Fragen an Elske Ludewig zu Kundenblogs

kundenblogVor Kurzem hat Thorsten Wilhelm in seinem Beitrag „Bleiben Sie im Gespräch mit Kunden und Site-Besuchern – Fallbeispiel Frankonia Kundenblog“ über die Einsatzbereiche von Kundenblogs berichtet. Darin wurde außerdem das Beispiel des offenen Kundenblogs von Frankonia genannt.
Als Redakteurin und Betreuerin dieses Blogs möchte ich heute noch einmal Gelegenheit geben, Fragen zu diesem Instrument und auch zum Beispiel von Frankonia zu stellen.

Ein Kundenblog kann entweder geschlossen (beschränkt auf einen bestimmten Teilnehmerkreis) oder offen (alle Internetnutzer können sich anmelden) betrieben werden. Bei der geschlossenen Variante erfolgt der Zutritt zu den Themen und Kommentaren nur nach Einladung – es werden also gezielt Teilnehmer rekrutiert. Ein offener Blog ist frei zugänglich. Jeder der die URL aufruft, kann die Beiträge lesen. Für die Kommentare gibt es verschiedene Möglichkeiten: lesen ohne oder mit Registrierung, schreiben ohne oder mit Registrierung, ohne oder mit Kontrolle und Freigabe, etc. Hier entscheidet die konkrete Ausrichtung des Blogs, die Einschätzung der Nutzerschaft und andere Faktoren. Offene Blogs bedürfen natürlich einer besonders sorgfältigen Pflege und klaren Zielen, Regeln und Absprachen, da der Ruf eines Unternehmens hierdurch unmittelbar beeinflusst werden kann (Stichwort: Reputation Management).

Hier noch einmal die konkreten Einsatzbereiche eines solchen Blogs in der Übersicht:

  • Erkennen von Wünschen und Anforderungen der Nutzer/Kunden
  • Einholen von Meinungen zu Ideen von Entwicklern
  • Beurteilung von Wireframes & Prototypen
  • Einholen von Anregungen und Ideen zur Weiterentwicklung eines Shops/einer Website

Auch wenn in einem solchen Blog kurze Abstimmungen integriert werden können, kann er natürlich nicht als ein Ersatz für repräsentative Befragungen gesehen werden. Der große Vorteil liegt jedoch in der Schnelligkeit, mit der Meinungen eingefangen werden können und in dem direkten Kontakt mit den Kunden. So ist es zum Beispiel möglich Rückfragen zu stellen oder die Kunden beim Austausch von Meinungen unmittelbar zu beobachten.

Abgesehen von den genannten Einsatzbereichen und Vorteilen: Sehen Sie noch weitere Möglichkeiten dieses Instrument zu nutzen? Gibt es vielleicht noch ganz andere Bereiche, in denen Sie sich einen solchen Blog vorstellen könnten? Oder sehen Sie auch Nachteile/Gefahren in einem solchen Blog?

Ein Gedanke zu „Fragen an Elske Ludewig zu Kundenblogs

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