Imagery III – Teil 3 Wo sollte Werbung nicht stehen

In diesem dritten und letzten Teil der Serie werden die Ergebnisse der Imagery III-Studie zum Element Werbung dargestellt.

Die Erwartung von Werbung auf Internetauftritten hat sich im Gegensatz zu 2003 und 2005 im Jahre 2009 deutlich verändert. So gaben 2003 noch 44,9 % an, Werbung gehöre zu einem Internetauftritt. 2005 war dies mit einer Zustimmung von 44,4 % nahezu gleich. Im Jahre 2009 jedoch erwarten 48,5 % diese auf einer Webseite. Bedeutende Veränderungen kann man ebenfalls für die Positionierung von Werbung feststellen.

Erwartete Platzierung von Werbung 2003, 2005 und 2009

Abb.: Erwartete Platzierung von Werbung 2003, 2005 und 2009

Während 2003 und 2005 Werbung im oberen Seitenbereich „vermutet“ wurde (Zelle 2-4), hat sich 2009 die Erwartungshaltung deutlich verschoben. Nun erwarten Webnutzer werbliche Hinweise am rechten Seitenrand (Zelle 10, 15, 20). Neue Werbeformen wie z.B. Skyscraper und Cross/-Up-Selling in Online-Shops haben diese Veränderungen in der Erwartungshaltung sicherlich hervorgerufen.

Wie bereits in Teil 2 – Wo suchen die Nutzer die Suche ausgeführt, lautet die Empfehlung für Designer und Konzepter: „Positioniert funktionelle und inhaltlich relevante Links dort, wo sie von den meisten Webnutzern erwartet werden.

Ausnahme: Motivationale Elemente, die aus Sicht der meisten Webnutzer keine besondere Relevanz für die Nutzung einer Website haben wie z.B. Werbung. Werbung sollte, damit sie auffällt und wahrgenommen wird, dort erscheinen, wo sie nicht erwartet wird. Dann ist die „Überraschung“ am größten und es steigt die Chance, dass Werbung zumindest kurz angesehen wird.

Eine kostenlose Version mit ausgewählten Ergebnissen der Studie kann unter folgender Adresse heruntergeladen werden: Imagery III: Erwartungskonforme Website-Gestaltung – Ergebnisse einer Längsschnittanalyse (2003 bis 2009)

Der komplette Studienband kann auf folgender Seite bestellt werden: Imagery-Studie III

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Ein Gedanke zu „Imagery III – Teil 3 Wo sollte Werbung nicht stehen

  1. Patric Schmid

    „…Dann ist die „Überraschung“ am größten und es steigt die Chance, dass Werbung zumindest kurz angesehen wird…“

    Die Frage ist dann noch „Wie qualitativ gut sind Leads die SO generiert wurden?“ – vor allem da ich den Nutzer quasi „veräppelt“ habe… Müsste man mal per AB-Splittest rausfinden.

    Antworten

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