Sagen Sie doch einfach, was Sie suchen – wie eine iPhone-App von Yahoo! das Eintippen von Suchbegriffen überflüssig macht

Im App Store gibt es bereits über 160.000 Apps und täglich kommen hunderte neue für das iPhone, den iPod Touch und das iPad hinzu (Quelle: 148Apps.biz). Wer einen Blick in das aktuelle Angebot des App Stores wirft, kommt schnell zu dem Schluss, dass an dem Apple-Slogan „Es gibt für alles eine App“ durchaus etwas dran ist. Da ist es gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten. Dennoch habe ich mich heute mal durch die zahlreichen Kategorien bewegt und nach iPhone-Apps Ausschau gehalten, die durch ungewöhnliche Bedienmechanismen herausstechen.

Dabei bin ich auf eine App gestoßen, die es tatsächlich schaffen soll, einen seit Beginn des Internetzeitalters gängigen und von vielen Nutzern mehrfach täglich durchgeführten Bedienvorgang zu ersetzen: Das Eintippen von einem oder mehreren Suchbegriffen in ein Suchfeld. Egal ob am heimischen PC, am Arbeitsplatz-Rechner oder unterwegs mit einem mobilen Gerät – die Eingabe diverser Suchbegriffe via Tastatur gehört heutzutage zu einem der häufigsten Anwendungsfälle im Umgang mit Computern und dem Internet.

Insbesondere auf dem iPhone ist die Eingabe via Bildschirmtastatur in verschiedenen mobilen Nutzungssituationen nicht immer problemlos möglich. Doch die kostenlos erhältliche Yahoo! Search App verspricht, nach Suchbegriffen per Spracheingabe suchen zu können.

Wie das in der Praxis aussieht, sehen Sie im folgenden Video:

Nach dem Start der App bietet sich zunächst die Möglichkeit, einen oder mehrere Suchbegriffe „klassisch“ per Bildschirmtastatur in das Suchfeld einzugeben. Alternativ lässt sich über den Mikrofon-Button die Spracherkennung starten, die den Nutzer auffordert, den oder die gewünschten Suchbegriffe zu sprechen. Innerhalb weniger Sekunden werden die erkannten Suchbegriffe in das Suchfeld eingetragen und gleichzeitig bei Yahoo! gesucht. Im Test klappte dies erstaunlich gut, selbst mit eher komplexeren Begriffen wie beispielsweise „Bruttosozialprodukt“. Allerdings hatte die Spracherkennung bei mehr als drei oder vier zusammenhängenden Suchbegriffen einige Probleme. In diesem Fall lässt sich das Suchfeld dank der eingebauten „Schüttelfunktion“ (iPhone kurz hin- und herschütteln) löschen und man kann sofort eine neue Suchanfrage starten. Zudem lassen sich in den App-Einstellungen auch weitere Sprachen auswählen, falls man beispielsweise einen englischen Suchbegriff einsprechen möchte.

Ich persönlich bin von dieser App begeistert – auch wenn Spracherkennung an sich nichts Neues ist. Doch gerade im mobilen Nutzungskontext ist eine solche Funktion meiner Meinung nach sehr nützlich und macht darüber hinaus auch noch Spaß.

Haben Sie die Yahoo! Search App auch schon mal ausprobiert? Wie sind Ihre generellen Erfahrungen mit dem Thema Spracherkennung? Kennen Sie weitere Apps, die bisherige Bedienmechanismen sinnvoll ergänzen, verbessern oder gar ersetzen?

5 Gedanken zu „Sagen Sie doch einfach, was Sie suchen – wie eine iPhone-App von Yahoo! das Eintippen von Suchbegriffen überflüssig macht

  1. hellomarkus

    schönes Anwendungsszenario für Spracherkennung.
    Auch wenn es TTS oder Sprachsynthese schon recht lange gibt, so sind brauchbare Anwendungen doch bislang recht rar gewesen – vorausgesetzt sie funktionieren und die Trefferquote ist einigermaßen aktzeptabel!

    Du erinnerst dich sicher an Nuance. Die haben auch was fürs iPhone/iPad. Dragon Search ähnlich der Yahoo! App, nur für diverse Suchmaschinen. Weiter gibts noch Dragon Dictation. Habs selbst nur mal ganz kurz aufm Phone gehabt, du kannst ja mal testen und berichten 😉

    http://www.dragonmobileapps.com/

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  2. Markus

    Das Pendant dazu gibt’s natürlich auch von Microsoft. Die Suchmaschine namens „bing!“ hat auch eine gleichnamige Windows Phone mobile App, wo man auch das Gesuchte sprechen darf. Allerdings funktioniert es momentan nur in Englisch, was sich aber demnächst ändern soll…

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  3. Moritz Keck Beitragsautor

    Danke für die Nennung einiger weiterer Beispiele im Bereich Spracherkennung.

    Offensichtlich ist das Thema nicht zuletzt durch die zunehmende Verbreitung mobiler Geräte wie dem iPhone wieder stärker im Kommen. Bleibt die Frage, ob dieser Trend tatsächlich anhält und Spracherkennung auch vom „Otto-Normal-User“ mehr und mehr im Alltag genutzt wird.

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  4. Pingback: Einfach malen, wo Sie suchen - lokale Suche mit Sketch-a-Search auf dem iPhone | usabilityblog.de

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