Suche wie sie sein soll: Der Google Hotelfinder

Ich möchte mich in die von Martin Beschnitt gestartete Serie zur Analyse von Hotelsuchfunktionen einreihen und den Funktionsumfang des Google Hotelfinder beleuchten. Der Hotelfinder startet zunächst nur in den USA, wird aber voraussichtlich auch bald bei uns verfügbar sein und ich gehe davon aus, dass er die Hotelsuche aufgrund seiner neuen Funktionen nachhaltig verändern wird.


Hotelfinder

Kartenfunktion

In der Kartenansicht werden beliebte Bereiche mit einer „Heatmap“ hervorgehoben. Diese ergibt sich aus der Geolokalisierung und Check-Ins via Google+. Die Bereiche können mit einem oder mehreren Tetragons beliebig eingegrenzt und erweitert werden. Hotels außerhalb des ausgewählten Bereichs werden weiterhin auf der Karte, nicht jedoch auf der Liste angezeigt. Diese intuitive Bedienbarkeit der Kartenfunktion verschafft dem Suchenden einen unmittelbaren Eindruck der Region, in der sich das Hotel befindet – ein Novum der Hotelsuche!

Heatmap

Preisfunktion

Preisschieberegler

Mittels preissensibler Schieberegler können die Hotels gefiltert werden. Dabei gibt es nicht nur die Möglichkeit nach dem Gesamtpreis zu differenzieren, sondern auch nach dem Durchschnittspreis des Hotels über den Zeitverlauf gesehen. Diese Funktion ähnelt stark dem Rate Indicator von Bing. Google speichert hierbei die Hotelpreise der Vergangenheit und nutzt sie für einen Preisvergleich innerhalb eines Hotels. So kann der Suchende sehen, zu welchen Zeiten ein Hotel besonders günstig und wann besonders teuer ist.

Listenfunktion

Die Listen liefern eine Vergleichsfunktion und bedienen sich dabei den Informationen aus Google Places. Fokussiert sind dabei die Kriterien: Preis, Preisabweichung vom Durchschnitt, Bewertungs- und Sternekategorie. Zusätzlich sind Fotos, Hoteleigene Beschreibungen und Bewertungen integriert. Auf die gängigen Bewertungsportale wie Tripadvisor wird verlinkt. Bei der Buchung greift Google auf die Buchungsmaschinen seiner Kooperationspartner Expedia, booking.com, etc. zurück.

Fazit

Die Nutzerfreundlichkeit der Funktionen steht außer Frage. Eine Schwachstelle sehe ich dennoch in der Qualität der Bewertungen. Denn im Zuge der Einführung des Hotelfinders hat Google die Bewertungen der gängigen Portale wie Tripadvisor aus den Places Profilen gelöscht. Im Hotelfinder werden diese lediglich verlinkt. Ansätze, wie Google falschen Bewertungen entgegenwirken kann, sehe ich insbesondere durch die Georeferenzierung via Google+ sowie die Identifizierung mittels eines Google Accounts.

Insgesamt ist Googles Hotelfinder aber ein sehr gelungenes Produkt, dass durch Googles Kauf von ITA-Software noch auf Flüge erweiterbar ist.

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2 Kommentare zu „Suche wie sie sein soll: Der Google Hotelfinder

  1. Pingback: Gute Nacht Freunde – Die Auswirkungen von Googles Hotelfinder auf die Hotellerie | Eric Horster

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