Ganzheitliche Website-Optimierung: Die sinnvolle Kombination von qualitativen und quantitativen Usability- und Marktforschungsmethoden

asynchroner_rut1Warum ist es nicht einfach so, wie Moritz Habermann (blogzwonull) in seinem kurzen Beitrag „Web Analytics und User Experience: Gemeinsam seid ihr stark!“ predigt? Warum arbeiten Web Analysten nicht viel enger mit User Experience-Spezialisten zusammen?

Anhand von Web Analyse-Tools sieht man doch beispielsweise, WO die Abbruchstellen auf einer Website liegen. Der User Experience-Spezialist liefert anhand seines Methoden-Toolkits aus qualitativen (z. B. Expert Reviews oder Labtest) aber auch quantitativen Methoden (z. B. Online-Befragungen) das WARUM. Und darauf aufbauend natürlich auch fundierte Handlungsempfehlungen zur Optimierung bzw. Behebung der Probleme. Am Ende gibt es wieder den Schulterschluss, in dem ein A/B- oder Multivariater-Tests final die Umsatzeffekte der optimierten Variante live misst.

Für mich ein immer wiederkehrender Prozessablauf: Ein Kreislauf, wie er von allen wichtigen Praktikern im Bereich Usability und User centered Design gepredigt wird und der sogar in diversen Normen verankert ist.

Zumindest haben die interessanten Gespräche an unserem Stand auf der Internet World 2009 in München gezeigt, dass es auch Web-Analytics-Anbieter die bereits genauso denken. Jetzt muss es nur noch bei den Website-Betreibern/Unternehmen selbst ankommen… Oder wird diese Kombination bei Ihnen im Unternehmen oder der Agentur bereits jetzt schon „gelebt“? Freue mich auf eine nette Diskussion zu dem Thema.

P.S. Irgendwie fällt mir in dem ganzen Zusammenhang gerade Jakob Nielsens letzte „Alertbox“ ein: Guesses vs. Data as Basis for Design Recommendations. Definitiv mal wieder ein lesenswerter Artikel, meiner Meinung nach.

2 Gedanken zu „Ganzheitliche Website-Optimierung: Die sinnvolle Kombination von qualitativen und quantitativen Usability- und Marktforschungsmethoden

  1. Horst Wigger

    Wir hatten schon in einigen Projekten das Glück, unsere Kunden von den Vorteilen einer Kombination von qualitativen und quantitativen Usabilitymethoden überzeugen zu können. Mit sehr guten messbaren Erfolgen. Wie erfolgreich dieses Vorgehen ist, hat auch Google erkannt und das Conversion Professional Programm gestartet. Diese Initiative hat ausdrücklich die Kombination von qualitativen und quantitativen Methoden als USP. Wir sind sehr gespannt auf die Projekte, die wir jetzt hoffentlich im Rahmen dieses Programmes machen können. Die ersten Kundenreaktionen sind sehr ermutigend.

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  2. Thorsten Wilhelm

    Kann ich auch alles nur „unterschreiben“, es braucht eine Methodenkombination um das Optimum zu finden; das ist für mich auch einer der entscheidenden Punkte warum es eben nicht ausreicht nur AB- oder Multivariate Tests zu fahren: Man weis nämlich niemals, ob man wirklich die optimale Variante (z. B. im Sinne der Conversion Rate) gefunden hat, und auch nicht, warum eine Variante gewonnen hat. Dieses Informationen und Sicherheit geben andere Methoden. AB- oder Multivariate Tests stellen für die dann eine finale Erfolgskontrolle dar, und messen Verhaltens-/Umsatzeffekte als finale Zielgrößen. Ein Optimierung der diesen Zielgrößen vorgelagerten Ziele kann über AB- oder Multivariate Tests nicht erreicht werden.

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