Fragen an Jan P. Schultze: Was Sie schon immer mal über Online-Befragungstools wissen wollten

Wer kennt es nicht? Man surft im Internet und besucht ein paar interessante Websites. Plötzlich öffnet sich beim Aufruf eines Internet-Angebots ein kleines Fenster mit dem Titel „Ihre Meinung ist uns wichtig“ oder „Haben Sie kurz Zeit für ein paar Fragen?“.

Online-Befragungen sind heut zu Tage ein sehr wichtiges Instrument in der Marktforschung. Ich persönlich interessiere mich sehr für Möglichkeiten und Tools zur Durchführung von Online- bzw. Onsite-Befragungen. Aus diesem Grund stehe ich Ihnen heute auch für Ihre Fragen zu diesem Thema zur Verfügung.

Aber wozu braucht man überhaupt Onsite-Befragungen?

Die zentralen Vorteile von Onsite-Befragungen sind, dass man sehr schnell und relativ einfach wichtige Fragen für den Betreiber einer Website beantworten kann:
– Wer nutzt meine Website?
– Warum wird meine Website genutzt?
– Wie hat der Nutzer von meiner Website erfahren?
– Mit welchem Interesse kommt der Nutzer auf meine Website?
– Welche Merkmale bzw. persönliche Eigenschaften/Neigungen zeichnet mein Nutzer aus?

Die Antworten auf diese Fragen sind für die Ausrichtung und die Weiterentwicklung von Websites sehr entscheidend und können fast ausschließlich nur über eine Onsite-Befragung beantwortet werden. Um diese Fragen einfach und schnell „an den Nutzer“ zu bringen, bietet der Markt sehr viele Anbieter von verschiedenen Software-Lösungen (Online-Befragungstools) an.

In meinem Tätigkeitsbereich bei der eResult GmbH beschäftige ich mich sehr oft mit verschiedenen Software-Lösungen zur Durchführung von Online-Befragungen.

Der Markt von Online-Befragungstools ist in den letzten Jahren sehr stark gewachsen. Sehr viele Unternehmen bieten Tools an mit denen man Befragungen auf Website durchführen kann. Es lassen sich aber teilweise deutliche Unterschiede bezüglich Online-Befragungstools ausmachen. Zum Beispiel werden sehr unterschiedliche Preismodelle angeboten. Aber auch in Bezug auf die Bedienung, Handhabung und Weiterverarbeiten der Daten (Online-Reportings, Exportmöglichkeiten) gibt es sehr unterschiedliche Lösungen.

Über diesen Weg möchte ich mich gern für Ihre Fragen rund um das Thema Online-Befragungstools zur Verfügung stellen.

Ich freue mich auf Ihre Fragen.

2 Gedanken zu „Fragen an Jan P. Schultze: Was Sie schon immer mal über Online-Befragungstools wissen wollten

  1. Hans

    Guten Tag Herr Schultze, mich interessieren derzeit bestehende Möglichkeiten Onsite-Befragungen auf mobilen Endgeräten auszuliefern. Bei manchen Portalen/Plattformen kann ich mir durchaus vorstellen, dass man hier sehr viel über die derzeit noch recht unerforschte mobile „Zielgruppe“ lernen kann.
    Denn: Man hört ja immer wieder, dass man bei der Gestaltung mobiler Inhalte oder Websites noch viel mehr auf den jeweiligen Nutzungskontext und die Bedürfnisse des Nutzers eingehen muss, um ihm mit einer App einen wirklichen Mehrwert zu bieten.
    Was gibt es denn bei mobilen Befragungen zu beachten? Sind manche Skalen/Antworttypen nicht möglich bzw. nur schwer zu bedienen? Und gibt es schon die eierlegende Wollmilchsau, ein Tool, was direkt erkennt, ob es ein stationärer oder mobiler Zugriff ist und somit per CCS/Framework die richtig gestaltete befragung ausliefert?
    Fragen über Fragen. ich hoffe, ich halte Sie damit nicht von Ihrem geplanten Wochenende ab;-)

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  2. Jan Patrick Schultze Beitragsautor

    Guten Abend Hans,

    vielen Dank für Ihren wertvollen Beitrag und die interessanten Fragen zum Thema „Online-Befragungen auf mobilen Endgeräten“.

    Dieses Thema steckt sicherlich noch in den „Kinderschuhen“. Die großen Anbieter (z.B. Globalpark AG) haben diesen Bedarf aber bereits entdeckt und aufgenommen.

    Technisch sind einfache mobile Online-Umfragen heut zu Tage kein Problem mehr. Mit Smartphones oder Pocket-PCs können (X)HTML-Sites interpretiert bzw. dargestellt werden. So hat man die Basis/Grundvoraussetzung auch Online-Umfragen über solche Ausgabegeräte durchzuführen.

    In meinen Augen ist es schon noch eine Herausforderung eine Online-Befragung auch aus Usability-Aspekten optimal über mobile Endgeräte durchzuführen. Bei einer „normalen“ Online-Befragung hat man den gesamten Bildschirm (Standard: 1024×768 Pixel) zur Verfügung um Fragen und Antworten verständlich und eindeutig zu platzieren. Ein Bildschirm eines Smartphones lässt diesbezüglich nicht viel „Spielraum“…
    Wie Sie schon richtig festgestellt haben, muss man speziell beim Präsentieren von mobilen Inhalten (Fragen/Antworten) genau prüfen, wie man die Informationen anbietet. Beispielsweise sollten nicht zu viele Antwortvorgaben gestellt werden. Der Nutzer verliert hier schnell den Überblick, da er durch die Antwortliste scrollen muss. Auch die Fragestellungen sollten nicht zu komplex und lang formuliert sein.

    Offene Antwortmöglichkeiten, wie zum Beispiel Textfelder, können ganz gut in „mobilen Befragungen“ platziert werden. Die Eingabe erfolgt analog zum Schreiben einer SMS.

    Ratingskalen mit vielen Auswahlmöglichkeiten (6 oder 7stufig) oder Polaritätenprofile können hingegen nur unter etwas „Anstrengung“ vom Nutzer beantwortet werden. Man hat zwar die Möglichkeit mit den heutigen Smartphones in das Dokument (Fragebogen) Hinein- bzw. Hinauszuzoomen, aber hier sehe ich durchaus „Potential“ für Fehleingaben seitens des Nutzers.

    Einen interessanten Link kann ich Ihnen von Globalpark empfehlen:
    http://www.globalpark.at/produktuebersicht/methodische-erweiterungen/mobile-umfragen-mit-der-efs-mobile-extension.html

    Hier wird das „mobile Modul“ für das Befragungssystem von Globalpark vorgestellt und die Nutzung/Bedienung und die Einsatzmöglichkeiten erläutert.

    Zusammenfassend kann man sagen, dass das Thema „Online-Befragungen auf mobilen Endgeräten“ derzeit sehr in „Bewegung“ ist. Dies hängt natürlich auch direkt mit den Entwicklungen auf dem Markt der mobilen Geräte zusammen.

    Ich hoffe ich konnte Ihnen ein wenig weiterhelfen.

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