3 Wochen im Arbeitsleben eines User Experience Consultant: Was macht der eigentlich so alles?

Das Berufsleben eines User Experience Consultant ist …

  • abwechslungsreich
  • herausfordernd
  • lehrreich
  • spannend
  • vielfältig
  • anspruchsvoll.

Das möchte ich Ihnen mit diesem Beitrag möglichst anschaulich verdeutlichen. Und zwar anhand der Beschreibung von drei typischen Arbeitswochen eines UX Consultants bei der eResult GmbH.

Wieso grad drei Wochen?

Drei Wochen stellen die durchschnittliche Projektdauer für z.B. Usability-Tests, Expert Reviews, Nutzerbefragungen, iterative Tests von Prototypen oder Konzeptevaluierungen bei der eResult GmbH dar. Daher habe ich mich auf diese Zeitdauer fokussiert.

Wie schauen die drei Wochen im Detail aus?

Dazu zunächst ein Schaubild, das ich im Anschluss für Sie beschreibend erläutere.

Drei typische Arbeitswochen eines UX Consultant bei der eResult GmbH
Drei typische Arbeitswochen eines UX Consultant bei der eResult GmbH

80% der täglichen Arbeit stehen für das Hauptprojekt bereit, also z.B. die Durchführung eines Usability-Tests, eines Expert Review oder einer Anforderungsanalyse.

Daneben stehen pro Tag ca. 20% für die Beantwortung von E-Mails, die Bearbeitung von Anfragen, das Qualitätsmanagement, die Weiterentwicklung von Methoden & Verfahren und die Kommunikation mit Kollegen und Kunden bereit.

  • Produktentwicklung / Produkttage:
    Neben dem Einsatz von Methoden & Verfahren im Projektgeschäft ist es für einen UX Consultant notwendig, die eingesetzten Methoden und Verfahren stets zu hinterfragen und aufbauend auf Projekterfahrungen stetig weiterzuentwickeln.
    Dazu stehen bei der eResult GmbH so genannte Produkttage zur Verfügung, an denen mehrere Mitarbeiter über Weiterentwicklungsmöglichkeiten diskutieren. Zudem verantwortet jeder UX Consultant 2-3 Produkte bzw. Dienstleistungen als Produktmanager und erhält hierfür im „Nebenprojekt“ Arbeitszeit für die Produktentwicklung.

    Mit Hilfe dieser beiden Module der Produktentwicklung kann gewährleistet werden, dass Erfahrungen aus Projekten schnell in die Verbesserung von Prozessen und Abläufen einfließen und zugleich eine langfristige, in die Zukunft gerichtete Methodenweiterentwicklung stattfindet.

  • Projektcoachings:
    Im Verlauf eines Projektes steht jedem UX Consultant ein erfahrener Senior Consultant zur Seite. „Alte Hasen“ der eResult GmbH (auch als Mentoren bezeichnet) geben Tipps, gehen auf Fragen und wahrgenommene Herausforderungen auf Seiten des UX Consultant ein und geben auf diese Weise wertvolles Projekt-, Kunden- und Methodenwissen schnell und unkompliziert weiter.
  • Weiterbildung:
    Zwei Mal pro Monat finden interne Weiterbildungsveranstaltungen statt. Jeweils am Donnerstag von 18-19:30h.
    Referenten aus dem Kreis der eResult Mitarbeiter oder externe Experten berichten über aktuelle Themen der Usability-Forschung, stellen neue Methoden & Verfahren vor oder berichten über die aktuellen Herausforderungen einer ausgewählten Branche.
  • Business Lauch:
    Jeden zweiten Dienstag gehen alle eResulter eines Firmenstandortes gemeinsam Essen. In lockerer Runde tauschen sie sich dabei über aktuelle Projekte aus, holen Wissen von erfahrenen Mitarbeitern („alten Hasen“) ein und sprechen über Probleme und Herausforderungen der täglichen Arbeit.
  • Manöverkritik(en):
    Nach Abschluss eines Projekts setzt sich das Team zusammen und reflektiert gemeinsam die Arbeit im Projekt.
    Dabei werden wahrgenommene Herausforderungen angesprochen, das Feedback des Kunden wird eingeholt und reflektiert, positive Aspekte und Erfolge im Projekt werden „gefeiert“ und das Team gibt sich gegenseitig Feedback.
    Solche Manöverkritiken bringen stets wertvolle Erkenntnisse zur Verbesserung von Prozessen und Produkten (Dienstleistungen). Sie sind, neben den Produkttagen und dem Produktmanagement, ein wesentlicher Bestandteil einer permanenten Qualitätsoptimierung.
  • Kundenbetreuung:
    Im Rahmen dieses Aufgabebereichs eines UX Consultant steht die Betreuung von Bestandskunden im Vordergrund. Vorhandene Kunden werden per E-Mail über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Usability Methoden & Verfahren informiert und auf Veranstaltungen und Neuigkeiten der eResult GmbH hingewiesen. Zudem findet ein Austausch über anstehende und laufende Projekte mit den Bestandskunden statt.
    Verkaufen steht dabei nicht im Vordergrund. Es geht um die regelmäßige Bereitstellung von nützlichen Informationen und eine gute Bestandskundenbetreuung.
  • Bildungstag(e):
    Zwei Mal pro Monat steht dem UX Consultant ein so genannter Bildungstag zur Verfügung. An diesem Tag bildet sich der UX Consultant selbständig weiter, z.B. indem er sich mit einem aktuellen Usability-Buch beschäftigt, Fachzeitschriften liest oder sich auf einschlägigen Blogs mit neuestem Wissen versorgt.
  • Surfstunde:
    Besser wäre eigentlich die Bezeichnung „Surftag“, aber der Begriff Surfstunde hat sich bei uns bereits etabliert. Was verstehen wir bei der eResult GmbH darunter?
    An einem Tag kann sich der UX Consultant ein Surfrevier und Thema ausschauen und dieses Revier erkunden. Beispielsweise besteht der Wunsch sich mal anschauen was Online-Shops in den USA grad aktuell im Bereich der Produktsuche so tun.
    An dem „Surftag“ besteht für den UX Consultant nun die Möglichkeit mehrere Online-Shops in den USA intensiv zu nutzen und dabei „Good Practices“ zur Produktsuche wahrzunehmen bzw. zu erkennen. Die auf dieser Weise gefundenen „Surffrüchte“ werden dokumentiert (per Screenshot oder Video) und anschließend in einen sogenannten Inspirationspool eingestellt. Auf dieser Weise sind die „Surffrüchte“ auch anderen eResultern zugänglich und können für die Projektarbeit und Kundenbetreuung verwendet werden.

… und schon sind 3 Wochen vergangen.

Ich hoffe Sie haben einen guten und umfangreichen Einblick in die Arbeit eines UX Consultant bei der eResult GmbH erhalten. Zudem habe ich die Hoffnung, mit diesem Beitrag Werbung für das Berufsbild eines UX Consultant gemacht zu haben. Ich finde: Ein toller Job, mit vielen interessanten Aufgabenstellungen.

4 Gedanken zu „3 Wochen im Arbeitsleben eines User Experience Consultant: Was macht der eigentlich so alles?

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