Gelungener Einsatz von virtuellen Charakteren: So motivieren Sie potentielle Kunden

Roboter

(c) nagnag @ pixelio.de

Man kennt sie unter so verschiedenen Namen wie Avatare, virtuelle Berater oder auch anthropomorphe Interfaceagenten. Von der unterschiedlichen Begrifflichkeit einmal abgesehen eint diese virtuellen Charaktere ihre Funktion als „lebendiges“ Element einer Webseite. Sie können, eine gute Umsetzung voraussgesetzt, einerseits die emotionale Bindung des Nutzers an die sich präsentierende Seite vereinfachen und andererseits die Usability merklich steigern.

Vorteile von virtuellen Charakteren

Verschiedene Studien (siehe Beitragsende) belegen die genannten Vorteile solcher Charaktere. Neben den positiven psychologischen Aspekten einer wirklich empfundenen Interaktion von Seite und Nutzer, sowie einer Erhöhung der Frustrationstoleranz kommt aus Usabilitysicht hinzu, dass gut gestaltete virtuelle Agenten auch bei der Seitenbedienung hilfreich sein können. So verläuft die Lernkurve, bezogen auf die Bedienung einer spezifischen Webseite, mit virtuellem Charakteren nachweislich steiler, was zu einer schnelleren Bedienkompetenz auf Nutzerseite führt – ganz im Sinne von Steve Krug`s schon klassich zu nennenden Werk „Don`t make me think“. Ist der Serviceagent zudem nicht nur reaktiv, sondern auch aktiv, d.h. z.B. dass er auch contentbezogen wirkt, wird der Nutzer zusätzlich entlastet.

Praktischer Einsatz

Ein Beispiel für den Einsatz eines solchen interaktiven virtuellen Agenten findet sich auf der Seite von yellostrom.de.

Hier hilft bereits auf der Startseite „Eve“ mit Rat und Tat bei Fragen zu Rechnungen, Angeboten und Tarifen.

yellowstrom Eve

virtueller Charakter „Eve“ auf yellostrom.de


Der große Vorteil von Eve – die Nutzer können mit „ihrer“ Hilfe nicht nur Informationen über das Angebot der Webseite einholen – nein – Eve ändert auch den Content, immer der Sucheingabe entsprechend. Wie so eine Interaktion mit dem Nutzer aussehen könnte ist im folgenden Video dargestellt.

So unterstützt der virtuelle Charakter durch die Auswahl des passenden Seiteninhalts den Nutzer. Man könnte auch behaupten, hier handle es sich um eine erweiterte Suchfunktion welche den erstbesten Treffer anzeigt. Dem ist aber nicht so – alle angezeigten Ergebnisse waren Erwartungskonform.

Positiv fällt ausserdem auf – bei Eve werden Animationen des Charakters spärlich verwendet – er wirkt dadurch nicht bedrohlich. Denn auch darauf ist zu achten – erscheint die digitale Repräsentanz zu menschlich, kann dies zu Ablehnungsreaktionen auf Nutzerseite führen.

Fazit

Daraus lässt sich folgern, dass gut umgesetzte virtuelle Agenten zu einem längeren Aufenthalt auf einer Seite führen, den Nutzer zudem in der Bedienung unterstützen und das Erinnerungsvermögen steigern – Alles wichtig um potentielle Kunden zu überzeugen.

Grundsätzlich empfiehlt sich der Einsatz solcher Ratgeber auf Seiten, welche ein besonders emotionales Produkt anbieten. Sie können dann neben dem eigentlichen Produkt auch der repräsentierenden Webseite ein affektives Potential verleihen.

Sicher gehen die Meinungen und Erfahrungen bei diesem Thema auseinander. Ich freue mich daher auf Ihre Ansichten.

Studien (*.pdf):

3 Gedanken zu „Gelungener Einsatz von virtuellen Charakteren: So motivieren Sie potentielle Kunden

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