Virtuelle Anprobe – mehr als nur Spielerei!

Dieses Thema wurde im Blog ja schon angesprochen zum Beispiel von Anja Weitemeyer im Beitrag „Mode im Internet“ und auch fleißig kommentiert. Mir ist beim Surfen ein weiteres nettes Beispiel für die virtuelle Anprobe bei Lands‘ end begegnet.

Hier hat man die Möglichkeit, bei My Virtual Model einem Standardmodel für Damen oder Herren Kleidung aus verschiedenen Kategorien anzuziehen. Die Auswahl ist allerdings noch recht beschränkt. Das bekleidete Model kann ich anschließend per Mail an Freunde schicken, damit diese meine Auswahl beurteilen und mir zum Kauf raten oder davon abraten können.

My Virtual Model
Die Virtualle Anprobe "My Virtual Model"

Natürlich habe ich auch die Möglichkeit, mein Model zu personalisieren. Körperform, Oberweite, Taille, Körperhöhe und Gewicht können eingegeben bzw. ausgewählt werden. Aber auch das Gesicht kann ich anpassen und damit das Model mir ähnlicher sehen lassen. So kann ich sagen, dass Gesicht soll jünger oder reifer aussehen. Meine Augen sind rund oder mandelförmig und auch die Nase und die Lippen lassen sich etwas anpassen. Frisur und Haarfarbe fehlen auch nicht bei den Auswahlmöglichkeiten.

Ein weiterer sehr interessanter Service im Rahmen der virtuellen Anprobe bei Lands‘ End ist „Meine Passform“. Das bedeutet, nachdem ich mir das Model personalisiert habe, kann ich Kleidung auswählen und erhalte Tipps, in welcher Größe ich den Artikel bestellen sollte, damit er mir passt.

Habt Ihr weitere Beispiele entdeckt?
Ich finde diesen Service super spannend vor allem, wenn er durch solch sinnvolle Dinge wie Passform-Tipps ergänzt wird.

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9 Gedanken zu „Virtuelle Anprobe – mehr als nur Spielerei!

  1. Thorsten Wilhelm

    Interessantes Tool – frag mich nur, ob das mit der Anprobe nicht viel besser im stationären Einzelhandel , also im Ladengeschäft geht, mit einer realen Anprobe und viele Spass beim Umziehen und Vorführen, z. B. einer netten Freundin und/oder einem geduldigen Ehemann …
    Es gibt ja auch immer mehr Läden, bei denen man das Warten und Anprobieren mit Getränken und Snacks attraktiver gestalten will, für alle Beteiligten.
    Kann sich da eine virtuelle Anprobe durchsetzen? Und: Gibt es schon so was wir „Anprobekonferenzen“ / Anprobepartys auf Websites: Man lädt mehrere Personen / Freundinnen in einen virteuellen Raum ein und führt dort an einem Modell seine Wunschkollektionen und Kombinationen vor. Läßt die „Zuschauern“ voten und kauft dann (vielleicht) das, was den meisten gefällt. Das wäre doch mal ein klasse Tool im Sinne des Web 2.0 und „gemeinsam Einkaufen“ Gedankens. Hab so was aber noch nie gesehen, ihr?

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  2. Daniel

    Ist das mit den virtuellen Ankleidekabinen nicht viel zu komplex? Da steht ja am Ende immer nur ein reduziertes Sortiment zur Verfügung. Und wie das Outfit dann getragen wirklich aussieht, ist auch nur ansatzweise vorhersehbar.

    Die bei neckermann.de machen das doch ganz cool mit dem generischen Ansatz 😉 Ob Farbe und Stil der Produkte zu einander passen, lässt sich oft ja auch an Hand der Produktabbildungen sagen.

    Link zum Outfit-Tool bei neckermann.de:
    http://www.neckermann.de/link_go.mb1?link_id=I3a0zz_SKR5W7Hp6i7BOq_sjDzLQQ7

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  3. Martin Beschnitt

    @ Daniel: Also, der generische Ansatz ist eine schöne Sache, um die Problemtik des „Anprobierens“ zu umgehen. Hierfür müsste man ja alle Produktabbildungen neu fotografieren bzw. 3D-Ausführungen modellieren etc. Ich muss gestehen, dass bei uns auch schon mal so eine Idee umhergewandert ist…
    Ich träume aber immer noch von einer Art „Black Jack“ oder „Best guess“-Funktion. Da wird einem beim Stöbern nie langweilig. Man könnte den Ansatz übrigens auch erst in der Anprobe spielen. D.h. dort kann ich sehen, welche Anziehsachen mit welchen am besten „zusammenpassen“.

    Vielleicht gibts sowas ja auch schon? Falls ja, her mit der URL.

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  4. Petra

    Ein schöner Ansatz ist auch bei http://www.wenz.de zu sehen. Hier wird die Style-Auswahl mit einem virtuellen Model kombiniert. Der Nutzer kann definierte Artikel zu bestimmten Themen wie z. B. Marine Look oder Strand-Schönheiten aus verschieden Kategorien auswählen und sich seinen eigene Kombination zusammenstellen. Daneben hat der Nutzer auch die Möglichkeit sich Kombinationen vorschlagen zu lassen. Die gewählte Kombination kann sich der User merken und auch direkt bestellen.

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  5. Andreas

    ein weiterer schöner Ansatz ist auch bei http://www.tennis-peters.de zu sehen. Dort kann sich der Nutzer Vorschläge unterbreiten lassen oder gezielt Kombinationen selbst zusammenstellen. Der Warenkorb rechnet dabei immer mit und man weiß gleich, was das gewünschte Outfit kostet.

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  6. Pingback: Kombinieren geht über (an-)probieren – die Slot Machine für Mode | usabilityblog.de

  7. Alena

    Ich habe mir die beiden Beispiele von Wenz und TennisPeters gerade angesehen.
    Echt klasse!
    Da macht einkaufen im Internet doch gleich noch mehr Spaß!

    Müsst ihr unbedingt mal ausprobieren!!! 🙂

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  8. Bettina

    Super interessant finde ich auch, was der T-Shirt Shop http://www.verignwear.de anbietet: Da aktiviert man einfach seine Webcam und kann dann über einen vorher ausgedruckten Marker, den man sich vor den Körper hält, viele der verignwear Shirts auf seinen Körper projizieren lassen. Das kommt einer echten Anprobe schon sehr nahe, finde ich. Ist halt was anderes, sich selbst mit einem T-Shirt zu sehen, als einen Avatar, den man erst nach seinen Vorstellungen „formen“ muss.

    LG, Betti

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