Guidelines für Online-Formulare – Ergebnisse einer Eyetracking Studie (Teil 2)

Nach dem 1. Teil Guidelines für Online-Formulare folgen nun im 2. Teil Guideline 6 bis 10 der Erkenntnisse aus der Eyetrackingstudie von Chui Chui Tan von cxpartners. Hierbei werden insbesondere Ausfüllhilfen bei der Dateneingabe in Online-Formulare thematisiert.

Guideline 6: Zahlen (Telefonnummer, PLZ, etc.) durch ein Formularfeld abfragen
Gestalten Sie die Abfrage von Zahlen für den Nutzer so einfach wie möglich, durch ein Formularfeld. Das setzt jedoch eine gewisse Fehlertoleranz des Systems voraus, um möglichst alle Eingaben zu erkennen. Alternativ und ergänzend sollten verständliche und in räumlicher Nähe zu den Eingabefehlen positionierte Fehlermeldungen zum Einsatz kommen.

Guideline 7: Ablenkungen durch unnötige Informationen vermeiden
Nur wirklich relevante Informationen, die der Nutzer lesen muss, sollten angeboten werden.
Alles was ihn beim Ausfüllen des Formulars ablenken könnte, sollte vermieden werden. Wirklich wichtige Informationen hingegen sollten ruhig hervorgehoben werden, so dass sie vom Nutzer gelesen werden.

Guideline 8: Real Time Feedback sinnvoll einsetzen
Der Einsatz von Feedback / Fehlermeldungen direkt nach Verlassen eines Formularfelders und Wechsel zum nächsten Feld sollte gut überlegt sein und mit Vorsicht angeboten werden, denn es kann beim Ausfüllen ablenken.

Guideline 9: Ausfüllhilfen, Tipps seitlich neben relevanten Feldern positionieren
Tipps zum Ausfüllen eines Formularfeldes sollten in räumlicher Nähe, möglichst an der Seite (rechts, unten) neben dem Formularfeld stehen, bspw. Hinweise zur Passwortgestaltung.

Guideline 10: Über mehrere Abfrageseiten informieren
Generell sollten möglichst alle Abfragen eines Formulars auf einer Seite angeboten werden.
In besonderen Situationen, falls eine Aufteilung der Formularfelder auf mehrere Seiten notwendig ist, sollte eine Kennzeichnung der Seiten erfolgen, damit der Nutzer darüber informiert ist, wie viele Schritte noch folgen.

Viele Faktoren beeinflussen die Formulargestaltung. Deshalb ist es wichtig diese Regeln zielgruppenorientiert bezogen auf Ihren individuellen Anwendungsfall zu betrachten. Ich würde mich freuen, wenn die eine oder andere Guideline für Sie interessante, neue Impulse bietet, wie Sie Ihre interaktive Anwendung noch benutzerfreundlicher gestalten können.

6 Gedanken zu „Guidelines für Online-Formulare – Ergebnisse einer Eyetracking Studie (Teil 2)

  1. Oliver Rumpf

    Super, vielen Dank für die Tipps.

    Vor allem die Nutzung von RealTime-Feedback reduziert (Kauf)-Abbrüche, da die Frustration niedriger ist.

    Hat jemand einen guten Tipp für ein entsprechendes Plugin für die Nutzung unter WordPress?

    Danke
    Oliver Rumpf

    Antworten
  2. Phoenigs

    Hey,

    danke für die nützliche Studie.
    Ich sehe Punkt 10 etwas kritisch, gerade wenn viele Daten abgefragt werden, wie beispielsweise in einem Kaufabschluss macht es durchaus Sinn das Formular auf mehrere Seiten zu splitten. Somit kann der Konsument eine überschaubare Aufgabe nach der anderen abhacken. Auch gängige Praxis bei Amazon und anderen Shops…

    bis dann

    Phoenigs

    Antworten
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