Preisvergleichsportale – Schnäppchenjäger in der Falle?

Online-Shopping bereitet vor allem dann Freude, wenn man weiß, dass man ein günstiges Angebot erwischt hat. Umgekehrt kann die Freude an einem online gekauften Produkt schnell vermindert werden, wenn man das Produkt nach dem Kauf bei einem anderen Online-Shop zu einem günstigeren Preis sieht – auch wenn das Produkt selbst einwandfrei und qualitativ hochwertig ist.

Damit sichergestellt ist, dass man wirklich ein Produkt zu einem guten Preis erworben hat, muss man das Produkt in verschiedenen Online-Shops suchen und vergleichen. Oder man nutzt ein Preisvergleichsportal.

Die Pallette der Produkte, deren Preis auf einem Preisvergleichsportal miteinander verglichen werden können, reicht dabei vom Kinderwagen bis zum Notebook. Oft können aber auf einem solchen Portal nicht nur Preise verglichen werden, sondern es werden eine Vielzahl von weiteren Services und Informationen angeboten. Zu nennen wären hier z. B. Produktvergleichsmöglichkeiten, Händlerbeschreibungen, Produktbewertungen und Preisbenachrichtigungen.

Einen interessanten, aber – aus meiner Sicht schwierig zu bedienenden Service – habe ich auf dem Preisvergleichsportal eVendi.de gefunden. Hier wird einem preisbewussten Käufer folgende Möglichkeit geboten: Er kann sich einen Warenkorb zusammenstellen und dann prüfen, ob es günstiger ist die einzelnen Produkte im jeweils günstigsten Shop oder alle Produkte in einem Shop zu bestellen. Der Vorteil, besteht darin, dass der Nutzer nicht selbst prüfen muss, inwieweit sich die Versandkosten zusätzlich auswirken. Schwierig ist dagegen die Bedienung dieses Service. Der Nutzer muss die Produkte zunächst in einen so genannten “Preiskorb” legen. Dieses Symbol sieht aus wie ein Warenkorb auf Online-Shops (siehe Abbildung 1). Ein Nutzer von Online-Shops wird sicherlich zunächst irritiert sein, da mit diesem Symbol die Bezeichnung “Warenkorb” verbunden wird. Danach muss dann der Button “Shop Assistent” geklickt werden, damit der Vergleich angezeigt wird (Abbildung 2). Auch diese Bezeichnung verdeutlicht nicht eindeutig die Funktion dieses Services. Der Nutzer muss sich erst in das System hineindenken, um den Service zu verstehen. Dann kann dieser Service jedoch sehr hilfreich sein, da er Zeit erspart.

Produkt in den „Preiskorb“
Abbildung 1: Der Nutzer kann ein Produkt in den „Preiskorb“ legen.

Shop Assistent und Kostenübersicht
Abbildung 2: Nach Klick auf „Shop Assistent“ erhält der Nutzer neben einer
Auflistung der abgelegten Produkte einen Kostenüberblick.

Eine Alternative wäre, die Preise mit und ohne Versandkosten gleich mit auf die Trefferliste anzuzeigen, wie bei pricerunner.de.

Preis und Preis inkl. Versand
Abbildung 3: Preis und Preis inkl. Versand nebeneinander.

Hier werden die Preise zwar nicht automatisch verglichen, aber dafür ist die Seite weniger kompliziert.

Was meint Ihr?
Kennt Ihr noch andere Preisportale, die ihren Nutzern hilfreiche Funktionen anbieten?

Ebenfalls könnte Euch auch der kurze Beitrag im digital:next Blog zum Verkauf von Billiger.de durch die ProSiebenSat.1 Media AG interessieren.

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4 Kommentare zu „Preisvergleichsportale – Schnäppchenjäger in der Falle?

  1. Askold

    Von den vielen Portalen ist mein Favorit Geizhals.at/de.
    Auch wenn es dort noch keine Funktionen wie einen Warenkorb gibt, funktioniert die Seite wenigstens.
    Bei billiger.de ist mir ein richtig grober Fehler aufgefallen.
    Wenn man ein Produkt gesucht hat und dann nach dem Preis sortiert, dann wird zwar nach irgendwas sortiert, aber nicht nach dem Preis.
    Evendi hat meines achtens zu wenige Anbieter. Das liegt auch daran, das die meisten wahrscheinlich begriffen haben, dass sich eVendi für den Anbieter nicht rechnet.

    Während dessen Geizhals.at/de für die Suche “HD753LJ” einen Artikel mit 123 Anbieter hat, hat eVendi den selben Artikel mit gerade mal 36 Anbietern. Das zeigt schon, dass Geizhals.at viel breiter aufgestellt ist und man dort auch den günstigeren Preis finden kann.
    Interessant ist noch die Preissuchmaschine Guenstiger.de, diese finanziert sich nämlich ausschliesslich von Werbung und nicht wie bei den anderen aus den Links zur Produktseite des Shops.

    Aber die mit dem Warenkorb find ich echt gut. Nur das sich eVendi damit wahrscheinlich selbst ein Ei legt, da man dadurch ja nicht mehr so oft auf die Produktseite des Shops gehen muss.

  2. eVendi.de

    eVendi.de verfolgt nicht die Strategie, seine Nutzer möglichst schnell auf den Shop zu treiben. Mit so einer Strategie legt man sich unserer Meinung nach ein Ei ins Nest, weil darunter so ein nebensächliches Ding wie die Conversion Rate erheblich leidet. Traffic ist nicht alles, wertvoll sollte er sein.
    Daher empfinden wir dieses Feature als einen weiteren Baustein, den Nutzer schon auf unserer Seite über mögliche Sparpotentiale zu informieren.
    Was die Bedienbarkeit angeht, da muss ich dem Autor Recht geben. Wir müssen daran noch arbeiten.

    Übrigens kann man auch bei eVendi.de nach dem Gesamtpreis sortieren. Es muss allerdings explizit ausgewählt werden. Dafür bieten wir (einmalig wie ich glaube) die Möglichkeit, von vorneherein nach gewünschter Zahlungsart zu selektieren.

  3. Carsten

    Habe mir gerade die Funktion mit der Festlegung der Zahlungsart noch einmal angesehen. Diese Funktion ist ganz hilfreich, wenn man eine bestimmte Zahlungsart präferiert oder wenn man eine Zahlungsart auch ausschließen möchte. Es gibt ja noch sehr viele Internet-Einkäufer, die keine Kreditkarte besitzen und daher gern mit Rechnung bezahlen.

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