Shopping-Tour mit dem iPhone – ein kleiner Erfahrungsbericht (Jungstil, Chanel,…)

Heute habe ich mich einmal gefragt, was es derzeit so in Sachen Mode/Shopping/Inspiration alles auf dem iPhone gibt. Ich habe mich also auf die Suche nach dem „Top-Einkaufserlebnis“ begeben.

Hier muss man ja direkt wieder unterscheiden: Surfe ich einfach nur mit dem Safari und schaue mir die Websites von Online-Shops an, wie sie mir auch normalerweise auf dem PC angezeigt werden. Steuere ich Online-Shops wie beispielsweise amazon.de an, die eine fürs iPhone (und andere mobile Endgeräte) optimierte Oberfläche anbieten oder aber, lade ich mir eine alleinstehende „iPhone-App“ runter, die speziell auf das iPhone ausgelegt ist.

jungstil1Ich habe mich für letzteres entschieden und bin bei der Jungstil-Applikation des gleichnamigen Online-Shops hängen geblieben. Schon allein aus dem Grund, weil man sonst nicht wirklich viel Alternativen findet. Die Produktpalette spricht vor allem junge Nutzer an, was mich jedoch nicht davon abgehalten hat zu schauen, wie die ganzen Interaktions-/Bedienungsmöglichkeiten bei Jungstil umgesetzt wurden.

Und ich muss sagen, dass ich nach einer kurzen Eingewöhnungsphase stark begeistert war. So muss Mode präsentiert werden. Geradezu spielerisch kann ich in die Produktpalette anhand eines riesigen Mode-Mosaiks (vergleichbar mit browsegoods.com auf dem PC) hinein zoomen. Dazu benötigt man lediglich die iPhone-Geste „pinch open“ (Spreizen zweier Finger auf dem iPhone). Für Entschlossene reicht auch der „double tap“ (zweimal schnell auf das anvisierte Produkt klicken), um direkt zum Produkt der Wahl zu gelangen bzw. um fokussiert hinein zu zoomen.

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Die Produktdetails selbst befinden sich auf der „Rückseite“ der rangezoomten Produktabbildung. Eine schöne Idee dieser Kartenmetapher, der ja beim iPhone auch sonst oft zum Einsatz kommt. Kennt man auch vom Otto Vista-Shop her. Auf der „Produktdetailkarte“ habe ich nun die Möglichkeit mir die Artikelkurzbeschreibung durchzulesen, die Größe und die Ausführung des Artikels per „picker“ auszuwählen.
Super gelöst finde ich die Möglichkeit mir weitere Bilder in der Gallerieansicht anzuschauen (Blättern per einfachem „Wischen“ bzw. „drag“ über das Display). Darüber hinaus bietet jedes Produkt auch ein Video. Hier kann ich per iPhone-Player mein gewünschtes Kleidungsstück in „Aktion“ sehen.

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Bei so einer einfachen und interaktiven Bedienung macht Shopping doch mal richtig Spaß. Die Jungstil-App bietet aber neben der üblichen Shopping-Funktion – inkl. Warenkorb(!) – noch weitere Features für das kurze Surfen „zwischendurch“. So kann man verschiedene Community-Bereiche aufsuchen. Beispielsweise „Stilschnack“, wo Fashion Victim Andi per Videocast verrät welche Farben kombiniert erst richtig wirken und welche Accessoires unverzichtbar sind.

Voraussetzung für den ganzen Spaß ist jedoch eine schnelle Datenverbindung, denn mit einer lahmen Leitung hat man das Nachsehen beim Laden der aktuellen Produkte.

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Wer sich die App einmal genauer anschauen möchte, findet sie auf der Jungstil-Website oder direkt im App-Store.

chanel1Eine andere, nette App möchte ich noch kurz erwähnen, und zwar die von Chanel. Der Luxus-Mode-Hersteller bietet ebenfalls eine App zum Download an. Jedoch mit dem Unterschied, dass alle Daten, bis auf die News einmalig (bzw. danach per Update) heruntergeladen werden müssen. Immerhin 45 MB(!). Die Qualität der Video-Modeschauen und der Produktabbildungen sind dadurch natürlich top.
Ein nettes Feature beim Durchblättern der Produktbilder (auch per Slideshow möglich) ist das Kippen des iPhones. So sieht man weitere (Detail-)Abbildungen des jeweiligen Outfits.

Jetzt kann man natürlich viel diskutieren, ob eine iPhone-App nicht zu speziell ist und nur eine geringe Reichweite hat in Bezug auf die anvisierte Zielgruppe. Aber mal ganz ehrlich, eine optimierte amazon.de-Website auf dem iPhone macht doch alles andere als Spaß. Sie ist aufs Wesentliche reduziert, funktionell – aber Mode verkaufen kann man damit sicherlich nicht gut.

Ich bin gespannt, was sich in Zukunft noch alles auf dem iPhone in Sachen Mode tut. Man kann ja beispielsweise noch „schütteln“, oder nicht? Hat irgendjemand einen guten Vorschlag, wie man dies in Verbindung mit Mode verbinden kann?
Oder habe ich bereits bestehende Apps total übersehen?

3 Gedanken zu „Shopping-Tour mit dem iPhone – ein kleiner Erfahrungsbericht (Jungstil, Chanel,…)

  1. Thorsten Wilhelm

    Vielen Dank für die anschaulichen Einblicke – auch für einen „nicht iPhone“ Nutzer. Finde ich sehr interessant was da so alles geht. Eine Frage zum „Doppelklick“ – Ist so was bei / für iPhone Applikationen üblich?

    Antworten

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