Worauf es bei der Gestaltung von Produktfindern für Handys und Co. ankommt

Erläuterung Handyfinder

Das Interesse an Smartphones steigt stetig an – und mit der stetig wachsenden Nachfrage wächst nicht nur das Produktangebot – auch die Funktionalitäten und technischen Weiterentwicklungen werden immer umfangreicher. Und dadurch, dass Smartphones längst den Massenmarkt erobert haben und eine breite Zielgruppen ansprechen, wird auch das Spektrum an Anforderungen immer breiter und die Unterschiede in der technischen Expertise der Kaufinteressenten immer größer. Denn längst nicht jeder weiß, was UMTS, EDGE, Triband und Co. eigentlich sind. Wer verkaufen will, muss also umfangreich beraten können – und zwar auch online. Guided-Selling-Systeme wie z.B. Handyfinder bieten hier großes Potential für Online-Shops.

Kaufinteressierte informieren sich online

In einer aktuellen AGOF-Studie zum Thema Telekommunikation gaben über 40% der Internetnutzer an, dass sie sich bereits im Web zu Mobiltelefonen informiert haben. Häufig gestaltet sich die Informationssuche dabei sehr schwierig für den Nutzer. Denn eine Vielzahl von Mobilfunk- und Telekommunikationsanbietern bietet online lediglich Produktübersichten an (z.B. eine Liste aller Smartphones).

Der Nutzer muss eine Vielzahl von Produktbeschreibungen lesen und dann entscheiden, welches Telefon für ihn am ehesten in Frage kommt (und womöglich zwischendurch noch googlen, was „Triband“ eigentlich ist). Selbst wer recht genau weiß, was sein Mobiltelefon können soll, muss viel Recherche betreiben, um wirklich das richtige Produkt für die individuellen Ansprüche zu finden. Wie man den Nutzer bei der Auswahl optimal unterstützen und beraten kann, zeigt der Handyfinder von Vodafone, dessen Vorzüge im Folgenden näher erläutert werden sollen.

Viele Käufergruppen ansprechen – durch verschiedene Filterkategorien

Der Grundgedanke des Vodafone-Handyfinders ist relativ simpel. Der Nutzer kann rechts über Filter bestimmte Kriterien eingeben. In der Mitte werden jeweils die verfügbaren Mobiltelefone angezeigt. Diese sind zunächst nur mit Bild dargestellt, per Mouseover erscheinen auch Name und Hersteller.

Der Vodafone-Handyfinder im Überblick

Der Vodafone-Handyfinder im Überblick

Bei der Filtersetzung kann der Nutzer zwischen zwei Tabs wechseln – „Technik“ und „Style“. Je nach persönlicher Präferenz kann man nun beliebig viele Einschränkungen vornehmen. Wer sein Telefon vorwiegend nach Kriterien wie Akku-Laufzeiten und Preis auswählt kommt hier ebenso ans Ziel wie jemand, für den die Farbe ein wichtiges Kriterium ist. Auch Angaben wie „Ich möchte ein Handy zum Musik hören“ können gemacht werden.

Die Auswahlmöglichkeiten im Handyfinder für den Bereich 'Technik' (l.) und 'Style' (r.)

Die Auswahlmöglichkeiten im Handyfinder für den Bereich 'Technik' (l.) und 'Style' (r.)

Joy of Use erhöhen – durch Bewegung und Abwechslung

Wie schon in der obigen Abbildung zu erkennen ist, sind auch die Filter sehr abwechslungsreich gestaltet. So kann sowohl über Schieberegler als auch über Checkboxen die Auswahl variiert werden.

Sobald ein Filter ausgewählt wurde, wird die Anzeige der verfügbaren Telefone zudem sofort angepasst. Dadurch, dass sich die Telefone hier jeweils nicht nur reduzieren, sondern auch nach Relevanz neu sortieren, entsteht Bewegung. Der Nutzer bekommt sofort Feedback zu seiner Auswahl. Darüber hinaus erhöht die Interaktivität auch den Joy of Use – man kann verschiedene Alternativen durch Auswahl der Filter im wahrsten Sinne „durchspielen“.

Nicht nur bei der Suche helfen, sondern auch beraten

Ein weiterer Pluspunkt des Vodafone-Handyfinders ist die Tatsache, dass dieser bestimmte Funktionalitäten per Mouseover erläutert. Zusätzlich wird aber nicht nur das Feature bzw. die Technik erklärt, sondern auch Anwendungsfälle, für die dieses Feature von Vorteil ist.

Erläuterung des Features 'UMTS Broadband' im Handyfinder

Erläuterung des Features 'UMTS Broadband' im Handyfinder

Hier zeigt sich, dass ein Produktfinder durchaus mehr sein kann als eine „erweiterte Produktsuche“ – er kann dem Nutzer auch beratend zur Seite stehen. Dies ist im Beispiel des Handyfinders auch unverzichtbar – der Nutzer kann sich so schnell einen Überblick über verschiedene Funktionen verschaffen und diese verstehen, auch wenn sie ihm vorher völlig unbekannt waren. In einem zweiten Schritt kann er dann entscheiden, ob er das Feature braucht oder nicht – hierfür sind wiederum die Anwendungsbeispiele hilfreich.

Fazit und Übertragbarkeit

Besonders Onlineshops, die Produkte mit umfangreicher Technik verkaufen, sollten den Nutzer Unterstützung in Form von Produktfindern bieten. Diese sollte jedoch mehr sein als eine „Erweiterte Suche“ auf Basis umfangreicher Abfragen von Kundenanforderungen – auch Begriffserläuterungen und Empfehlungen sollten dem Nutzer zugänglich gemacht werden. Gepaart mit einem hohen Maß an Interaktivtät entsteht so ein Feature, dass nicht nur nützlich ist, sondern auch Spaß macht und sich positiv auf Kundenbindung und Conversion Rate auswirken kann.

Service von Usabilityblog.de-Partnern » Werben auf Usabilityblog.de

Werben auf Usabilityblog.de

Vielen Dank für Ihr Interesse.

Bei Ihre Fragen und Wünsche bzgl. der Werbeschaltung werden Sie sich einfach an Herrn Wilhelm.

Daten zu den Nutzer des Blogs finden Sie in den aktuellen Nutzerstrukturdaten.

2 Kommentare zu „Worauf es bei der Gestaltung von Produktfindern für Handys und Co. ankommt

  1. Philipp Randt

    Hallo Frau Struckmeier,

    ein schönes Tool, das finde ich ebenfalls und teile auch die Meinung, dass so eine gefühlt “echte” Beratung online stattfinden kann – ganz klar ein großer Mehrwert für die Kunden. Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr wundert es mich, dass die Technik noch nicht häufiger zum Einsatz kommt, ist sie doch auf alle Möglichen Bereiche und Produkte übertragbar, bei denen man sich im Vorfeld noch nicht 100% klar darüber ist, was man genau sucht. Eine gute Möglichkeit, genau die richtigen Produkte zu finden und auch zu verkaufen.

    Das sich über die so stattfindende tiefergehende Interaktion mit dem Shop auch eine im besten Falle positive Verbundenheit (und alles was damit einhergeht) mit dem Anbieter ergibt, ist ein sehr erstebenswerter “Neben”effekt! Seitens der Konzeption & Produktion ist solch guter Kundenservice für die Anbieter sicher mit Mehraufwand verbunden, zahlt sich aber fraglos vielfach aus.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *