Personas anschaulich beschreiben – per Video dem Trend der Zeit gerecht werden

Movie clapper board

Personas als sinnvolles Instrument bei einem User-Centered-Design Prozess wurden bereits mehrfach beschrieben, z.B. im Beitrag von Katja Brand-Sassen im Zusammenhang mit der Internationalisierung von Websites.

Dabei wird bei der Erstellung von Personas im Kern zunächst einmal daran gedacht, eine verbale Beschreibung zu erarbeiten. Anhand dieses Dokuments kann jeder aus dem Projektteam nachlesen, wer die Personas sind, wie sie sich unterscheiden, was die jeweiligen Besonderheiten sind etc.

Aber bleibt das geschriebene Wort tatsächlich gut haften? Ist dieses ausreichend, um Personas in den Köpfen zu verankern? Wir meinen nein, und haben daher noch weitere Möglichkeiten durchdacht, um dieses Ziel bzw. diese notwendige Bedingung für die zukünftige, effektive Arbeit mit Personas zu erreichen.

Plakate/Aufsteller:

Um die Personas bei der täglichen Arbeit präsent zu haben, bietet sich an, sie ständig im Blickfeld zu haben, so dass sie nicht in Vergessenheit geraten. Dies kann über Plakate an den Wänden geschehen oder über lebensgroße Aufsteller im Konferenz- oder Aufenthaltsraum des Teams. Alternativ oder zusätzlich erhält jeder Mitarbeiter pro Persona eine Art „Set-Card“, die im Notizblock untergebracht werden kann, und so ständig griffbereit liegt.

Aktuelle Informationen/Updates:

Anlassbezogen melden sich die Personas zu Wort, beispielsweise zu einem saisonalen Ereignis wie Sommerferien oder Weihnachten. Hier lässt sich prima zu der originären Persona-Beschriebung ergänzen, wie die einzelnen Gruppen damit umgehen und weitere Details formen das Bild, das die Teammitglieder von der Persona haben. Die Lebendigkeit wird unterstützt.

Videos:

Zum Beispiel bei der Darstellung eines typischen Tages kann ein Video gute Dienste leisten. Man begleitet die Personas bei typischen Tätigkeiten und prägt sich dadurch einzelne Details besser ein. Videos transportieren Botschaften und Inhalte besser bzw. anschaulicher als ein reiner Text mit Foto. Siehe dazu auch einen spannenden Erfahrungsbericht von Laura Ballay and Meghan Deutscher. Zudem ist dieses Medium aktuell „in“ und ich sage mal recht angenehm zu konsumieren. Denn Personas müssen auch Spaß machen, wenn sie intern akzeptiert und angenommen eingesetzt werden sollen.

Wie sind Ihre Erfahrungen? Mussten Sie schon einmal miterleben, dass nach einem Personas-Projekt die Ergebnisse in der Versenkung verschwanden oder wurden die Personas problemlos ins Tagesgeschäft integriert?

Was haben Sie noch für ergänzende Ideen, um die Lebendigkeit und die Präsenz der Personas im Unternehmen oder Team zu steigern? Ich freue mich auf ungewöhnliche Ideen.

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