Was ein gutes Baukastensystem für Websites ausmacht

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Das Aushängeschild einer Firma ist
heutzutage meist deren Website.
Hat man noch keine Website, kann
man damit entweder eine Agentur
beauftragen oder sich selbst eine
bauen.
Für den zweiten Fall gibt es eine
Menge Online-Baukasten Angebote,
welche schon für Anfänger geeignet
sind. Der Nutzer erstellt seine Website direkt online und die
Seite erscheint soim Netz, wie er sie entworfen hat.

Was von einer solchen Online-Anwendung erwartet wird und welche Anforderungen die Nutzer an sie haben konnten wir in verschiedenen Tests solcher Systeme von den Anwendern erfahren.
Zitate einiger Testpersonen:

„Ich erwarte eine Seite auf der ich mein Design zusammensetzen und mit Informationen, die ich für wichtig halte, füllen kann.“

„Wichtig ist mir große Flexibilität bei der Uploadmenge und der Gestaltung, sowie viele Hilfestellungen.“

„Ich hätte gerne eine Werkzeugleiste wie bei Programmen und ich möchte entscheiden welche Farbe ich nehme und wo mein Bild hin soll.“

Der Website-Baukasten von Jimdo vereint alle diese Erwartungen der Nutzer.
Die Homepage mit einer eigenen Domain kostet 5 Euro und bietet eine große Auswahl verschiedener Layouts die leicht an eigene Bedürfnisse angepasst werden können und Speicherplatz für ca. 12500 Bilder.

Wie einfach eine Website wirklich zu erstellen ist hab ich mir einmal angeschaut. Bis hin zu meiner eigenen Domain, eigenes Layout, mit meinem Namen, auf dem von mir gewählten Headerbild habe ich nicht länger als 15 Minuten benötigt.

Bild 2Headerbild-Auswahl

Dabei ist mir bereits eine Besonderheit aufgefallen. Es kann direkt in den Bereichen gearbeitet werden, die geändert werden sollen. Ist man also eingeloggt und fährt mit der Mouse über den Contentbereich, erscheinen links am Rand des jeweiligen Contentblocks die Möglichkeiten diesen zu verschieben, zu löschen und zu bearbeiten.

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Contentbereich

Ebenso kann durch Klick auf eine Plus-Icon ein neuer Block mit verschiedensten Inhalten integriert werden.

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Contentelemente

Anschließend kann man sich der Navigation und den Seiteninhalten widmen, was nach dem selben Prinzip, direkt im jeweiligen Bereich, funktioniert. Bei Aktivierung der Navigation durch Mouseover, öffnet sich ein Layer indem man beliebig viele Seiten anlegen, nach eigenen Vorstellungen benennen und strukturieren kann. Zeitgleich werden diese in der Navigationsleiste übernommen.

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Navigation erstellen

Im rechten Seitenbereich stehen fortwährend Zugänge zu den Bereichen Layout, Style, Blog, Freunde, Nachrichten, Upgrade, Einstellungen, Statistiken und Hilfe.
Dieser Baukasten von Jimdo entspricht den Anforderungen der Nutzer und ist auf Grund der Einfachheit und Flexibilität ein Good Practice Beispiel für solche Anwendungen.

Was ist also nötig damit Nutzer begeistert werden?

  • Der Baukasten soll online zur Verfügung stehen und nicht als Software geladen werden müssen
  • Die Möglichkeit seine Website kostenlos zu testen ist ein deutliches Plus. Dabei sollte beachtet werden, dass erst nach einer Testphase Bankdaten abgefragt werden. Ansonsten wird den suggeriert, dass sie doch für etwas zahlen müssen.
  • Ein Minimum von ca. 25 verschiedenen Designs sollte vorhanden sein. Wobei die Anpassung nach eigenen Bedürfnissen (Bilder, Farben und Schriften) gegeben sein muss.
  • Es ist notwendig, dass eine Navigation- und Informationsarchitektur leicht zu bearbeiten und frei strukturierbar ist. Die Anzahl der Seiten sollte hierbei unbeschränkt wählbar sein.
  • Ebenso bedeutet große Flexibilität, verschiedenste Inhaltselemente (z.B. Bilder, Videos, Tabellen, Formulare, Google Maps, Gästebücher usw.) einfach integrieren und bearbeiten zu können.

Doch welche Auswirkungen haben solche Systeme Ihrer Meinung nach auf Website-Usability?

4 Gedanken zu „Was ein gutes Baukastensystem für Websites ausmacht

  1. Marion UX

    Vielen Dank für diesen Beitrag. Finde ich eine interessante Lösung für z. B. Freiberufler und Kleinstunternehmen, die wenig Zeit haben sich im Web mit ihrem „Auftritt“ auseinanderzusetzen. Ich selbst nutze dazu die Lösung von 1und1 (Branchenhomepage). Auch ein nettes Tool, finde ich …

    Was ist mich aber immer frage: Bleibt da die individuelle Note nicht auf der Strecke? Sehen grad durch diese Tools bald nicht alle Websites von kleineren Unternehmen identisch aus? Und hat das nicht auch negative Folgen, z.B. auf die zugeschriebene Kreativität?

    Viele Fragen, vielleicht haben Sie ja sinnvolle Antworten da für mich …

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  3. Christian Löffler

    Es ist ja verständlich wenn man am Anfang seiner beruflichen Laufbahn steht und aus Kostengründen Webbaukästen benutzt-aber aus SEO Sicht kann ich davon nur abraten, da man speziell auf den Quellcode bei diesen Angeboten keinen Einfluss hat und diese Systeme den massig produzieren.
    Also besser einmal Geld ausgeben-un dafür lange was von haben.

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  4. Nadine Päßler Beitragsautor

    Vielen Dank für Ihre Beiträge. Durch meine Recherche bin ich erst darauf gekommen, was mit solchen Systemen alles möglich ist, bin aber letztendlich auch der Meinung das dann die individuelle Note darunter leidet. Aus SEO Sicht habe ich das System noch nicht betrachtet, aber es würde sich sicher lohnen auch in diesem Bereich mal zu forschen, wie flexibel bzw. erweiterbar solche Systeme sind.

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