Die Katze im Sack kaufen? Ohne mich!

Jetzt kurz vor Weihnachten steht Online-Shopping ganz hoch im Kurs. Auch Personen, die ansonsten eher verhalten den virtuellen Warenkorb auf den unzähligen verfügbaren Seiten nutzen, haben nun Interesse, gemütlich von zu Hause aus einzukaufen, statt die überfüllten Innenstädte aufzusuchen. Doch wie kann man diese Personen gezielt bei der Kaufentscheidung unterstützen und den Nutzer tatsächlich zu einem Kunden machen?

Als eines der wichtigsten Kriterien sehe ich in diesem Zusammenhang die Produktabbildung. Ich möchte vorher möglichst genau sehen, was ich denn bestelle, um mich vor Fehlkäufen und Enttäuschungen zu schützen. So hoffe ich auch, das Risiko des „Nicht-Anpassen-Können“, was ja online nun einmal besteht, auszugleichen. Bei Kleidungsstücken hat dieses sicher noch mal eine höhere Relevanz als bei Produkten aus dem Bereich Technik, aber generell gilt diese Regel schon sortimentsübergreifend.

Esprit.de ist aus meiner Sicht bei der Produktdarstellung vorbildlich: Bereits auf den Übersichtsseiten haben die Bilder eine gut gewählte Größe, es fällt leicht, einen Überblick zu bekommen. Der gute Eindruck bestätigt sich auf der Detailseite: 1. Zentral das ausgewählte Produkt, 2. weitere Ansichten direkt links daneben inklusive Detailausschnitten und 3. eine Zoommöglichkeit gibt es bei jedem Bild zusätzlich.

Produktabbildung Esprit.de
Produktabbildung Esprit.de

Mir bislang unbekannt war der horizontale Schieberegler zur Regulierung des Zoomfaktors, aber durchaus leicht bedienbar.

Anregungen, wie man dann einen neuen Kunden dazu bringt, mehr zu kaufen, wurde übrigens im Beitrag „Slot Machine für Mode“ bereits diskutiert.

Kennen Sie weitere gute Beispiele für Online-Shops, die durch außergewöhnlich gute Produktdarstellungen glänzen?

3 Gedanken zu „Die Katze im Sack kaufen? Ohne mich!

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  2. Mike

    naja, sehe da jetzt (bis auf 1-2 kleine spielereien) eigentlich nichts besonderes.
    ist doch eigentlich alles standart, oder seht ihr das anders?

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  3. Anja Weitemeyer Beitragsautor

    Hallo Mike, interessanter Kommentar, aus meiner Sicht belegt das hervorragend, wie die Ansprücher der Webnutzer und Online-Shopper in den letzten Jahren zugenommen haben. Man erwartet inzwischen Videos, virtuelle Anproben etc. so dass gut gemachte Basics niemanden mehr vom Hocker reißen sondern vorausgesetzt werden. Um das nachzuweisen, kommt die KANO-Analyse zum Einsatz. Dieser Effekt ist sicherlich bei Heavy-Shoppern noch stärker zu beoachten. Ich selbst würde mich eher noch bei den Gelegenheitsshoppern einordnen – und wahrscheinlich bin ich tagtäglich (arbeitsbedingt) mit so vielen schlechteren Beispielen konfrontiert, dass ich bei esprit den Hut ziehe. 😉
    Da fällt mir grad wieder eine Idee von Amazon ein, dass Nutzer hier selbst Fotos hochladen können – und zwar fand ich das besonders toll bei Kameras, wo mir natürlich kein weiteres Bild des Gehäuses hilft, sondern Bilder, die mit der Kamera aufgenommen wurden…
    Wo waren Sie denn das letzte Mal richtig begeistert von der Produktdarstellung?

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