Spielerische Navigationskonzepte

choice and directions signs

Bei der Entwicklung von Navigationskonzepten ist die Zielgruppe das A und O.
In unserer heutigen Gesellschaft erlernen die meisten Kinder den Umgang mit den Internet bereits frühzeitig.
Damit sich Kinder mit dem Internet befassen, sind wie auch bei Erwachsenen, Angebote notwendig die ihre Interessen berücksichtigen. Sie haben je nach Alter schon sehr unterschiedliche Anforderungen an die Benutzbarkeit von Anwendungen. Die rasche Entwicklung (z.B. motorische Fähigkeiten und Wissensstand) von Kindern spielt hierbei eine große Rolle – ein Kind im Grundschulalter nutzt eine Website ganz anders, als ein Kind mit 12 Jahren zum Beispiel.
Anschließend möchte ich zwei Websites für Kinder vorstellen, für die ein ganz unterschiedliches Navigationskonzept entwickelt wurde.

Die Website www.tivi.de der Kindersendung tivi auf zdf, spricht sehr deutlich die schon ältere Zielgruppe an. Wer die Sendung kennt, weiß dass Kinder hier schon etwas Verständnis mitbringen müssen. Besonders auffällig ist auf dieser Seite ist die recht untypische Umsetzung einer Navigation. Die Ansprache erfolgt über themenbezogene (Sendungen, Spiel & Spaß und Infos & Tipps) Teaser mit einer kleinen Beschreibung. Auf dieser Seite ist notwendig, dass die Kinder in einem Alter sind, indem sie lesen und Zusammenhänge verstehen können, die Orientierung fällt ihnen dadurch leichter.

zdf_tivi
Website der Kindersendung zdf tivi

Trotzdem Besucher dieser Website wahrscheinlich schon aus dem Grundschulalter heraus sind, ist es wichtig auch hier auf die richtige Ansprache zu achten – denn es sind noch immer Kinder.

Vermutlich kennt fast jeder die Sendung mit der Maus. Wenn  man mal versucht, sich zurück zu erinnern wann man diese Sendung zum ersten Mal gesehen hat, ist das wahrscheinlich schon in sehr jungen Jahren gewesen. Bei der Sendung mit der Maus geht es eher um die Unterhaltung als um die gezielte Wissensvermittlung. Das bedeutet die anzusprechende Zielgruppe gewinnt an Umfang, denn sie beginnt schon bei Kindern in jungen Jahren und endet bei Erwachsenen, die sich interessieren oder sich mit ihren Kindern beschäftigen.
Auf dieser Grundlage baut auch das Navigationskonzept der Website auf. Es werden sehr einfach dargestellte Bilder verwendet, um unterschiedlichen Themen anzubieten. Nutzer müssen noch nicht lesen können, um hinter einem Buch Geschichten zu erwarten oder hinter Spielsteinen Spiele.
Das bedeutet, für die jüngere Zielgruppe ist die Verwednug von Bildern in der Navigation unerlässlich, denn hauptsächlich wird über diese navigiert.

maus_elefant
Website der Sendung mit der Maus

Per Mouseover werden kleine Animationen abgespielt und weitere Unterpunkte angezeigt, die dann separat angesteuert werden können. Bilder und Animationen machen neugierig, regen Kinder zum ausprobieren an und bauen Nutzungshemmungen ab.  Jedoch ist auch wie bei Erwachsenen zu beachten: weniger ist mehr. Kinder werden leicht von reizen überflutet und fühlen sich dann nicht mehr wohl.
Weitere Punkte die beim konzipieren einer Navigation nicht außer Acht gelassen werden sollten:
Die Navigation sollte, wie hier, aus so wenig Punkten wie möglich bestehen und nicht verschachtelt bzw. in mehrere Ebenen untergliedert werden, damit sie für viele Altersgruppen leicht verständlich ist.
Es reicht nicht aus, dass nur wenige Navigationspunkte verwendet werden, diese müssen auch verständlich bzw. gut lesbar sein.
Wie oben bereits erwähnt, ist die kindgerechte Gestaltung der Navigation für die erfolgreiche Nutzung einer Website sehr wichtig. Denn im Gegensatz zu Erwachsenen sind Kinder nicht so vertraut mit dem Umgang von Navigationen und haben wohlmöglich etwas Angst sich in der Anwendung zu verlieren.
Generell entdecken Kinder Websites spielerisch und nicht nach einem bestimmten Prinzip.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass auf die Entwicklung von Navigationskonzepten, egal für welche Zielgruppe ein besonderes Augenmerk gelegt werden sollte. eResult hat bereits einige Studien zur Entwicklung, zum Aufbau und zur Akzeptanz von Navigationskonzepten durchgeführt.
Auch die Erwartungen an Navigationen wurde bereits tiefgehend untersucht und lässt darauf schließen, dass die Entwicklung von Navigationskonzepte auf die anzusprechende Zielgruppe durchaus von Vorteil sind.

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