Bitte: „Machen Sie Ihre Kunden beim Online-Einkauf glücklich“ – 10 Tipps und Anregungen dazu!

„E-Commerce macht das Leben leichter und steigert die Lebensqualität“ – so können die Erkenntnisse der Studie Einkaufen 4.0 der Deutschen Post DHL auf den Punkt gebracht werden.

44% der Online-Shopper bewerten das Angebot von Online-Shops bzw. die Möglichkeit des Online-Einkaufs als Beitrag zur Verbesserung ihrer Lebensqualität. Sie begründen dies mit mehr Spaß beim Einkaufen (41 Prozent), weniger Stress (63%) und einem besseren Zeitmanagement (81%).

Der Einkauf im Internet wird als emotionales Erlebnis wahrgenommen – mit den emotionalen Höhepunkten: „Vorfreude auf das Paket“ und der Übergabe des Pakets an der Haus-/Wohnungstür.
50% vergleichen die Paketübergabe mit dem Erhalt eines Geschenks.

Also: Da geht doch was.
Online-Shopping schafft Erlebnisse!

Wie können Sie, als Shop-Betreiber, positive Erlebnisse wie Freude, Begeisterung, Glück und Zufriedenheit auch während des Shop-Besuchs schaffen?

Gerne möchte ich Ihnen dazu einige Anregungen bieten.

Achten Sie auf Ihre Bilder und bitte auch auf Ihre Texte!

Leselust

  • Realitätsnahe, hochwertige
    Bebilderung
  • Informierende, gehaltvolle
    Produktbeschreibungen – die zu
    lesen Lust und Freude bereitet!

Schaffen Sie Atmosphäre!

Bühne

  • Stellen Sie Produkte in den Vordergrund
    – so viele wie möglich …
  • … und setzen Sie diese „in Szene“!
  • Nutzen Sie die Wirkung von Farben
    – sie können beruhigen aber auch
    anregen.


Unterstützen Sie beim Kauf!

Beratung

  • „Gemeinsames Einkaufen“
    – statt einsam, still und
    leise Surfen, z.B. über Facebook-
    Anwendungen ermöglichen.
  • Services – Kundenmeinungen,
    Größenberatung
    – tragen zur
    Zufriedenheit bei und bauen
    Unsicherheit ab.
  • Neuheiten – als Sortierung – befriedigen
    das Bedürfnis nach Abwechslung!

Regen Sie zum Kauf an!

Kaufanregung

  • 1-2-3 Meins – Produktdetailseiten
    bieten „Besitz-Vor-Freude“
  • Warenkorbzwischenseite:
    Hier haben Nutzer eine „rosarote“ Brille auf – unbedingt nutzen für Kaufanregungen (z.B. Kombinationsartikel)!


Und nicht vergessen … verärgern Sie Ihre Besucher niemals,
z.B. durch einen umständlich zu bedienenden Online-Shop. Das schafft negative Erlebnisse und verhindert, dass Ihre Besucher in Kauflaune kommen.

  • Welche Ideen und Anregungen zur „emotionalen Shop-Gestaltung“ haben Sie?
  • Mit welchen Maßnahmen haben Sie vielleicht schon positive Erfahrungen gemacht?
  • Und: Wie messen Sie das Einkaufserlebnis auf Ihrem Online-Shop?

Freue mich auf eine anregende Diskussion mit Ihnen.

10 Gedanken zu „Bitte: „Machen Sie Ihre Kunden beim Online-Einkauf glücklich“ – 10 Tipps und Anregungen dazu!

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  2. J. Ham

    Hallo Herr Wilhelm,

    dem Kunden geballte Beratungskompetenz und Fachwissen zu präsentieren ist ein zentrales Thema unseres Shops. Obwohl im Gegensatz zu einem „echten“ Laden kein unmittelbarer persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung steht, muss der Kunde sich immer gut aufgehoben fühlen und wissen, wo er nach Rat fragen kann. Wir glauben, dass es eine Todsünde des eCommerce ist, dem Nutzer ein Gefühl von Einsamkeit und Isolation zu geben. Sie würden ja auch nicht in einem riesigen Lagerhaus einkaufen wollen, in dem keine Menschenseele ist.

