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	<title>Kommentare zu: Fragen an Christoph Anders: Was Sie schon immer mal über Eyetracking wissen wollten</title>
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	<description>Usability-Wissen, Methoden &#38; Verfahren, Studien und Trends</description>
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		<title>Von: Thorsten Wilhelm</title>
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		<dc:creator>Thorsten Wilhelm</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 13:06:55 +0000</pubDate>
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		<description>Vielen Dank für die gehaltvolle und sehr nützliche Antwort</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank für die gehaltvolle und sehr nützliche Antwort</p>
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		<title>Von: Aufmerksamkeitsstarke HTML-Mails, Neues Abmeldeverfahren, Eyetracking&#8230; und mehr! Linktipps 107 &#171; Direktmarketing Blog</title>
		<link>http://www.usabilityblog.de/2009/09/fragen-an-christoph-anders-was-sie-schon-immer-mal-uber-eyetracking-wissen-wollten/#comment-1079</link>
		<dc:creator>Aufmerksamkeitsstarke HTML-Mails, Neues Abmeldeverfahren, Eyetracking&#8230; und mehr! Linktipps 107 &#171; Direktmarketing Blog</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 06:00:05 +0000</pubDate>
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		<description>[...] - Was Sie schon immer mal über Eyetracking wissen wollten  [...]</description>
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		<title>Von: Christoph Anders</title>
		<link>http://www.usabilityblog.de/2009/09/fragen-an-christoph-anders-was-sie-schon-immer-mal-uber-eyetracking-wissen-wollten/#comment-1064</link>
		<dc:creator>Christoph Anders</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 17:55:08 +0000</pubDate>
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		<description>Eine sehr interessante Thematik. Ich höre immer mal wieder die Meinung, man könnte auf Eyetracking bei Websites verzichten, da die Blickverläufe ähnlich wie bei Printprodukten z. B. Anzeigen wären. Dieser Meinung muss ich jedoch widersprechen. Es handelt sich um zwei unterschiedliche Medien, sowohl in der Art der Gestaltung als auch in der Nutzungssituation.

Eine Printanzeige ist meist (mal abgesehen von großformatigen Tageszeitungen, die gefaltet werden können) vollständig vom Betrachter erfassbar. An das Layout z. B. einer Zeitschrift hat sich ein Nutzer schnell gewöhnt, der Blickverlauf wird gespeichert (s. g. Scanpath). Bilder werden vor Headlines betrachtet und der Großteil der Aufmerksamkeit fällt auf Bilder. Insbesondere Gesichter ziehen Blicke an und steuern den Blickverlauf.

Auch auf Websites ziehen Gesichter die Blicke an. Das wäre eine gemeinsame Erkenntnis, jedoch eine von sehr wenigen. Denn auch der Blickverlauf einer bestimmten Website wird vermutlich von den Nutzern gespeichert (scanpath theorie), allerdings unterscheidet sich eine Website in der Nutzungssituation grundlegend von einer Printanzeige. Auch die Gestaltung ist unterschiedlich. So kann  eine Website zunächst in zwei Bereiche unterteilt werden, den sofort sichtbaren und den nicht sichtbaren Seitenbereich, der erst durch das Scrollen erreicht wird. Alles was sich unterhalb (below the fault) befindet, erhält eher wenig Aufmerksamkeit von den Internetnutzern. 

Darüber hinaus befinden sich viel mehr Elemente auf einer Website als auf einer Printanzeige, z. B. Menü- und Navigationselemente, Websitetools, Formularfelder usw. Der Textanteil ist deutlich höher und audiovisuelle Elemente wie Bewegtbilder, Videos und Interaktionselemente sind zusätzlich vorhanden. Es liegt eine High-Involvement-Kontaktsituation vor, d. h. der Einbindungsgrad des Nutzers in die kommunikative Situation mit der Website ist sehr hoch. Websites werden vom Nutzer auch viel länger betrachtet als eine Printanzeige, die Kontaktdauer ist also deutlich höher.

