Wocheneinkauf online? Bedenken, Grenzen oder alles ganz selbstverständlich?

Wie weit gehen Sie beim Online-Einkauf? Sind es z.B. Bücher oder Bahntickets, so befinden Sie sich in bester Gesellschaft, denn fast 90% der deutschen Internetnutzer haben dieses laut den aktuellen AGOF Internet Facts schon getan. Über 40 Millionen kauften demnach im letzten Jahr online ein!

Aber wie steht es mit Lebensmitteln? Dies hat die INTERNET WORLD Business und uns von eResult interessiert, so dass die Fragen kurzerhand in die monatliche Mehrthemenbefragung (eResult-Omnibus) unter 600 deutschen Internet-Nutzern aufgenommen wurden.
Die Ergebnisse offenbaren ein großes Potenzial:
Die Bereitschaft zum Lebensmittelkauf online signalisieren 34%; weitere 37% sind noch unentschlossen, ob sie dieses Wagnis eingehen. Und erwartungsgemäß ist die stetig wachsende Gruppe der Heavy-User (>30h online in der Woche) signifikant eher dazu bereit.

Spannend auch die nächste Frage: Sind wirklich alle Produkte aus diesem Bereich geeignet, über das Internet vertrieben zu werden, oder herrscht in manchen Fällen eher Skepsis? Auch hier nicht wirklich verwunderlich: Verpackte und konservierte Produkte liegen an erster Stelle, mit 79,9% allerdings ein richtig hoher Wert, den ich nicht erwartet hätte. Auf Platz 2 Süßwaren (68,9%) und an dritter Stelle mit 66,5% alkoholische Getränke.
Am unteren Ende der Rangliste finden sich Milchprodukte (11,5%), Brot/Gebäck (12,6%) und Wurst/Fleisch (15%) wieder. In diesen Fällen scheint die Befürchtung bezüglich der richtigen Verpackung und Versendung höher zu sein.
Das Vertrauen in online bestellte Tiefkühlkost besitzt allerdings schon mehr als ein Viertel (25,8%), bei den unter 30jähringen sogar 31,8%.

Interessant: Bereits 11% aller Befragten zeigen sich bereit, sogar den gesamten Wocheneinkauf online zu erledigen. Betrachtet man lediglich die Generation 50+ sind es nur 2,9%! Ebenfalls ein Indiz dafür, dass sich dieser Markt in den nächsten Jahren sicherlich noch stark entwickeln wird. Wir werden das Thema auf jeden Fall weiter verfolgen und erneut im Omnibus aufgreifen.

Was interessiert Sie in diesem Zusammenhang noch besonders? Gern nehme ich Anregungen für eine Weiterführung dieses Themas auf.

Ein Gedanke zu „Wocheneinkauf online? Bedenken, Grenzen oder alles ganz selbstverständlich?

  1. Thomas Lang

    Interessant an der Umfrage ist, dass die Realität dann später ganz anders aussieht. In der Schweiz ist der Online-Lebensmittel-Markt (neben England) bereits sehr gut entwickelt. Und seit einem Jahr auch mobil.

    Bezeichnenderweise ist das meistverkaufte Produkt beim Marktführer http://www.leshop.ch die Banana aus fairem Handel. Also quasi ein Frischprodukt. Der Anteil an Frischprodukten beträgt denn auch sagenhafte 90%, mobil gar 94% (Quelle http://is.gd/esDVg). Weitere Informationen rund um den Onlinelebensmittelhandel im südlichen Nachbarland beispielsweise hier: http://blog.carpathia.ch/?s=leshop

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