Digital Natives Studie: Im Internet ist Kommunikation Trumpf

Wo bewegen sich Digital Natives im Netz? Welchen Zweck erfüllt das Internet in ihrem Alltag und wie wird es genutzt?
Um diesen Fragen nachzugehen wurden in der eResult Digital Natives Studie Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 25 Jahren (= Digital Natives) im Vergleich zu Personen zwischen 35 und 45 zu ihren Surfgewohnheiten befragt.

Eindeutig fällt in das Ergebnis bei der Wahl der Lieblingsseite aus. Facebook wurde bei den Digital Natives mit Abstand am häufigsten aufgelistet. Auch in der älteren Vergleichsgruppe liegt Facebook vorn, allerdings mit wesentlich geringerem Abstand zum in beiden Gruppen zweitplatzierten Google.

Bereits auf den folgenden Platzierungen werden die Unterschiede beider Gruppen noch deutlicher:

Bei der jüngeren Gruppe ist Youtube sehr beliebt, gefolgt von diversen Seiten, die in erster Linie der Kommunikation untereinander dienen, wie z.B. MSN, web.de, hotmail, studiVZ oder GMX.
Bei der älteren Gruppe stehen dagegen Shoppingseiten besonders hoch im Kurs. EBay und Amazon zählen in dieser Gruppe zu den Favoriten, während die jüngere Gruppe sie deutlich seltener als Lieblingsseite angibt.

Lieblingsseiten

Abbildung: Die Lieblingsseiten der Digital Natives

Surfen besitzt also für Digital Natives in erster Linie eine soziale und kommunikative Komponente, während die ältere Vergleichsgruppe das Internet verstärkt für Shoppingaktivitäten nutzt.
Das mag auch an den unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten liegen. Es ist jedoch in jedem Fall anzunehmen, dass die Jugendlichen ihre Kommunikationsgewohnheiten ein Stück weit ins Erwachsenenalter mitnehmen werden, was die Ansprüche an- und den Umgang mit Internetangeboten verändern wird.
Gleichzeitig sinkt das Spektrum an „Lieblingsseiten“ mit steigendem Alter. Das heißt, die Jüngsten besuchen im Schnitt pro Surfsession die meisten Seiten.
Ein guter Grund, die junge Zielgruppe rechtzeitig anzusprechen und sie vom eigenen Angebot zu überzeugen, denn je länger man damit wartet, desto schwieriger wird die Überzeugungsarbeit.

Intentionen und Lieblingsseiten kennen wir. Aber welche Geräte werden zum Surfen genutzt? Auch dieser Frage ist die Studie nachgegangen. Jeder kennt das Bild von Jugendlichen, die ihr Handy oder Smartphone quasi permanent in der Hand halten, tatsächlich lassen sich derzeit jedoch keine großen Gruppenunterschiede in der Wahl der Geräte erkennen. Beide Gruppen surfen vorwiegend mit PC oder Laptop.
Die hohe und stetig steigende Verbreitung von Smartphones schon bei den unter 18jährigen lässt hier allerdings auf eine Trendwende schließen. Schon jetzt besitzt fast jeder zweite Jugendliche ein Smartphone. Und diejenigen, die ein solches Gerät besitzen, nutzen es bereits für ca. ein Drittel ihrer Surfzeit. Höchste Zeit also, die eigene Website auch für die mobile Nutzung fit zu machen, sofern das noch nicht geschehen ist.

Haben Sie Interesse an weiteren Erkenntnissen der Studie? Hier geht es zum Forschungsbeitrag zur Digital Natives Studie.

Ein Gedanke zu „Digital Natives Studie: Im Internet ist Kommunikation Trumpf

  1. Pingback: Digital Natives Studie: Facebook sorgt für schnelle Kommunikationswege | usabilityblog

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *