Kombinieren geht über (an-)probieren – die Slot Machine für Mode

Ziel im E-Commerce ist ja zunächst einmal den Nutzer zum Kunden zu machen. Was ist der nächste Schritt? Richtig, ihn mehr kaufen zu lassen. Doch wie stellt man das am geschicktesten an, ihn gleich mehrere Produkte auf einmal in den Warenkorb legen zu lassen, also z.B. nicht nur eine Hose sondern gleich ein ganzes Outfit? Bei uns intern läuft diese Idee ganz plakativ unter dem Titel „einarmiger Bandit“. Also eine Art Slot Machine, die aus vielen verschiedenen Artikeln ein Outfit zufällig zusammenwürfelt.

Natürlich kann man dann diesen zufälligen Vorschlag selbst verändern und einzelne Kleidungsstücke austauschen. (…gab es da nicht auch so ein Kinderspiel, wo man verschiedenfarbige Clowns zusammensetzen musste?)
Also insgesamt ein spielerischer Ansatz, um sich ein Outfit aus mehreren Teilen zusammen zu stellen, was sich positiv auf den Joy of Use des Shops sowie das Stöberpotenzial auswirkt. Großen Bedarf sehe ich hier für spezielle Anlässe, sagen wir, ich bin auf einer Hochzeit eingeladen und muss/darf mich mit Bluse, Kleid und Schuhen eindecken.

Ich hatte vor kurzer Zeit bereits ein Bademoden-Special bei landsend.com entdeckt , wo es galt, Damenober- und Unterteile zusammen zu stellen: The Island. Sehr ansprechend umgesetzt meiner Meinung nach. Urlaubsfeeling und Inspiration pur.

Bademode
Bademode kombinieren bei landsend.com

Ein Beispiel, dass sich auf mehrere Kombinationsmöglichkeiten erstreckt, existiert bei wenz.de – dort wird dieses gleich mit einer virtuellen Anprobe kombiniert (auch hier im Blog schon diskutiert). Dies ist aber meiner Meinung nach nicht zwingend nötig (ich denke mal auch recht aufwändig) – was zählt, ist der Gesamteindruck, passen die ausgewählten Kleidungsstücke zusammen. Dies kann ich sonst auf den Produktdetailseiten ja nicht erkennen kann, da immer nur ein Produkt im Vordergrund steht. Der wichtigste Button befindet sich dann übrigens ganz unten links „Kombination bestellen“.

wenz.de
Kombinieren bei wenz.de

Kennt jemand noch einen Shop, der ein solches Kombinieren aus verschiedenen Kategorien ermöglicht? Oder einen weitere Thematik, wo ihr euch das schon immer mal gewünscht habt?

2 Gedanken zu „Kombinieren geht über (an-)probieren – die Slot Machine für Mode

  1. Martin Beschnitt

    Ich hätte noch den Brigitte-Stylecoach (http://stylecoach.brigitte.de), dessen Ansatz bzw. Intention gerinfügig anders, aber dennoch nennenswert ist.

    Und: Warum stellt man nicht einfach mal einen Warenkorb bzw. einen Merkzettel in einem Mode-Online-Shop wie bei http://www.polyvore.com dar? Hier kann ich doch dann auch relativ einfach schauen, ob der Gesamteindruck der ausgewählten Stücke „passt“. Dies dürfte auch definitv einfach zu realisieren sein, da die freigestellten Produktabbildungen bestenfalls nicht noch einmal angepackt werden müssen. D.h. ich kann das ganzes Sortminet und nicht nur ausgewählte Stücke mixen.

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  2. Pingback: Die Katze im Sack kaufen? Ohne mich! | usabilityblog.de

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