Alles mobile, oder was? (1. Tag der Internet World)

Logo IWK09Ist der „Mobile“-Hype nun doch endlich überall angekommen? Zumindest scheint es so, wenn man sich das Kongressprogramm der Internet World anschaut. Hier und da ein spannender Vortrag zum Thema „Wie gestalte ich (meine Website) optimal für mobile Endgeräte?“.
Unterstützt wird das ganze natürlich durch die Zusammenkunft der Internet World mit der mobile VISION 09 und der RIAWorld. Schon allein das sehr gemischte Publikum macht die gesamte Veranstaltung noch interessanter.

Spannend, jedoch von Zeitnot geplagt, fand ich den Vortrag von netbiscuits (Steffen Schlimmer, Head of Sales Europe). Er präsentierte in seinem Vortrag „10 goldene Regeln für den großen Erfolg auf kleinen Bildschirmen“.

Denn: Laut Nielsen nutzen derzeit ca. 6,1 Millionen Deutsche das „mobile Internet“. M. E. kann hier schon von einem „Massenmedium“ sprechen. Interessant fand ich auch die Information, dass beispielsweise in UK das iPhone in Sachen Top-Browsing-Gerät durch das Nokia 5800 Express Music abgelöst wurde.

Wären wir also schon bei einer der 10 Regeln von netbiscuits: „Nicht nur für ein Gerät optimieren, sondern eher für ein breites geräte Spektrum“ – außer man will ganz spezielle Zielgruppen ansprechen.

„Sehen Sie das mobile Internet nicht als kleinen Bruder der Internet-PCs an. Es ist ein völlig anderes Medium“. Sehr richtig. Der Nutzungskontext ist anders, die technischen Restriktionen (Display, Eingabegeräte, …) sind viel einschränkender. Die Rezeption ist schlichtweg eine andere. Man sollte sich tunlichst davor hüten, Dinge bzw. Interaktionskonzepte 1zu1 zu übernehmen.

Deswegen: „Überlegen Sie genau, wie Sie Ihren mobilen Dienst gestalten wollen. Identifizieren Sie zuerst den Use Case für Ihren Content und reduzieren Sie dann den mobilen Dienst auf das Wesentliche.“ Grundsätzlich täte dieser Ratschlag bestimmt auch der ein oder anderen Website gut. Auf einem mobilen Endgerät ist es jedoch noch fundamentaler. Es sollten nur die wichtigsten Basisfunktionen zur Vefügung stehen – ohne viel „Content“ drumherum. Alles andere Kosten Zeit bzw. verursacht Traffic, den man schlimmstenfalls sekunden- oder minutengenau bezahlen muss.

Die letzte und sehr wichtige Regel: „Lassen Sie die vorherschende Erfahrung von Ihrem Internetauftritt auch mobil wahr werden.“ D.h. auch bei der mobilen Version Ihrer Website sollte der Nutzer immer wissen, auf welcher Seite (Stichwort: Markenbranding) er sich befindet. Nicht nur vom Design und der Benutzführung, auch vom Wording her sollte alles stimmen bzw. sich zumindest ähneln.

Dabei darf man natürlich nicht vergessen: Setzen Sie immer auch die „Usability-Brille“ auf. D.h. kann der Endnutzer auch mit Ihrem Konzept umgehen? Dem wird laut netbiscuits auch Rechnung getragen. Beispielsweise durch Feldtest bzw. der Nutzerbeobachtung vor Ort. Genau dahin geht der Weg meiner Meinung nach. Usability-Tests werden bzw. müssen daher auch mobiler werden. Eine sehr spannende Sache bzgl. des gesamten Technikequipments, um Testergebnisse einigermaßen adäquat zu dokumentieren. Man stelle sich vor, man testet auf dem alltäglichen Weg zur Arbeit, z. B. mit dem iPhone in Bus oder U-Bahn.

Anbei noch ein thematisch passender Hinweis auf einen Artikel in der vorigen Ausgabe der Internet World Business zum Thema „M-Commerce“: http://www.internetworld.de/old/index.php?id=41&viewfolder=090608&viewfile=12_28_01_ecommerce

Abschließend noch besten Dank an das Catering der After-Conference-Party. Nicht nur abends, auch tagsüber war die Infoarena I unglaublich gut besucht. Lag definitv an den spannenden Vorträgen. Teilweise konnte ich mich nicht entscheiden, ob ich auf den Kongress oder zur Infoarena gehen sollte:-)

Mal sehn, was der morgige Tag an neuen Kontakten und Erkentnissen bringt.

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