Twitter-Usability: Wie einfach ist Twitter bedienbar?

Twitter Logo

Ganz einfach, oder?
Leider nicht ganz richtig, jedenfalls aus Nutzersicht.

Aber der Reihe nach…
Um die Nutzungsfreundlichkeit von Twitter zu beleuchten, haben wir 600 Webnutzer/-innen (eResult Omnibus) danach gefragt, ob ihnen der Begriff Twitter geläufig ist und was sich dahinter genau verbirgt.

Ergebnis
Jeder zweite deutschsprachige Webnutzer (genau: 50,2%) kennt Twitter und weiß welche Möglichkeiten diese Web-Anwendung bietet.

Die Kenner haben wir anschließend nach ihrer Nutzung befragt: 9,6% gaben dabei an, dass sie bereits seit mehr als einem Monat „twittern“, 8% sind erst wenige Tage bis zu einem Monat dabei und der Rest (82,4%) „twittert“ (noch) nicht.

Kommen wir jetzt zum entscheidenden Ergebnis unserer Studie – der Nutzungsfreundlichkeit von Twitter.

Twitter ist…

  • sehr einfach bedienbar – diese Ansicht sind 41,4%
  • einfach bedienbar – ebenfalls für 41,4%
  • nicht einfach bedienbar – das gaben 13,8% an
  • überhaupt nicht einfach bedienbar – 3,4%

(Basis: n=29 Personen von 600 – diese 29 gaben an, dass sie Twitter und dessen Funktionen kennen und bereits seit mehr als einem Monat „twittern“)

Potenzial nach oben vorhanden – denke ich. Denn sooo viele Funktionen bietet Twitter in der aktuellen Version ja noch nicht.

Was kann man bei Twitter in Bezug auf die Usability verbessern?

Als Nutzer mit aktuell 150 tweets und einer Nutzungserfahrung von mehr als einem Monat kann ich auf diese Fragen ganz klar mit: „Die Bedienung und Funktion der Suche „Find People“!“ antworten.

Ich habe das Gefühl, dass diese Suche nur die Bezeichnungen der Accounts durchsucht, aber keinesfalls die Angaben zu den Personen in den Profilen. Ist doch irgendwie „beschränkt“, wie soll man da auf einfach Weise Nutzer, Bekannte und Kunden finden?
Ich mach das derzeit immer so, dass ich mich bei XING einwähle, dort nach den Personen suche und dann in deren XING-Profilen schaue, ob sie einen Twitter-Account haben. Umständlich 🙁 – eigentlich nur gut für XING.

Wie sind eure Erfahrungen mit der „Twitter-Usability“? Was kann Twitter besser machen? Wo gibt es Dinge, die euch in Bezug auf die Bedienung sehr gut gefallen?

9 Gedanken zu „Twitter-Usability: Wie einfach ist Twitter bedienbar?

  1. Harald

    Ja, die Suche nach Twitter-Nutzern ist ein echtes Manko und sicher einer der Hauptgründe dafür, dass Verzeichnisse wie http://wefollow.com an den Start gegangen sind.
    Oftmals werde ich über die Follower/Following-Listen von anderen Nutzern auf interessante Twitter-Profile aufmerksam oder über die Verlinkung in Blogs o.ä. Auch die Suche von Twitter http://search.twitter.com hilft manchmal.
    Ansonsten würde ich mich aber der ersten Gruppe der Befragten anschließen und sagen, dass das Twitter-Interface „sehr einfach bedienbar“ ist.

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  2. Anja Weitemeyer

    Ja, mit der Suche hab ich auch noch keine großen Erfolgserlebnisse gehabt. Aber mal was Positives, wo ich auch gleich wieder einen Vergleich zu Xing ziehen kann: Ich finde es super, dass man zunächst locker drauflos schreiben kann, und im Nachhinein dann auf 140 Zeichen kürzt. Möchte ich bei Xing jemanden hinzufügen, werden automatisch die letzten Buchstaben der Nachricht abgeschnitten, weil auch hier nur eine bestimmte Zeichenanzahl erlaubt ist.
    Gut finde ich auch die Personalisierbarkeit der eigenen Seite.

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  3. Dr. Reinhard Goy

    Moin!
    Twitter an sich ist sicherlich einfach zu bedienen, doch die unüberschaubare Anzahl an Zusatzprogrammen und Tools ist sicherlich eine Herausforderung, zumal fast alles auf englisch ist. Die 2. Herausforderung für viele ist es auch Twitter effektiv und zielgerichtet zu nutzen (wer das will) und eben nicht nur einfach so drauflos zu schreiben. Zum Glück gibt es ja auch schon reichlich deutsche Hilfen und Literatur, die weiterhilft.
    Ich kann nur jedem raten sich mit Twitter auseinanderzusetzen. Es macht Spaß, ist schnell, informativ und wirkungsvoll.
    Also, man twittert sich … DocGoy

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  5. Horst Wigger

    Auf Anhieb fallen mir zwei Features ein, die twitter verbessern würden:
    1. Bei Replies sollte ein Verweis darauf sein, auf welchen Beitrag sich ein Reply bezieht (das ist z.B. bei bleeper.de gut gelöst).
    2. Wenn man längere Threads liest, dann liest man von unten nach oben. Darum sollte auch oben auf der Seite die Blätterfunktion angeboten werden (das ist auch bei bleeper oder yammer nicht gut gelöst).

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  6. Harald

    @Horst: Aber bei den Replies gibt es diesen Verweis, er ist zwar nicht sofort erkennbar, aber da steht i.d.R. „in reply to …“, was klickbar ist und normalerweise zu dem Tweet führt, auf den Bezug genommen wird.

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  7. Horst Wigger

    @Harald Danke für den Hinweis – das hatte ich bisher übersehen. Dabei nutze ich twitter recht intensiv… (who’s to blame?). Es scheint aber auch nicht 100% zu funktionieren. Hab mal quergesurft: Bei einigen Clients geht es, bei anderen nicht (v.a. mobil). Habe aber auch schon Tweetdeck Replies vom gleichen Nutzer gesehen, bei denen „in reply to…“ einmal angezeigt wurde und ein anderes Mal nicht.

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  8. Thorsten Wilhelm

    Hallo zusammen, vielen Dank für euere zahlreichen Kommentare und Antworten. Ihr habt mich „motiviert“ mal eine fundierte Usability-Analyse mit Twitter durchzuführen … darauf freue ich mich sehr, über die Ergebnisse werde ich natürlich auf Usabilityblog.de berichten.

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  9. Pingback: Interview mit Sebastian Weiss (SF eBusiness GmbH) zu den Themen Social Media, Trends und Usability von Social Media Anwendungen | usabilityblog.de

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