Der Weg zur zielgruppengerechten Website

Fotolia Fragen über Fragen bei der Entwicklung einer neuen Website oder auch Überarbeitung eines bestehenden Webauftritts:

  • Was wünscht sich der Nutzer an Funktionen/Erweiterungen?
  • Was muss ich bieten, damit meine Seite akzeptiert/weiterempfohlen wird?
  • Wie generiere/behalte ich zufriedene Stammnutzer?
  • etc.

Intern versucht man dann, sich in den (potenziellen) Nutzer hineinzuversetzen und seine Wünsche und Anforderungen im Team zu erschließen. Dies fällt oft schwer, warum also nicht den Nutzer direkt in dieser frühen (Weiter-)Entwicklungsphase einbinden?

Entscheidender Vorteil der Einbeziehung des Nutzers in frühen Phasen ist, dass man nicht an ihm vorbei entwickelt und dabei Ressourcen verschwendet. Doch wie bekomme ich Informationen über meine anvisierten Nutzer, wenn die Seite bislang noch gar nicht existiert? Mit wem soll ich mich austauschen, wenn ich keine Gelegenheit habe, über eine Kundendatenbank mit ihm in Kontakt zu treten oder durch ein Feedbackformular kontinuierlich Rückmeldung zu erhalten?

Abhilfe schafft in diesem Fall eine Zielgruppen-Befragung über ein Panel zur Messung der Anforderungen der zukünftigen Nutzer. Dabei kann im Vorfeld gezielt selektiert werden, welche Personen ich zu dieser Befragung einladen möchte, beispielsweise anhand von personenbezogenen Daten wie Alter, Geschlecht, Beruf etc. Denn entscheidend ist, dass die richtigen Personen befragt werden, und nicht etwa jemand, der sich mit dem Thema noch nie auseinander gesetzt hat und es auch in Zukunft nicht tun wird. Auch diese Weise ist man sehr nah dran am zukünftigen Nutzer/Kunden. Ein schönes Sprichwort fällt mir in diesem Zusammenhang noch ein: „Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler!“

Für den zweiten, oben genannten Fall, dass es sich um eine bestehende Seite handelt, kommen mehrere Wege in Frage, mit den Kunden in Kontakt zu treten, aber auch hier kann es ratsam sein, einmal nicht die aktuellen, bereits von der Seite beeinflussten Nutzer zu fragen, sondern bisherige Nicht-Nutzer aus der relevanten Zielgruppe.

Bei Einsatz dieser Methode eignet sich der Rückgriff auf die KANO-Analyse, um die Anforderungen gleich richtig zu gewichten. Ansonsten kann schnell eine unüberschaubare Flut entstehen, da alle Vorschläge von den Nutzern als nützlich und denkbar bewertet werden, dieses aber in der Realität z.B. aus diversen Restriktionen nicht umsetzbar ist. Hierfür notwendig ist, dass intern bereits eine Liste mit Items/Funktionen oder ähnlichem erarbeitet wurde, die nun hinterfragt werden sollen hinsichtlich der Umsetzung.
Im Blog wurden übrigens schon mehrere Einsatzbereiche der KANO-Analyse aufgezeigt, was die Flexibilität der Methode unterstreicht.

Fazit:

Statt sich auf internen Vermutungen zu verlassen, so früh wie möglich den Nutzer in den Entwicklungsprozess mit einbeziehen, denn er soll die Seite später nutzen und zum Erfolg führen. Dies schont Ressourcen und nicht zuletzt auch die Nerven, wenn zu einem späteren Zeitpunkt das gesamte Konzept bzw. die fertige Seite hinterfragt wird.
Neben Befragungen bieten sich auch je nach Fragestellung und Entwicklungsstand andere Methoden wie z.B. Fokusgruppen an, wenn nicht nur eine Entscheidung bzw. eine Gewichtung der Wünsche, sondern eine intensive Diskussion mit den Nutzern notwendig erscheint, um ihre Bedürfnisse zu erfahren.

Ein Gedanke zu „Der Weg zur zielgruppengerechten Website

  1. Pingback: ||| Handelskraft ||| Der E-Commerce und Web 2.0 Blog - 5 Lesetipps der Woche

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.