Aus Facebook-Nutzern Kunden machen –
So macht „Fan sein“ Spaß

facebook Angesichts der weiter steigenden Verbreitung von Facebook, das nun auch in Deutschland allmählich alle anderen Netzwerke überholt, fragen sich viele Shopbetreiber, wie sie Facebook für sich nutzen können. Immer mehr Shops richten eine so genannte Fanpage ein, über die sie mit Kunden und Interessenten kommunizieren. Fanpages sind Facebook-Seiten von Unternehmen, die sich nicht als Privatperson, sondern als Organisation registrieren. Einen positiven Effekt hat solch eine Fanpage natürlich vor allem, wenn sich möglichst viele Nutzer beteiligen, also „Fan“ werden, mit diskutieren und sich austauschen. Doch wie werden Facebook-Nutzer zu Fans?

Trotz der enormen Reichweite von Facebook: Es ist nötig, die Nutzer auf die Fanpage aufmerksam zu machen. Und hat man dies geschafft, muss der Besucher auf der Fanpage gehalten und angeregt werden, wiederzukommen. Ein zentrales Ziel ist dabei das Herstellen von Nutzungsfreude (Joy of Use). Nur wer sich auf der Seite wohl fühlt und sie gern nutzt, erfährt dieses positive Nutzungserlebnis. Auf Facebook ist es beispielsweise enorm wichtig, dass die Inhalte stetig aktualisiert werden. Doch nicht nur neue Einträge auf der Pinnwand sind gemeint, auch Hinweise auf aktuelle Aktionen aus dem Shop und (falls vorhanden) dem Katalog sollten zu finden sein. Auf Fragen und Hinweise von Nutzern sollte zügig geantwortet werden. Wird hier nicht oder erst spät reagiert, sind die Nutzer enttäuscht.
Ein zweites wichtiges Kriterium sind möglichst vielseitige Informationen in Form von Bildern, Videos, Links und Zusatzinformationen. Besonders attraktiv sind Rabatt-oder Gutschein-Aktionen, die exklusiv für Facebook-Fans gelten. Ein Beispiel ist der Gutschein auf der Mirapodo-Fanpage:

mirapodo

Dieser gilt nur für die Fans und hat dazu noch einen aktuellen Bezug. Auch ein Blick auf die Pinnwand dieser Seite verrät, dass sie täglich betreut und aktualisiert wird. Der Erfolg dieser Fanpage und die über 9.000 Fans geben diesem Vorgehen Recht.

Fazit:
Facebook ist ein vielversprechender Kanal für Neukundengewinnung und Kundenbindung, auch wenn hierzulande dadurch momentan vor allem jüngere Zielgruppen zu erreichen sind (siehe Forschungsbeitrag: Ausprägungen und Relevanz von Social Commerce). Der Aufbau und die Pflege einer Facebook-Fanpage benötigen jedoch viel Engagement sowie eine konkrete Strategie zur Ausrichtung dieser Seite. Neben einer intensiven Bewerbung, authentischen Inhalten und exklusiven Angeboten, sind Aktualität und vielfältige Informationen, die einen echten Mehrwert bieten, entscheidend für den Erfolg einer Facebook-Fanpage.

Wie ist Ihre Meinung zum Thema? Haben Sie vielleicht schon Erfahrungen mit einer eigenen Fanpage?

8 Gedanken zu „Aus Facebook-Nutzern Kunden machen –
So macht „Fan sein“ Spaß

  1. Carsten

    Die Mirapodo-App zieht zwar alle meine Profildaten, macht mich aber nicht zum Fan. Für diesen Zweck taugt sie also leider nicht. Und dass ich für einen Gutschein ohne „Vorwarnung“ alle Hüllen fallen lassen muss, find ich auch schwierig.

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  2. Hendrik Maat

    Ich habe einen ganz anderen Ansatz: Facebookuser bevorzügen in Facebook zu bleiben. Wieso gibt es keinen Shop in dieser Fanpage? Wir haben dies zum Beispiel für Fahrrad.de gemacht und bieten Fans (nur wenn die wirklich Fan sind) 5% Rabbat auf jeden Artikel. So macht man Fans!

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  3. Carsten

    Rabatt ist natürlich ein guter Köder und der Fahrrad-Shop gelungen integriert, aber ich finde, es fehlt der „Call to action“: Es gibt keine konkrete Aufforderung, „Gefällt mir“ zu drücken. Oder kommt das später beim Checkout? Bzw. wie verifiziert ihr, ob der Besteller wirklich Fan ist? Der Flash-Shop kriegt es nicht direkt mit, oder?

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  4. Hendrik Maat

    @Carsten
    Probiere es aus! Den Rabbat bekommst du NUR wenn du Fan bist. Ja, dies verifizieren wir und unseren Shop bekommt das genau mit! Wir könnten sogar noch weiter gehen und jeden Benutzer „verpflichten“ zuerst Fahrrad.de weiter zu empfehlen an minimal 2 Freunde um damit weitere % Rabbat frei zu schalten! Das können wir auch verifizieren!

    Wir planen nog einiges in diese Richtung. Wir sind die einzigen außerhalb von America die einen Shop in Facebook anbieten, und überhaupt die einzigen die Multilingual und am CI anpasbar sind.

    Schöne Grüße,

    Hendrik Maat

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  5. Carsten

    Ein Fahrrad werd ich mit jetzt nicht bestellen, nur um das auszuprobieren 😉
    Klingt aber insgesamt nach einer interessanten Lösung.

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  6. Sarah

    Bei Rabatten geb ich als Kunde auch gerne mal Daten preis. Den Gutschein von Mirapodo z.B. habe ich selbst genutzt 😉
    Allerdings sehe ich es kritisch, dass dann auf meine gesamten Profildaten zugegriffen werden kann. (Ein Grund warum ich bei Facebook kaum Daten hinterlegt habe) Wie gesagt bei dem Gutschein war ich bereit dazu. Bei einer anderen Fanseite wurde eine Umfrage gestartet, an der ich teilnehmen wollte. Bis ich um die Datenfreigabe gebeten wurde. Da habe ich mich dann anders entschieden. Umfragen sollen anonym bleiben. Und ich möchte nicht meine Daten preisgeben, dafür dass ich noch „helfe“.

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  7. Pingback: Themen im Juli 2010: Facebook Fanpage von Online-Shops richtig einsetzten, die richtigen Lieferoptionen im Shop anbieten & Conversion Rate Optimierung mit Nachhaltigkeit | usabilityblog.de

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