen das Produkt bei den Schulkindern stiftet. Das Produkt selbst (Stuhl, Tisch) wird jedoch nicht näher beschrieben.

 

Details zu einem Spendenprojekt auf plan-deutschland.de

Abb: Details zu einem Spendenprojekt auf plan-deutschland.de

Hier habe ich mich gefragt, ob die Angaben auf dieser „Produktdetailseite“ jedem potenziellen Spender ausreichen, um sich für eine Spende zu entscheiden.
Würde die Angabe von weiteren Informationen die Spendenbereitschaft sogar erhöhen?

Weitere Informationen wären aus meiner Sicht z. B.

1. Die Nennung der Schule, für die die Möbel eingekauft werden;

2. Die Information, wann das Produkt an die Schule geliefert wird;

3. Die Information, ob mit dem Kaufpreis nur ein Stuhl oder ein Tisch oder beides gekauft werden kann.

 

Oder wären solche Informationen schon wieder zu viel für den potenziellen Spender? Die spezielle Zielgruppe des Internet-Angebots muss sicherlich bei solchen Fragen berücksichtigt werden.

Wenn man sich demgegenüber einen „herkömmlichen“ Online-Shop ansieht, dann werden dort meist sehr viele Detailinformationen gegeben, damit der Nutzer sich besser entscheiden kann.

Kann man überhaupt einen solchen Vergleich anstellen?

 

 

 

 

2 Gedanken zu „Shoppen einmal anders – „Wohltätigkeitsshopping“

  1. Thorsten Wilhelm

    Interessanter Hinweise, solche Spendenangebote (ob Shops oder Portale zum Herstellen eines Kontaktes zwischen Spender und Institution / Person) nehmen immer mehr zu. Und scheinen auch einen gewissen Erfolg zu haben. Da hier das Thema Vertrauen ganz einscheidend ist, sind m.E. vertrauenstiftende Informationen unbedingt notwendig. Neben umfangreichen Informationen – also viel Text – könnte ich mir vorstellen dass Stimmen von Prominenten, Siegel zur Bewertung der Spendenorganisation, Bilder / Videos (hier: über die Schule in Liberia) etc. ebenso Vertrauen aufbauen.
    Aus meiner Sicht durchaus vergleich mit einem „Online-Shop“ auf dem man z. B. Dienstleistungen (Finanzdienstleistungen), hochwertige / teuere Reisen und innovative Geräte einkaufen kann … Aber halt von der Idee her schon was Besonderes.

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