All diese Aspekte beeinflussen den Blickverlauf auf Websites und machen es daher nicht möglich, die Erkenntnisse aus Blickverlaufsstudien zu Printanzeigen auf Websites zu übertragen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine sehr interessante Thematik. Ich höre immer mal wieder die Meinung, man könnte auf Eyetracking bei Websites verzichten, da die Blickverläufe ähnlich wie bei Printprodukten z. B. Anzeigen wären. Dieser Meinung muss ich jedoch widersprechen. Es handelt sich um zwei unterschiedliche Medien, sowohl in der Art der Gestaltung als auch in der Nutzungssituation.</p>
<p>Eine Printanzeige ist meist (mal abgesehen von großformatigen Tageszeitungen, die gefaltet werden können) vollständig vom Betrachter erfassbar. An das Layout z. B. einer Zeitschrift hat sich ein Nutzer schnell gewöhnt, der Blickverlauf wird gespeichert (s. g. Scanpath). Bilder werden vor Headlines betrachtet und der Großteil der Aufmerksamkeit fällt auf Bilder. Insbesondere Gesichter ziehen Blicke an und steuern den Blickverlauf.</p>
<p>Auch auf Websites ziehen Gesichter die Blicke an. Das wäre eine gemeinsame Erkenntnis, jedoch eine von sehr wenigen. Denn auch der Blickverlauf einer bestimmten Website wird vermutlich von den Nutzern gespeichert (scanpath theorie), allerdings unterscheidet sich eine Website in der Nutzungssituation grundlegend von einer Printanzeige. Auch die Gestaltung ist unterschiedlich. So kann  eine Website zunächst in zwei Bereiche unterteilt werden, den sofort sichtbaren und den nicht sichtbaren Seitenbereich, der erst durch das Scrollen erreicht wird. Alles was sich unterhalb (below the fault) befindet, erhält eher wenig Aufmerksamkeit von den Internetnutzern. </p>
<p>Darüber hinaus befinden sich viel mehr Elemente auf einer Website als auf einer Printanzeige, z. B. Menü- und Navigationselemente, Websitetools, Formularfelder usw. Der Textanteil ist deutlich höher und audiovisuelle Elemente wie Bewegtbilder, Videos und Interaktionselemente sind zusätzlich vorhanden. Es liegt eine High-Involvement-Kontaktsituation vor, d. h. der Einbindungsgrad des Nutzers in die kommunikative Situation mit der Website ist sehr hoch. Websites werden vom Nutzer auch viel länger betrachtet als eine Printanzeige, die Kontaktdauer ist also deutlich höher.</p>
<p>All diese Aspekte beeinflussen den Blickverlauf auf Websites und machen es daher nicht möglich, die Erkenntnisse aus Blickverlaufsstudien zu Printanzeigen auf Websites zu übertragen.</p>
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		<title>Von: Thorsten Wilhelm</title>
		<link>http://www.usabilityblog.de/2009/09/fragen-an-christoph-anders-was-sie-schon-immer-mal-uber-eyetracking-wissen-wollten/#comment-1063</link>
		<dc:creator>Thorsten Wilhelm</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 13:54:56 +0000</pubDate>
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		<description>Worin unterscheiden sich Blickverläufe auf Websites eigentlich von denen auf z. B. Anzeigen? Gibt es da gemeinsame Regeln und Erkenntnisse: Z. B. Bild zuerst und dann Text? Oder sind die Medien / Nutzungssituationen einfach zu unterschiedliche, als dass man Erkenntnisse aus der Analyse von Blicken auf Anzeigen auf Websites übertragen? LG</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Worin unterscheiden sich Blickverläufe auf Websites eigentlich von denen auf z. B. Anzeigen? Gibt es da gemeinsame Regeln und Erkenntnisse: Z. B. Bild zuerst und dann Text? Oder sind die Medien / Nutzungssituationen einfach zu unterschiedliche, als dass man Erkenntnisse aus der Analyse von Blicken auf Anzeigen auf Websites übertragen? LG</p>
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