Personalisierung nimmt auch auf Online-Shops zu – Jedem Nutzer seine eigene Ansicht

Individuelle Lösungen sind die Zukunft. Eigene Konfigurationsmöglichkeiten erlauben den Nutzern schon heute, das Web bzw. Nutzeroberflächen an sie anzupassen und nicht mehr sich an das Web.

Die Beispiele, die ich heute herausgreifen und vorstellen möchte stammen aus dem Bereich E-Commerce. Zunächst entscheidet man sich für eine Kategorie bzw. man nutzt die Suche. Standardmäßig erhält man eine Listendarstellung, in der die besten (sprich relavantesten) Treffer an erste Stelle stehen. Nun kann man diese einen nach dem anderen durchgehen, Detailseiten aufrufen, um das Produkt groß zu sehen, denn bei vielen Artikeln ist die Optik ja ein wichtiges Entscheidungskriterium, besonders im Bereich Mode.
In den letzten Jahren hat sich neben der Listendarstellung auch immer mehr die „Galerieansicht“ durchgesetzt, zumindest für bestimmte Sortimente. In ein Raster angeordnet liegt der Fokus auf dem Bild, der Nutzer kann schneller vergleichen und sich inspirieren lassen. Fragen die sich stellen sind:

– Gibt es eine optimale Bildgröße?
– Ist diese Sortimentsabhängig?
– Hängt die persönliche Präferenz mit der Intention zusammen?

Die letzten beiden Fragen würde ich klar mit „Ja“ beantworten, daher inzwischen die logische Schlussfolgerung, dass es mehrere verschiedene Ansichten geben muss. Bei Kleidern möchte ich ein möglichst großes Bild sehen, um alle Details zu erfassen, während mir bei einem T-Shirt eine kleinere Variante reicht, um Schnitt und Farbe einzuschätzen.

Mehrere Online-Shops haben diesbezüglich Lösungen parat:
Zum einen wird bei Jungstil.de eine Art Schieberegler angeboten, mit dem man die Bildgröße auf der Produktübersichtsseite beeinflussen kann. Im Endeffekt sind es dann zwar doch „nur“ 3 Stufen, aber eine Varietät, die ich vorher noch nicht kannte. Einen weiteren Vorteil sehe ich auch darin, dass ich alle Produkte auf einen Blick auf einer Seite habe, ohne mühsam blättern zu müssen. So könnte man auch für das Filtern der Ergebnisse bereits anhand der Bilder eine Vorauswahl treffen und muss sich nicht nur auf Listen innerhalb eines Pulldowns stützen (z.B. Lila – 12 Artikel).

Übersichtsseite Jungstil.de
Übersichtsseite Jungstil.de

Das andere Extrem ist mir bei heine.de aufgefallen. Hier noch recht neu ist die „Panorama“-Ansicht. Die Produkte lassen sich im Vollbildmodus betrachten ähnlich einer Diashow. Allerdings sind auch weitere Ansichten/Fotos des Produktes zusätzlich zugänglich. Um also entspannt durch das Sortiment zu stöbern einfach toll. Keine Elemente des Online-Shops lenken mich ab, die Konzentration liegt auf dem jeweiligen Artikel. Das hat schon fast wieder etwas von Katalog-Blättern auf dem Sofa und wird dank iPad & Co sicher in Zukunft sicherlich wieder an Bedeutung gewinnen.

Panorama-Ansicht Heine.de
Panorama-Ansicht Heine.de

Als letztes noch ein Hinweis auf den Windowshop von Amazon. Hier liegt das gesamte Sortiment quasi flach nebeneinander ausgebreitet und man kann sich in alle „Himmelsrichtungen“ bewegen und so auch das Sortiment kennen lernen bzw. sich inspirieren lassen.

Windowshop von Amazon
Windowshop von Amazon

Ob die Bedienung intuitiv möglich ist auch für den „Normalnutzer“ würde ich allerdings gerne in einem Labtest mal unter die Usability-Lupe nehmen.
Einfach einmal ausprobieren. Hier wird jeder verzweifeln, der auf der gezielten Suche nach etwas ist, aber die Verschiedenartigkeit der Intentionen hatte ich ja oben angesprochen.
Daher finde ich diese Flexibilität so schön, die inzwischen immer häufiger angeboten wird.

Welche feststehenden Elemente in Online-Shops stören Sie schon seit langem, wo würden Sie gern eine individuelle, veränderbare Option erhalten, je nach Intention und Laune? Ich freue mich auf kreative Ideen.

2 Gedanken zu „Personalisierung nimmt auch auf Online-Shops zu – Jedem Nutzer seine eigene Ansicht

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