Mobile Shopping-Studie: Das motiviert Nutzer zum Stöbern in Shopping-Apps – Teil 2

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In einem Usability-Test haben wir ermittelt, welche Funktionen die Lust zu Stöbern steigern können bei der Nutzung von iPad Shopping-Apps. Diese Studie ist Teil der Studienreihe „Mobile Shopping“, in der Shopping-Angebote auf unterschiedlichen Smartphones und Tablet-PCs untersucht werden.

Nachdem im ersten Blogbeitrag zum Thema erklärt wurde, dass die Zielgruppe eine gewisse Affinität zum Stöbern aufweisen sollte, konzentriert sich dieser Beitrag darauf, wie das Stöberpotential am besten unterstützt und gefördert werden kann.

Im Nutzertest hat sich eindeutig gezeigt, dass große Produktbilder, die sich mit einem Fingerwisch einfach Weiterblättern lassen, die größte Nutzungsfreude erzeugten und die Nutzer am besten gefesselt haben. Ein gutes Beispiel hierfür ist die App von „Shopstyle“ – siehe Abbildung 1. Die Abbildungen nehmen die gesamte Bildschirmgröße des iPad ein. Es werden nur die wichtigsten Informationen (Titel & Preis) angezeigt. Alles Weitere wird erst auf „Klick“ sichtbar.

Shopstyle Produktabbildungen

Abbildung 1 – Große Produktabbildungen bei „Shopstyle“

Allerdings zeigte sich bei den älteren Testpersonen, dass der Klick zum Aufruf weiterer Informationen nicht „gefunden“ wurde und auch die Blätterfunktion durch den Fingerwisch weniger genutzt wird. Diese Testpersonen wechselten häufiger zwischen den Abbildungen und der Produktübersichtsseite mit deutlich kleineren Bildern. Handelt es sich bei der Zielgruppe der App um ältere Nutzer mit guten PC-Kenntnissen, dann sollten die verschiedenen Optionen am besten direkt angezeigt werden. Wie dies umgesetzt werden könnte, zeigt die Abbildung 3, auch wenn es sich hierbei um eine iPhone-App handelt. In der Promod-App werden sowohl die Vergrößerungsfunktion durch eine Lupe als auch die Blättermöglichkeiten durch Pfeile visualisiert, damit die Funktionen gelernt werden können.

Da Produktabbildungen von solch zentraler Bedeutung sind und eine zumeist nicht ausreicht, stellt sich die Frage, wie auch weitere Abbildungen möglichst einfach integriert werden können. Bei Manufactum hat der Nutzer die Möglichkeit, bereits auf der Produktübersicht sich alle verfügbaren Abbildungen anzusehen. Dies setzt jedoch eine gute Feinmotorik voraus, da man beim „Blättern“ leicht auf dem nebenliegenden Bild landet.

Manufactum Produktansichten

Abbildung 2 – Verschiedene Produktansichten bei „Manufactum“

Wenn man beiden Anforderungen kombiniert – große Produktabbildungen und weitere Ansichten -, dann kann wiederum die iPhone-App von „Promod“ als Ideenvorlage dienen. D.h. es werden große Produktbilder analog der Shopstyle-App inkl. Blätterfunktion angeboten. Die weiteren Produktabbildungen werden als Thumbnails am unteren Rand eingeblendet und ein Drauftippen vergrößert die jeweilige Ansicht.

Promod Produktbilder

Abbildung 3 – iPhone-App von „Promod“

Ebenfalls sehr positiv im Nutzertest bewertet wurde der Coverflow der „Yoox“-App. Diese Art der Produktdarstellung lädt zum Stöbern ein. Auch hier wurden die Produktinformationen auf den Namen und den Preis beschränkt. Ein Button „Info Artikel“ zeigt deutlich an, wie weitere Informationen aufgerufen werden können.

Yoox Coverflow

Abbildung 4 – Coverflow bei „Yoox“

Eine weitere erwähnenswerte Funktion der „Yoox“-App ist die Drehfunktion des Bildes, so dass die Rückansicht betrachtet werden kann. Hierbei handelt es sich um eine schlüssige Funktionalität, die trotz des Symbols oben rechts nur von wenigen Probanden entdeckt wurde.

Yoox Vorder- und Rückseite

Abbildung 5 – Produktansichten Vorder- & Rückseite bei „Yoox“.

Wenn Sie noch mehr erfahren möchten, wie das Stöberpotential in Shopping-Apps gesteigert werden kann, dann können Sie weitere Ergebnisse der Studie hier nachlesen: eResult Mobile Shopping-Studie: Das motiviert Nutzer zum Stöbern in Shopping-Apps

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