Jobportale – Navigieren auch Sie sich aus der Wirtschaftskrise?

In den Medien wird derzeit heftig über die Wirtschafskrise geredet und diskutiert. Viele Betroffene, die in Folge der Krise ihren Job verloren haben oder deren Job bedroht ist, versuchen nun über Online-Jobportale wieder einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Bei der großen Auswahl an Stellenanzeigenmärkten im Internet fällt es schwer den Überblick zu bewahren.

Aber auch Unternehmen, die Jobs zu vergeben haben, sehen sich einer größeren Anzahl von Bewerbern gegenüber. Für diese wird es nun noch schwieriger den bestmöglichen Kandidaten zu identifizieren.

Für Bewerber und für Firmen kann eine gute Usability Arbeitsprozesse erleichtern.

Bewerber wie Unternehmen werden sicherlich nicht bei jeder Jobbörse nach Jobangeboten suchen bzw. Ihre Anzeige schalten. Nicht zuletzt aus dem Grund, weil es einige Zeit dauert sich als Bewerber ein Profil bzw. als Unternehmen eine Stellenausschreibung anzulegen. Die Vielzahl an Informationen und Services, die den Nutzern bereitgestellt werden ist enorm (z. B. Speicherung von Suchaufträgen).

Bei einer Branchenrecherche über Jobportale ist mir die Seite Gigajob.de aufgefallen.

Hier wird dem Nutzer gleich auf der Startseite über Layer erklärt wie die Seite funktioniert. Der Nutzer fährt mit der Maus über den Menüpunkt „Mein Gigajob“. Es klappen sich Unterkategorien wie z. B. Meine Stellenangebote auf. Fährt der Nutzer dann mit der Maus über die Unterkategorien öffnet sich noch ein Layer, der erklärt, was sich hinter der jeweiligen Unterkategorie verbirgt (Abbildung 2)

Abbildung 1: Startseite – Gigajob.de

Abbildung 2: Layer in der Navigation

Auf der einen Seite ist die Erklärung der Navigationspunkte nützlich: Man muss die Seite nicht verlassen, um zu erkennen, was sich hinter dem jeweiligen Menüpunkt verbirgt. Auf der anderen Seite kann dies vom Nutzer auch als störend empfunden werden, da sich zu viele Layer öffnen und die Seite dadurch unübersichtlich wirkt.

Was meinen Sie?

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9 Gedanken zu „Jobportale – Navigieren auch Sie sich aus der Wirtschaftskrise?

  1. Marc

    Nun ja, es ist sicherlich gut gemeint mit diesen „Navigationsbeschreibungen“. Mich persönliche würden es stören. Oberstes Ziel sollte es als Website-Entwickler (bzw. Designer) sein, den Benutzer intuitiv zu führen und eine möglichst verständliche Navigation aufzubauen. Dazu gehören natürlich auch, Menüpunkte so sinnvoll wie möglich zu benennen, damit Missverständnisse (so weit wie möglich) ausgeschlossen werden können.
    Abgesehen davon liest der Text in einer solchen Menge vermutlich keiner (sondern klickt einfach mal drauflos).
    Fazit: Das Konzept der Website mit einem ToolTip pro Navigationselement zu erklären wäre für mich ein „no go“.

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  2. bennos

    Tooltips müssen gezielt eingesetzt werden und nicht Sitewide. Wenn ich einem Benutzer schon jeden Menüpunkt einer Seite erklären muss, dann ist im erstellungsprozess etwas falsch gelaufen. Ich versuche immer herauszufinden, „Was erwartet der Nutzer, was kennt er?“.
    Ein schönes Beispiel ist der Begriff „Web 2.0“. Häufig verwendet, häufig falsch verwendet und die wenigsten wissen was es wirklich bedeutet. Ich münze das jetzt mal auf eine Jobbörse. Ich habe schon häufig den Begriff Channel (Beispiel: Channel Vertrieb) auf Jobbörsen gefunden. Konnte ich schon kaum was mit anfangen. der Normalo sowieso nicht. Statt Channel einfach das ganze Katgorie „nennen und mit Kategorie Vertrieb kann dann auch jeder etwas anfangen.
    Zum Thema zurück. Wenn ich also haufenweise Beggriffe nutze die keiner kennt und ich muss alles erklären, dann macht die Webseite etwas falsch. Ein gute Webseite ist selbsterklärend.

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  3. Dominik

    Ich kann mich da auch nur anschließen. Jeder Beschreibungsversuch ist gleichzeitig auch ein Erklärungsversuch, und das zeigt meiner Meinung nach eine Schwäche der Navigation auf.
    Sollte sie nicht intuitiv zu nutzen sein? Ja, dann brauch ich doch keine weiteren Erläuterungen.

    Hinzu kommt, dass es meiner Meinung nach zusätzlich unnötige Unruhe in die Navigation bringt. Eine „zweite“ Ebene in einem Layer Menü ist ohnehin kritisch zu bewerten.

    Evtl. fühlt sich der Nutzer hier auch auf den Schlips getreten: „Natürlich weiß ich was sich hinter ‚Meine Stellenangebote‘ verbirgt. – Ich bin ja nicht von gestern.“

    Also, weniger ist manchmal (meistens) mehr.

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  4. Marc

    Was meiner Meinung nach auch eher als negativ zu bewerten ist: die Tipps überblenden z.T. benachbarte Navigationspunkte, wodurch der Navigationsfluss extrem gestört wird. Währe es ein dezenter Tipp neben der Navigation mit einigen wenigen Stichworten, könnte man schon eher damit leben. Aber so: ein total Bruch.

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  5. Felix Struening

    Lightboxen etc. sollte man doch eher nur dezent einsetzen bzw. für gezielte Hinweise auf besondere Aktionen oder Tools. Da ist mir z.B. die 1-Klick-Bewerbung von der Nutzerführung lieber…

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