Testsetup bei iPad-Studien, Einsatzbereiche von Remote Usability-Tests, häufige Fehler bei der Durchführung von Fokusgruppen und was man beim Interpretieren von Eyetracking-Daten beachten sollte – Linktipps von Martin Beschnitt

Für alle diejenigen, die selber Apps entwickeln bzw. nutzerbasiert optimieren: Es gibt nun endlich beim iPad2 die Möglichkeit, die Bildschirmoberfläche zu spiegeln! D.h. bei Usability-Tests von mobilen Anwendungen muss man nicht mehr zwingend per Dokumentenkamera und Webcam (siehe: Usability-Labs bei Apps – so schauen wir bei eResult Nutzern über die Schulter) die Interaktionen der Probanden mit verfolgen – wie das Video von Nate Bolt in dessen Artikel iPad & iPhone Remote Research zeigt. Aber: Wenn auch die Gestik und Mimik sowie das Handling des iPads während des Tests / der Beobachtung von Interesse sind, kommt man weiterhin nicht um ein aufwändiges Setup herum.

Wann sollten Sie einen asynchronen Remote Usability-Test durchführen und wann doch einen klassischen Usability-Test im Labor? Schön, dass sich auch einmal andere Experten dieser Fragestellung widmen. Tim Fidgeon von Spotless Interactive, einer amerikanischen Usability-Agentur, die ebenfalls asynchrone als auch synchrone Testverfahren anbietet, erläutert anschaulich, wo die Einsatzpunkte, Starken aber auch Grenzen der jeweiligen Methode liegen. Usability Testing: When to use remote usability testing

Jay Eskenazi beweist mit seinem Artikel How to Fix the 5 Most Common Mistakes with Focus Groups, dass Fokusgruppen keinesfalls ein Kinderspiel sind. Die von ihm angesprochenen Herausforderungen begegnen uns tagtäglich bei der Planung, Durchführung und Auswertung von Fokusgruppen im Rahmen von Kundenprojekten. Und es gibt noch einige mehr, die nennenswert wären…

Zuguterletzt noch ein Artikel von Linda Bustos, deren Expertise ich grundsätzlich sehr schätze, zum Thema Eyetracking: Hot Hot Heat Maps: 10 Tips for Conducting and Analyzing Eye Tracking Tests. Der Artikel startet perfekt: “Quantitative site analysis […] phenomenal for learning about your site’s performance and user behavior. But the drawback is, this data tells you the “what” but not the “why.” To get into users’ heads, it’s necessary to perform qualitative research […].” BRAVO! Besser hätte ich es auch nicht sagen können. Aber, was kommt dann? Ein Optimierungsansatz auf Basis von Heatmaps, die über eine Webcam generiert werden? 1.) Dieses Messverfahren ist extrem ungenau. 2.) Eyetracking dreht sich nicht allein um Heatmaps. Erst die Auswertung von AOIs, Kontaktwahrscheinlichkeiten und Zeitintervallen machen diese Methode so interessant und aussagekräftig. Beim Fazit bin ich glücklicherweise wieder bei ihr: “When performing eye tracking studies, it’s important that you approach them knowing what questions you want to answer (hypotheses) […]. Eye tracking data should not be solely relied upon, it’s important to sanity-check your hypotheses with quantitative data for the full picture.”

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