User Experience Austausch im Norden – der Roundtable in Hamburg

UXHHJeden ersten Montag im Monat trifft sich eine muntere Runde in Hamburg um rund um das Thema User Experience Vorträgen zu lauschen, zu diskutieren und Neuigkeiten auszutauschen. Aktuelle News findet man auf der UXHH-Website. Der Mai-Termin wurde von Johanna Möller und mir gestaltet. Der Abend bei unseren „Nachbarn“ in Hamburg war sehr spannend.

Im ersten Teil des Abends ging es um das Thema „der (Kunden-)Blog als Marktforschungsinstrument“. Diese Methode weist u.a. interessante Vorteile gegenüber klassischen Online-Befragungen auf, denn mit dem festen Teilnehmerkreis kann man kontinuierlich in den Dialog treten, Diskussionen anregen, Rückfragen stellen und mehr über die Hintergründe für Bewertungen und Entscheidungen erfahren. Dies können sicherlich teilweise auch Fokusgruppen leisten, doch hier beschränkt man sich meist gezielt auf ein Thema, dass sehr intensiv beleuchtet wird und an räumliche und zeitliche Restriktionen gebunden ist. Mit dem Blog hingegen kann man über einen längeren Zeitraum stets aktuelle Probleme und Ideen direkt mit seinen (potenziellen) Nutzer/Kunden/Mitarbeitern erörtern. Das Themenspektrum kann sehr individuell weit gefächert sein, je nach Einsatzbereich und Branche.

Der Blog ist 24h am Tag zugänglich, jederzeit können sich die Teilnehmer mit eigenen Beiträgen oder Kommentaren zu Wort melden. Wir haben bereits Erfahrungen mit offenen (Beispiel: Frankonia.de) und geschlossenen, passwortgeschützen Blogs gesammelt. Vorteil von letztgenanntem ist, dass auch vertrauliche Informationen veröffentlicht werden können, z.B. Themen, von der die Konkurrenz nichts erfahren soll wie z.B. wenn es um einen Relaunch oder konzeptionelle Neuentwicklungen geht. Außerdem lassen sich so die Teilnehmer entsprechend der vorgegebenen Zielgruppe eingrenzen und gezielt rekrutieren.

Nutzerbefargung Aktionsbanner

Vorteil einer offenen Gestaltung ist es, dass eine höhere Aufmerksamkeitswirkung geschaffen wird, und der Blog auch als Informationsplattform für eine größere Masse dienen kann und neben den aktiven Teilnehmern weitere Leser erreicht, was sich durchaus positiv auf das Image des Unternehmens auswirken kann („die hören sich an, was die Nutzer/Kunden zu sagen haben“).

In der zweiten Hälfte stellte Johanna den „visuellen Inspirationspool“ (Arbeitstitel) vor, mit dem sich eResult schon seit einiger Zeit beschäftigt. In diesem Pool werden vorwiegend Good Practices aus dem WWW gesammelt, um Anregungen und Ideen für Workshops und aktuelle Projekte zu bekommen. Also z.B. interessante Design- oder Navigationskonzepte, innovative Startseiten, intuitiv bedienbare Features etc. Auf diese Weise sollen interessante Entdeckungen beim täglichen Surfen nicht auf der eigenen Festplatte verbleiben, sondern einem größeren Teilnehmerkreis zugänglich gemacht werden. Jeder profitiert hierbei von den spannenden Fundstücken aller anderen Nutzer dieses Inspirationspools – und kann darauf bei Bedarf zugreifen. Das Finden von Bildern/Screens wird sichergestellt durch ein flexibles Tagging-System, das kontinuierlich überarbeitet wird, um treffende Suchergebnisse zu liefern. Kommentare und Bewertungen zu Bildern sind ebenfalls möglich.
Zudem werden Beispiele für Assoziationen gesammelt: ein fester Teilnehmerkreis von Panelisten sendet regelmäßig Bilder/Screenshots ein, z.B. „Was ist für Sie seriös?“ Auf diese Weise kann man sich inspirieren lassen und erhält neue Impulse und profitiert von anderen Blickwinkeln. Noch ist der Pool nicht öffentlich, aber sicherlich ein Angebot, was für Designer wie auch für Personen, die im konzeptionellen oder beratenden Bereich tätig sind, nützlich sein kann.

Von den Teilnehmern gab es viele wertvolle Wortmeldungen und Kommentare, so dass sich der übliche anschließende Umzug zum Stamm-Perser (lecker!) verzögerte. Dort klang der Abend dann in einem immer noch recht großen Teilnehmerkreis aus.
Ich muss sagen, ich freue mich schon sehr auf den nächsten Termin (obwohl Thema noch offen) und kann jedem empfehlen, dort einmal vorbeizuschauen!

Ein Gedanke zu „User Experience Austausch im Norden – der Roundtable in Hamburg

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