Mobile Shopping – neue Umsatzpotenziale für Versandhändler?

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Bei der mobilen Internet-Nutzung dominieren nach wie vor Kommunikations-, Informations- und Unterhaltungsmotive.

Auch so genannte Geokoordinaten-Dienste (wie z. B. Web Map Services, Navigationsdienste) sind gefragt – sie werden von jedem Dritten „mobilen Internet-Nutzer“ zumindest gelegentlich genutzt.

Immerhin 28,8% greifen von unterwegs auch schon mal auf Online-Shops zu, nutzen die Inhalte & Services von Reiseportalen (31%) und schauen sich auf Ticketing-Portalen um (28,1%).

Das sind die zentralen Ergebnisse einer Befragung von 600 deutschsprachigen Webnutzer/-innen die im Juni 2009 über den eResult Omnibus durchgeführt wurde. Befragt wurden Webnutzer/-innen, die (auch) über mobile Endgeräte auf das Internet zugreifen – und das mindestens gelegentlich (n=186).

„Wann und warum informieren Sie sich von unterwegs über Produkte?“

Das war eine weitere Fragestellung im Rahmen der DMC – Im Focus Studie 07.

Eines der interessantesten Ergebnisse:
49,5% sind schon mal mobile „online“ gegangen um das Preis-Leistungsverhältnis gegenüber dem stationären Handel zu erfahren. Sprich: Sie haben über ihr mobiles Endgerät nach Preisinformationen auf Online-Shops und/oder Preisvergleichsportalen gesucht – während sie sich im Ladengeschäft Produkte angesehen haben.

Das wird nicht jedem stationären Händler gefallen; aber aus meiner Sicht werden sich Applikationen für Preisvergleiche dauerhaft durchsetzen. Der stationäre Handel kann darauf nur reagieren, verhindern wird er so was wohl kaum.

Eine weitere Fragestellung war:
„Warum nutzen Sie das mobile Internet (noch) nicht?“

Neben Kosten und fehlenden Funktionen beim eigenen Endgerät gaben immerhin 3 von 4 an, dass sie davon ausgehen, dass die Darstellung der Sites nicht für mobile Endgeräte optimiert ist.
Ähnlich viele „Verweigerer“ führen erwartete Bedienungsprobleme aufgrund zu kleinen Tasten als Gründe für eine Nicht-Nutzung an.

Hier sind Unternehmen, Design- und Usability-Agenturen dringend gefordert Abhilfe zu schaffen. Sie müssen sich mit den Anforderungen, Erwartungen und Verhaltensweisen „mobile Internet-Nutzer“ auseinandersetzen und auf dieser Basis nutzergerechte Sites für mobile Endgeräte konzipieren. Nur so kann verhindert werden, dass sich solch negativen Ansichten und Erwartungen dauerhaft halten und langfristig etablieren. Das wäre das sichere Ende (auch) für den zweiten mobile Commerce Boom, der aktuelle vorhanden ist.

Vollständiger Ergebnisband kostenlos herunterladen:
Die vollständigen Ergebnisse der DMC Im Focus Studie 07 „Mobile Shopping: Pausenfüller oder Umsatzpotenzial für Versandhändler“ können in der DMC Download-Area kostenlos herunter geladen werden. Es ist lediglich eine Registrierung erforderlich.

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