Verteilerseiten internationaler Unternehmen: Wege zu länderspezifischen Seiten

International agierende Unternehmen und Konzerne haben die Aufgabe, ihre Online-Auftritte vielen verschiedenen Ländern zugänglich zu machen.
Um den Nutzer schnell ans Ziel zu führen, werden verschiedene Möglichkeiten angeboten, eine Auswahl des jeweiligen Landes vorzunehmen. Hier kommen zum Beispiel Weltkartenfunktionen oder einfache alphabetische Listen zum Einsatz.

Interessant ist, in welcher Form diese Auswahlmöglichkeiten eingebettet sind:

Sehr häufig gibt es Internationale Seiten, die vor allem die Marke und das Image vermitteln sollen und einen Absprungpunkt zu den gewünschten Informationen bieten. Hier findet man aufwändige Gestaltungselemente oder Applikationen, die den Besucher emotional ansprechen sollen. Es sind dann verschiedenartige Zugänge zu den vorhandenen Länderpages integriert, welche jedoch nicht unbedingt im Vordergrund stehen. Daneben werden hier vor allem Produkte und Services vorgestellt (z.B. Siemens: www.siemens.com).

Einige Unternehmen haben jedoch spezielle Verteilerseiten eingerichtet, die nur dazu dienen den Nutzer weiterzuleiten. Hier gibt es eher schlichte Varianten, wie zum Beispiel die Verteilerseite von Merck Chemicals (www.merck-chemicals.com, siehe Abbildung) oder auch sehr aufwändige, fast verspielte, wie die Verteilerseite von Sony (www.sony.net).

Was ist eurer Meinung nach das bessere „Rezept“ für Verteilerseiten?

Eine emotional ansprechende, aufwändige Internationale Seite, die stark auf das Vermitteln von Image und Marke ausgerichtet ist und einen integrierten Zugang zur Länderauswahl hat?

Oder eine eher nüchtern gehaltene Verteilerseite, die ausschließlich den Zweck der Verlinkung/Weiterleitung hat, damit die Länderpages möglichst schnell erreicht werden?

Und: Gibt es Erfahrungen über das Verhalten der Nutzer auf internationalen Websites oder Verteilerseiten?

5 Gedanken zu „Verteilerseiten internationaler Unternehmen: Wege zu länderspezifischen Seiten

  1. Thorsten Wilhelm

    Ich denke, dass es vor allem von den konkreten Imagewerten abhängt, also denjenigen Eigenschaften und Merkmalen mit denen das Unternehmen sein Firmen-/Markenimage „aufladen“ will. Verspielte, auf Emotionen abzielende Seiten sollten daher vor allem bei Marken auf dem BtoC Zielumfeld vorkommen, während sachliche, reine Verteilerseiten eher dann anzutreffen sein sollten, wenn das Unternehmen einen BtB Zielgruppe erreichen / ansprechen will. Nur eine erste These, Überlegung. Entspricht das vielleicht in der Tendenz Deinen Beobachtungen?

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  2. Elske Ludewig Beitragsautor

    Ja, zumindest trifft das für den BtoB-Fall tendenziell zu. Allerdings gibt es wahrscheinlich auch sehr viele „.com-Seiten“, die beide Zielgruppen bedienen müssen/wollen. Hier wird dann oft versucht, sowohl Emotionen, als auch Informationen zu transportieren. Es wäre sehr interessant, wie sich das Verhalten beide Zielgruppen auf solchen Seiten unterscheidet. Denn auch Endkunden werden vermutlich Interesse an einer länderspezifischen Website haben, oder?

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  3. Nudge

    Im Prinzip sind solche Weiterleitungen nicht mehr nötig. Zum einen bieten Geolocation-Services die Möglichkeit, den Ursprungsort des Besuchers zu erkennen, zum Teil viel genauer als allein das Ursprungsland.

    Zum zweiten gibt es über „Content-Negotiation“ zwischen Browser und Server die Möglichkeit, die Ausgabe-Sprache von internationalisierten Websites zu steuern. Dabei muss der Nutzer keinen weiteren Klick durchführen.

    Leider sind die Einstellungen bezüglich der bevorzugten Sprachen in Browsern eher unkomfortabel umgesetzt – hier muss davon ausgegangen werden, dass Nutzer dieses Feature nicht richtig kennen bzw. nutzen.

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  4. Thorsten Wilhelm

    Vielen Dank für den interessanten Hinweise.
    Sollte man mal untersuchen, wie viele und welcher Nutzer diese Einstellungsmöglichkeiten kennen und schon mal verwendet haben, eine interessante Frage für einen Forschungsbeitrag …

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  5. Markus Zahner

    (Replik zu ‚Nudge‘)
    Ich bin kein Anhänger von automatischer Location- oder Sprachen-Erkennung. Ich bin viel unterwegs, u.a. in asiatischen Ländern. Da schlage ich mich schon mal durch die in lokalen Sprachen gehaltenen Websites. Oder: in vielen Ländern sind unterschiedliche Produkte erhältlich, was mir die Informationssuche (z.B. für Spezifikationen) erschwert. Auch Preisvergleiche sind oft schwierig. Oder ich brauche Adressen lokaler Vertreter, die aber nicht in der jeweiligen Region liegen.

    Leider lassen sehr viele Websites keine manuelle Wahl zu bzw. leiten einem bald wieder auf die lokale Seite um. Die Mausklicks würden mich da weniger stören. Die Möglichkeit eines Logins mit persönlichen Präferenzen wäre dann eine Alternative.

    Webshops können eher lokal gehalten werden, zumal auch rechtliche und wettbewerbs-rechtliche Aspekte hinzukommen.

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