Usability bei Uhren

Als Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln bin ich darauf angewiesen eine verlässliche Quelle für die richtige Uhrzeit mit mir zu führen. Die Verlässlichkeit war bei meiner letzten Uhr, die ich vor ein paar Monaten gekauft hatte, leider nach kurzer Zeit nicht mehr gegeben, da sie ab und zu einfach für einige Minuten stehen blieb. So kurz nach dem Kauf war es zum Glück gar kein Problem die Uhr einzutauschen.

Da das gleiche Model nicht mehr vorrätig gewesen ist, habe ich mir ein anderes Model ausgewählt. Diese Uhr funktioniert nun einwandfrei, hat aber einige Mängel in Bezug auf die Usability. Bei schlechten Lichtverhältnissen ist das Ablesen der Uhrzeit dadurch etwas schwierig.

Diese Usability-Fehler sind mir bei Webseiten schon häufig aufgefallen. Bei Uhren habe ich darüber allerdings bis zu dieser Erfahrung noch nicht darüber nachgedacht, was sich aber in Zukunft ändern wird.

Uhr

Das erste Problem ist der geringe Kontrast zwischen Ziffernblatt und Zeigern. Häufig haben Uhren ein dunkles Ziffernblatt und helle Zeiger, das ist bei meiner Uhr allerdings nicht so. Die weißen Zeiger heben sich kaum von dem weißen Ziffernblatt ab. Da hilft es auch nicht, dass diese silbern eingefasst sind.

Das alleine wäre sicherlich kein großes Problem, wenn nicht zu viele Informationen in das Ziffernblatt eingebaut wären. Die drei kleinen „Uhren“, die Datumsanzeige und der Markenname führen dazu, dass sich die Zeiger noch weniger vom Hintergrund abheben. Noch dazu sind das alles Funktionen, die ich gar nicht benötige. Mir reicht da eigentlich eine zuverlässige Zeitangabe.

Ich habe mich bei der Uhr vom schicken Design verführen lassen und dabei eben nicht auf die Usability geachtet. Das wird mir in Zukunft sicherlich nicht mehr passieren. Ich werde also darauf achten, dass ich eine Uhr bei allen Lichtverhältnissen ablesen kann.

Das Gleiche gilt für mich natürlich schon lange für Webseiten. Man sollte immer darauf achten, dass der Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund groß genug ist. Das gilt besonders bei invertierten Schriften (z.B. weiße Schrift auf grauen Hintergrund), die per se schlechter zu lesen sind.

Weiterhin sollte man auf eine klare aufgeräumte Struktur achten. Spielereien, die dem User nichts nützen sollte man lieber bleiben lassen. Also Schick und „Fancy“ sind nicht immer die bessere Alternative.

5 Gedanken zu „Usability bei Uhren

  1. Marcus

    Insbesondere die Lesbarkeit der Datumsanzeige kann schwierig werden, wenn hier noch der Tag zusätzlich angezeigt wird. Um so mehr Totalisatoren eine Uhr hat, um so unübersichtlicher wird es, manchmal ist dies aber eben auch gewollt.
    Meiner Meinung haben die beste Lesbarkeit / Benutzerfreundlichkeit im Hellen wie im Dunkeln Taucheruhren, im speziellen Rolex Submariner oder Omega Seemaster.

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  2. Christian

    Na ja. Ist wohl eher eine Beschäftigungstherapie gewesen? 🙂

    Die beste Genauigkeit und Ablesbarkeit haben dann wohl billige Digitaluhren oder eben das Smartphone… Aber nachdem man(n) ja das Teil nicht als Handgelenkswärmer trägt (hoffe ich), wird sich die Frage nicht so oft stellen.
    Aber klar, bei den edlen Modellen überwiegt nicht von ungefähr das schwarze Ziffernblatt mit weißen Zahlen.

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