Positive Umsetzung der Suchfunktion auf Tourismusportalen – Kunden mit innovativen Tools begeistern

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pixelio / @Sabine Moosmann

Die Ergebnisse einer eResult Kano-Studie zu Tourismusportalen zeigen – innovative Funktionen begeistern Kunden. Dies gaben fast 32% aller Befragten, mit Bezug auf die Möglichkeit ihre Reiseziele direkt über eine Landkarte auszuwählen, an. Weiterhin wissen wir aus vorhergegangenen Tests, dass mehr als 60% der Besucher von Reiseportalen gleich mit der Suche starten, ohne in die Rubriken zu gehen. Das heißt die Suchfunktion selbst, sowie ihre Funktionalität sind höchst wichtig.  Gut gemachte Umsetzungen können so gerade auf dem boomenden Reisemarkt weitere Kunden hinzugewinnen.

Dies trifft besonders auf den Kreuzfahrtsektor zu. Fast eine halbe Millionen Passagiere unternahmen von deutschen Häfen aus eine Schiffsreise, so eine Studie des Deutschen Reiseverbandes . Ein weiterer Anstieg wird auch durch die zunehmende Tendenz zu so genannten „Schnupperfahrten“ erwartet. Das noch viele potentielle Kunden darauf warten, für eine Seereise begeistert zu werden, zeigt sich auch darin, dass bisher gerade einmal 1 Prozent der Deutschen überhaupt an mindestens einer Kreuzfahrt teilnahmen.

Hier stellt sich aber nicht nur die Frage nach einer attraktiven Angebotsgestaltung für Neulinge, sondern auch einer einfachen, ansprechenden und innovativen Darstellung von Angeboten auf der Onlinepräsenz von Kreuzfahrtgesellschaften. Schließlich reicht es nicht nur aus, ein gutes Angebot zu machen, es muss auch verkaufsfördernd präsentiert werden. Wie werden nun relevante Informationen bereitsgestellt und wie ist die Suche nach Fahrten gestaltet? Ein Beispiel für eine unserer Meinung nach gelungene Umsetzung dürfen wir Ihnen heute präsentieren.

Fündig wurden wir auf Aida Cruises – der Nummer Eins in Deutschland. Besonders gefällt die Übersichtlichkeit, hervorgerufen durch das innovative Kartentool der Reisezielsuche:

Sehr schön – neben der klassischen Suchmaske kann man potentielle Reiseziele per Klick über eine Weltkarte eingrenzen. Auch die darauf folgende detaillierte Reisezielsuche weiß zu überzeugen. Hier wird die Detailkarte der angewählten Region sichtbar, aus der durch Auswahl des Zielhafens passende Angebote generiert werden können.

Das zeigt, dass nicht nur das Produkt selbst, sondern auch dessen Präsentation bei der Suche angenehm und leicht zugänglich gestaltet werden kann. Somit werden, zumindest aus Usabilitysicht, dem potentiellen Kunden keine Steine in den Weg gelegt und ihm eine frische Art der Suche angeboten.

Wie beurteilen Sie das vorgestellte Beispiel? Sind Sie anderer Meinung oder kann das Dargestellte auch in andere Zusammenhänge übertragen werden – z.B. auf Onlineshops? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar!

5 Gedanken zu „Positive Umsetzung der Suchfunktion auf Tourismusportalen – Kunden mit innovativen Tools begeistern

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  4. Christian

    Hallo Herr Bloy, um direkt auf Ihre letzte Frage einzugehen… Ja es kann! Das Thema Search bzw. After-Search-Navigation ist im klassischen E-Commerce bereits höher priorisiert und hat aufgrund einer starken ROI-Betrachtung mehr Relevanz. In der Touristik ist die Zurückhaltung zu diesem Thema oft noch größer, da viele eine Schwierigkeit dabei sehen, nicht zwingend eigenen Content mit/durch Suchfunktionen zu veredeln. Dem ist aber nicht so. So transportieren wir unser Online-Shop Know-how durchaus erfolgreich in Travel E-Commerce Lösungen. Und das beschränkt sich nicht nur auf die Such-Technologie sondern beinhaltet auch die Produktpräsentation und -verpackung.
    Interessant wäre mal von Aida zu erfahren, ob die Buchungen über diesen Einstieg sich erhöht haben bzw. User schneller zu überzeugen sind.
    Viele Grüße und weiterhin spannende Beiträge,
    Christian

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  5. Sebastian Bloy

    Hallo Christian,

    Danke für diesen erhellenden Kommentar! Ich stimme Ihnen zu, dass die gesamte „Verpackung“ stimmen muss. Nutzer reagieren sensibel auf inhaltliche und designbezogene „Brüche“. Vielleicht herrscht immer noch der allgemeine Grundsatz, dass z.B. die Suche ein Werkzeug und damit primär nützlich sein muss. Alles was den Anschein der Nützlichkeit nicht mitträgt, z.B. Designelemente, werden dann lieber vernachlässigt. Nur eine Vermutung meinerseits.

    Viele Grüße

    Sebastian Bloy

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