Eine Website ist die Visitenkarte eines Firmen- oder Privatkunden im Internet. Zugleich stellt sie einen Vertriebskanal und ein Marketinginstrument dar. Individualität in Form von Angebot und Design sind zu vereinen mit einer verständlichen und mediengerechten Informationsaufbereitung sowie einer funktionierenden Usability.
Usability: Vereinfachung durch Vorkenntnisse des Users
Platzierung und Vorhandensein von Pflichtelementen wie Rechtshinweise oder das Logo sind vom User aufgrund der jahrelangen Interneterfahrung schon gelernt. Die Erwartungshaltung des Users ist diesbezüglich unbewusst vorhanden; die Auffindbarkeit bzw. Orientierung dadurch insgesamt gewährleistet. Die Abbildung dieser Elemente sollte hinsichtlich der Usability also keine Herausforderung mehr darstellen und sich in den Template-Varianten der Baukasten-Systeme wiederfinden.
Durch die zahlreichen Shop-Mandanten, die auf die Templates und Module zugreifen, wird der Lerneffekt der User durch Vereinheitlichung unterstützt. Zudem werden die Bedienoberfläche, die Benutzerfreundlichkeit und die Arbeitsabläufe durch kundenseitige Rückmeldungen und daraus entstehende Weiterentwicklungen im Roll-Out an die Mandanten optimiert.
Design: Einfache Konfiguration an Bedürfnisse
Für die Anpassung an sein Corporate Design hat der Kunde die Auswahl an vorgefertigten Templates, die er farblich, eingeschränkt typografisch und über die Auswahl an Modulen und Features ohne Programmierkenntnisse anpassen kann. Durch die Möglichkeit von CSS-Einbindungen hat der Kunde alle Gestaltungsfreiheiten.
Da der Zugang nach der Anmeldung sofort über den Web-Browser zur Verfügung steht, kann der Kunde seine Website direkt bearbeiten und gestalten.
Informationsaufbereitung: Individualität durch Selbstständigkeit ohne Umwege
Individualität und Einzigartigkeit spiegeln sich auch darin wieder, Inhalte schnellstmöglich ohne Dienstleisterschleife über ein Redaktionssystem/CMS auf der Website zu veröffentlichen. Dieses System zeichnet sich vorzugsweise durch intuitive Bedienbarkeit und WYSIWYG-Funktion aus und sollte Bestandteil des Baukastensystems sein – inklusive Hosting, Domain, Webmailer, SEO und diversen Features. Durch dieses Komplettangebot hat der Kunde nur einen Ansprechpartner und einen Kostenpunkt (Customer Convenience).
Professionalität durch Expertise
Informations-, Screendesigner und Usability-Experten sind nach wie vor wichtige Berater im Prozess der Website-Erstellung, da der Kunde eventuell komplexe Sachverhalte und Sortimente verständlich in einer schlanken Informationsarchitektur abbilden muss. Letztendlich strebt der Kunde eine Aktion des Users an – ob Kauf oder Anfrage –, die nur aufgrund eines stimmigen Workflows zustande kommen kann.
Um die Kundenbindung zu gewährleisten, ist außerdem eine sinnvolle Auswahl an Features zu empfehlen.
Nachteile von Baukastensystemen
Wermutstropfen sind bei manchen Lösungen, dass keine Analyse-Tools integriert sind und direkt im Produktivsystem gearbeitet wird; Änderungen sind daher sofort online und können zuvor nicht eingesehen und getestet werden.
Weiterhin werden CSS-Einbindungen mehr oder weniger vom Support des Website-Anbieters unterstützt. Spätestens hier ist professionelle Beratung zwingend, wodurch Zusatzkosten entstehen.
Fazit
Mit einem Baukasten-System ist ein individueller Auftritt möglich – bei besonderen Wünschen ist ein Experte aber unerlässlich.
Ich freue mich über Ihre Erfahrungen und Meinungen dazu!





Sehr interessanter Artikel Frau Splechna! Bei der allgemeinen Einstellungen zu Homepage Baukästen finde ich Ihre Aufschlüsselung sehr erfrischend, da die Baukästen heutiger Zeit nur noch wenig mit den 90er Jahre Baukästen zu tun haben.
Als Beispiel:
Wir von http://www.webvisitenkarte.net bieten unseren Kunden einen Business Homepage Baukasten, welcher dem Interessenten alle Funktionen zur ersten professionellen Homepage bietet. Bei individuellen Anforderungen bieten wir im Background mit unserer Webdesign Agentur http://www.united-webdesign.de jegliche Möglichkeiten, um den Kunden zufrieden zu stellen, ohne den Anbieter wechseln zu müssen.
Da Selbständige gerne selber tätig sind, haben wir für den besseren Workflow und gezieltere Ergebnisse das Ebook “Webseiten Guide” zum kostenlosen Download auf http://www.netclosing.de rausgebracht. So können auch Laien mit ein wenig Zeit die Dos und Donts bei der Homepage Erstellung beachten.
Klasse Artikel, klasse Blog! Macht weiter so
P.S.: Bitte verstehen Sie diesen Beitrag nicht als Werbung. Es ging mir nur um den Beweis, dass es tatsächlich Lösungen gibt, wo Homepage Baukasten und individuelle Beratung miteinander vereint sind!
Darüber wurde auch viel interessantes im Forum von Peer Wandiger Selbständig im Netz diskutiert. Ob nun Homepage Baukasten Systeme Negativ oder eher Positiv sind und ob dadurch die Webdesigner Kunden verlieren.
Eine sehr interessante Diskussion
Die Beweihräucherung von Baukastensystemen aus dem Open Source-Bereich und das ist es was die Autorin sicherlich meint, halte ich für schwierig.
Beispiel Online-Shop, was so einfach klingt entpuppt sich im Detail als nicht durchführbar von einem Laien oder verhältnismäßig schwierig für einen ambintionierten Daddler. Jedes Business ist anders und das eigene Business soll sich nicht dem einfach machbaren oder Restriktionen des Shops unterordnen. Das wäre jedenfalls fatal, siehe SAP in der Vergangenheit. Es bleibt also nur eigene Add-Ons zu schreiben. Jeder der sich mal Code aus anderen Händen angesehen hat weiß jetzt was ich meine. Der Aufwand sich in Denkweise und Struktur des Programmierers des CMS bzw. des Online-Shops hineinzuversetzen ist enorm und das ist für die meisten Add-Ons notwendig.
Das fängt schon bei augenscheinlichen Kleinigkeiten an: Im Shop soll statt Stück Meterware verkauft werden. PENG!
Bekannte Shop- und CM-Systeme werden hin und wieder Opfer von Angriffen. Schon toll wenn Script-Kiddies mit Anleitungen aus dem Netz die Inhalte verändern. Ein professioneller Ablauf mit einer Analyse seitens des Betreibers der Website und des Hosters ist nach so einer Attacke zwingend notwendig.
Als Designer weiß ich nur zu gut: “Lass dem Kunden zu viele Gestaltungsmöglichkeiten und die Site sieht nach nem halben Jahr aus wie eine Müllhalde!” Weder Struktur noch Design werden eingehalten.
“Lass ihm so wenig Möglichkeiten wie nötig und alles bewegt sich in den Bahnen, die du angelegt und vorgedacht hast.”