    Bester Gruß,
    J. Ham

    Antworten
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  7. Thomas

    „Hier haben Nutzer eine „rosarote“ Brille auf – unbedingt nutzen für Kaufanregungen“. Wie bringe ich Menschen dazu, etwas zu tun, das sie „normalerweise“ nicht tun würden. Sollte der Fokus von „Usability“ nicht eher darauf liegen, die Menschen darin zu unterstützen, das, was sie brauchen bzw. suchen möglichst effektiv und einfach erledigen zu können. Ich verstehe schon, das der Kapitalismus kein Wohltätigkeitsveranstaltung ist, aber was viele anscheinend noch nicht verstanden haben ist folgendes: Die zentrale Grundannahme des Kapitalismus ist, dass man glaubte, dass für alle am Ende das Beste bei herauskommt (maximales Gemeinwohl), wenn jeder Unternehmer nur einfach seine eigennützigen Interessen möglichst effektiv verfolgt (Gewinnmaximierung). Dass diese Grundannahme falsch ist, lässt sich kaum mehr übersehen. Es wäre einfach gewesen. Aber neben dem Sozialabbau zwecks Standortvorteil, der Umweltzerstörung und Ausbeutung von Mensch und Tier und der gesellschaftlichen „Belohnung“ von psychopathisch veranlagten Menschen (noch aggressiver, noch rücksichtsloser) ist eine der wesentlichen negativen Folgen dieser Art zu wirtschaften, dass Bedürfnisse geweckt werden, die völliger Blödsinn sind, deren Befriedigung Geld kostet und den Menschen kein Stück weiter bringt, im Gegenteil. Vor diesem Hintergrund (den man zu widerlegen gerne versuchen mag) dann auf einem Usabilityblog die Empfehlung zur Benutzerverarsche zu lesen ist … geschmacklos. So oder so ist es einfach unmoralisch. Das ist einfach keine Art und Weise mit seinen Mitmenschen umzugehen, wie abstrakt die Beziehung durch das Internet auch erscheinen mag.

    Antworten
  8. Thorsten Wilhelm

    Hallo Thomas, kann ich alles nachvollziehen. Die Argumentation und Wertung des ganzen hängt nicht unwesentlich davon ab, ob die vom Shop angebotenen Produkte, zu deren Kauf angeregt wird, ein gutes oder mieses Preisleistungsverhältnis haben. Ich hoffe und nahm an, dass es ein gutes ist, und schrieb unter diese Annahme den Beitrag.

    Antworten
  9. Thomas

    Dieser Argumentation kann ich nicht folgen. Im Kern geht es ja darum, eine psychische Schwäche (in einer Situation X haben treffen Y% Menschen eine Entscheidung anders als sie es in einer, sagen wir einmal, besonnenen Moment treffen würden) auszunutzen, um dem Shop-Besucher zu einer Kaufentscheidung zu bewegen. Zur Klärung der Frage, ob das moralisch vertretbar ist, trägt die Frage nach dem Preisleistungsverhältnis wenig bei. Sonst wäre auch das verhalten des Autohändlers, der seiner senilen Mutter ein besonders preisgünstiges Auto verkauft ja völlig in Ordnung. Oder übersehe ich hier einen Aspekt?

    Antworten
  10. Thorsten Wilhelm

    Vielleicht … beim Preis-Leistungs-Verhältnis geht es ja darum ein aus Sicht des einzelnen optimales Verhältnis zwischen Preis und Leistung (Qualität) zu erzielen. D.h. ein Produkt zu bekommen, das die Anforderungen erfüllt (die Anforderungen die der einzelne an dieses stellt) und welches zugleich günstig ist. So hat z.B. ein Fiat 500 für die einen ein Top Preisleistungsverhältnis, für die anderen, z.B. Sportwagenfans, ist es eher der Porsche. Bekommt die Mutter in Deinem Beispiel ein sehr preisgünstiges Auto, das ihre Anforderung 100% erfüllt, dann hätten wir eine sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis, aus Sicht der Mutter und auch des Sohnes, denn nur solche Kunden werden zufrieden sein und damit immer wieder kaufen / positive über den Händler erzählen.

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