Digital Natives Studie: Facebook sorgt für schnelle Kommunikationswege

Aktuell wächst eine Generation heran, für die der Umgang mit digitalen Medien ganz selbstverständlich ist – die Digital Natives.
Welche Besonderheiten diese Gruppe zwischen 12 und 25 bei der Mediennutzung im Vergleich zu heute 35- bis 45jährigen auszeichnet ist Gegenstand der eResult Digital Natives Studie. Nach dem bevorzugten Surfrevier und den Beurteilungskriterien für Webangebote geht es in diesem Beitrag um die Nutzung sozialer Netze wie z.B. Facebook.

Bei der Dauer der täglichen Nutzung fangen die Unterschiede zwischen den Gruppen schon an:

Für die Digital Natives gehören die Netze definitiv zum Alltag. Die meisten Vertreter dieser Gruppe verbringen zwischen zehn Minuten und zwei Stunden täglich bei Facebook&Co. Ein kleinerer Teil der Jugendlichen ist sogar mehr als drei Stunden täglich in sozialen Netzen unterwegs, während nur die wenigsten Vertreter der älteren Vergleichsgruppe mehr als eine Stunde am Tag dort anzutreffen sind.

Auch die Art der Nutzung unterscheidet sich zwischen beiden Gruppen, angefangen mit der Zahl der verknüpften „Freunde“. Während die deutliche Mehrheit der unter 25jährigen mehr als 50 „Freunde“ hat, ist in der älteren Gruppe immerhin fast jeder fünfte mit nicht mehr als zehn Personen vernetzt.

Interessant ist auch, wofür die Netze von den Gruppen überhaupt eingesetzt werden.

Während in der jüngeren Gruppe hauptsächlich direkt miteinander kommuniziert – sei es durch Nachrichten, Chat oder Pinnwandeinträge – stehen bei der älteren Gruppe Mitlesen und „auf dem Laufenden bleiben“ im Vordergrund.

Intentionen Netzwerknutzung

Intentionen der Netzwerk-Nutzung

Diese direkte Kommunikation hat Auswirkungen auf die Schnelligkeit, mit der sich Meinungen und Erfahrungen innerhalb einer Gruppe ausbreiten. Viel Austausch untereinander und eine starke Vernetzung sorgen für eine enorm schnelle Verbreitung der Informationen, die für Digital Natives interessant sind.

Was bedeutet dieser Wandel im Verhalten für die Praxis?

Der intensive Austausch der Digital Natives untereinander über soziale Netze birgt für Seitenbetreiber und andere Anbieter Chancen und Risiken. Kommt eine neue Seite, eine Funktion, eine Kampagne oder ein Produkt in der Zielgruppe der Digital Natives gut an, so kann sich diese Nachricht sehr schnell verbreiten und damit eine gute Werbewirkung erzielt werden. Das Gleiche gilt jedoch auch umgekehrt: Ist ein Digital Native unzufrieden mit einem Shop oder einem Produkt macht auch das schnell die Runde und kann einen enormen Imageschaden bewirken. Schon deshalb ist Vorbeugung durch eine nutzerzentrierte Entwicklung so wichtig.

Haben Sie Interesse an weiteren Erkenntnissen der Studie? Hier geht es zum Forschungsbeitrag zur Digital Natives Studie.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *