Mediatheken im Internet – wie Beiträge aus Film und Fernsehen im Internet präsentiert werden

ButtonMediatheken erfreuen sich zunehmender Beliebtheit im „Netz“. Mit Hilfe von Mediatheken können verschiedenste Medien, zum Beispiel Videos und Bilder im Internet veröffentlicht werden. Insbesondere in den letzten Wochen standen Mediatheken vermehrt im Fokus. Denn über die Online-Angebote von ARD und ZDF konnten die Spiele der Fußball-WM live mitverfolgt werden. Trotz anfänglicher technischer Schwierigkeiten besuchten damals viele Nutzer die Internet-Angebote und verfolgten die Spiele. Grund genug sich einmal ein paar Online-Mediatheken von Fernsehsendern im Detail anzuschauen.

Der Mehrwert von derartigen „Videosammlungen” im Internet wird schnell deutlich. Man kann verpasste Beiträge und Sendungen sehr einfach finden und anschauen. Auch interessant ist die „Live-Stream“-Option. So kann man sich zum Beispiel bei n24.de das derzeitige TV-Programm online live anschauen.

Nützliche Funktionen bei Mediatheken
Interessant finde ich auch die angebotenen Funktionen innerhalb der Mediatheken. So wird einem bei n24 und beim ZDF eine Merkliste (oder Playlist) zur Verfügung gestellt. Hierrüber kann man interessante Beiträge sammeln, in einer persönlichen Merkliste ablegen und später anschauen. Auch die Möglichkeit des Versendens der Merkliste bietet in meinen Augen durchaus einen Mehrwert.

Merkliste bei der Mediathek vom ZDF
Merkliste der Mediathek vom ZDF

Auch bei den einzelnen Videoplayern gibt es ein paar interessante Funktionen. So zum Beispiel bietet der Player innerhalb der ARD-Mediathek die Möglichkeit das Videobild anzupassen. Wie bei Fernsehgeräten kann man die Sättigung (Farbe), den Kontrast und die Helligkeit regeln.

Regler zum Anpassen des Bildes
Regler zum Anpassen des Videobildes

Bei der Mediathek von RTL kann man die umliegende Webseite „abdunkeln“. Beim Aktivieren dieser Dimm-Funktion wird der Content im Hintergrund des Videos bzw. Videoplayers abgedunkelt und die Aufmerksamkeit des Betrachters fokussiert sich auf das Video.

Dimm-Funktion zum abdunckeln des Hintergrundes
Dimm-Funktion zum Abdunkeln des Hintergrundes

Bewertung von Videos ist sehr wichtig
Nahezu jeder Player bzw. in nahezu jeder Mediathek hat man eine Bewertungsfunktion. Hierrüber können Beiträge oder Sendungen auf Basis von zu vergebenen Sternen bewertet werden. Auf der Startseite werden dann beispielweise die bestbewerteten Beiträge in einer entsprechenden Liste angezeigt.

Vielfältige Video-Player: Aber sind sie auch nutzerfreundlich und erwartungskonform?
Insgesamt lässt sich feststellen, dass es doch sehr unterschiedliche Arten von Video-Playern gibt, wobei die Grundfunktionalitäten bei allen Videoplayern gleich sind. Die Unterschiede lassen sich in der Anzahl sowie Art und Weise der Bedienfunktionen ausmachen. Bei n-tv.de beschränkt man sich auf die Funktionen „Start/Pause“, „Zum Anfang“, „Lautstärke“ und „Vollbild“. Beim Player der Mediathek der ARD werden hingegen noch weitere Funktionen wie beispielsweise das „Vor- und Zurückspulen“ angeboten. Auch interessant ist hier die Möglichkeit des kompletten Downloads von Videobeiträgen.
Sicherlich ist es interessant viele Funktionen im Rahmen von Videoplayern bereitzustellen. Jedoch sollte man sich als Anbieter von Videoplayern auch immer die Frage stellen, ob die angebotenen Funktionen wirklich sinnvoll sind und ob diese in der dargestellten Form nutzerfreundlich bzw. einfach zu bedienen sind.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit Mediatheken und Videoplayern? Welche Videoplayer nutzen Sie sehr gern?

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5 Kommentare zu „Mediatheken im Internet – wie Beiträge aus Film und Fernsehen im Internet präsentiert werden

  1. Sebastian Bloy

    Hallo Jan,

    toller Beitrag der das Angebot gut zusammenfasst. Fand bei der zurückliegenden WM die Mediathek von ZDF und ARD besonders gut und einfach zu bedienen. Allerdings hatte ich immer Probleme ein Signal zu bekommen (nichtssagende Fehlermeldung inkl.) bis ich gemerkt habe, dass meine Firewall das Signal geblockt hat. Da wäre es echt super, wenn man ein Diagnosetool anbieten würde um mögliche Verbindungshindernisse auf Zuschauerseite aufheben zu können. Gibts so was? Dachte nämlich die ganze Zeit, das der Dienst überlastet wäre.

  2. Alexander Schorpp

    Hallo Jan,

    auf Grund des Titels hatte ich eine Erwartungshaltung bzgl. des Artikels, die leider nicht befriedigt wurde. Ich hätte mir ein wenig Bezug auf das Inhaltsangebot, dessen Darstellung und Zugänglichkeit gewünscht. Meines Erachtens liegt die eigentliche User Experience eines VoD-Portals/einer Mediathek weniger in den Player-Funktionen begründet als vielmehr in der Nachvollziehbarkeit der Content-Struktur, der Qualität der Inhalte, der verständlichen Navigation und ggf. in sinnvollen, verständlichen Möglichkeiten der objektbezogenen sozialen Interaktion am Video-Item.

    Sicherlich, der Player als eigentliches Medium im engeren Sinne bestimmt wesentlich die UX. Aber das ist eine Pflichtveranstaltung. Die Kür liegt m.E. im Angebot des Content.

    Wie siehst du das?

    Ciao,
    Alex

  3. Jan Patrick Schultze Artikelautor

    Hallo Herr Schorpp,

    vielen Dank für Ihren interessanten Kommentar.

    Ich stimme Ihnen zu, dass der Player ein einzelner “Baustein” innerhalb einer Mediathek ist. Ich denke jedoch, das diese Funktion und deren Bedienung sehr wichtig ist. Daher habe ich den Fokus dieses Beitrags zunächst auf die Funktionen von Playern gelegt.

    Wie Sie zu Recht sagen, sind eine gute Content-Struktur, die Qualität der Inhalte oder eine einfache/intuitive Navigation weitere Erfolgsfaktoren bei Mediatheken. Dies sollte und wird auch in zukünftigen Beiträgen auf usabilityblog thematisiert und diskutiert.

    Viele Grüße,
    Jan

  4. Alexander Schorpp

    Vielen Dank für die Antwort (und Ankündigung)! Ich bin schon gespannt, hier in Zukunft weitere Artikel zum Themenbereich “UX von VoD-Angeboten” zu lesen.

    Es ist aktuell leider so, dass dieses Thema im Netz stark unterrepräsentiert ist, wenn man sich die Bedeutung vor Augen führt, die VoD mittlerweile erlangt hat.

    Vor dem Hintergrund vielfältiger, potenzieller Nutzungskontexte (Endgeräte, Inhaltsarten, Rezeptionssituationen, Zielsetzungen) ist es zwar schwierig, entsprechende Standards zu definieren, aber auch umso dringlicher…

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