Wie ein Inspirationspool in Kreativworkshops neue Ideen bringt

Im letzten Beitrag zum Thema Inspirationspool ging es darum, wie ein Inspirationspool für die zielgerichtete Suche nach Beispielen und Good Practices eingesetzt werden kann. Nun soll es um die Einsatzmöglichkeiten in Kreativworkshops gehen.

Als Unterstützung bei der Durchführung von Kreativitätstechniken geht es nicht darum, ein konkretes Beispiel zu finden, welches die jeweilige Problemstellung löst. Vielmehr wird der Inspirationspool im Workshop als Reizanker benutzt.
Welche Möglichkeiten gibt es nun für diesen Einsatzbereich?

Vielleicht kennen Sie die Bildstimulation oder auch visuelle Synektik, eine von der Reizwort-Analyse abgeleitete Kreativitätstechnik. Bei dieser Technik wird nach dem Zufallsprinzip ein Bild ausgewählt, das man dann für ein bis zwei Minuten wirken lässt. Während dieser Zeit wird versucht, Verbindungen zwischen dem Bild und der Fragestellung herzustellen. Jede Assoziation wird notiert. Diese Vorgehensweise wird nun mit einigen weiteren Bildern wiederholt, bevor mit den gesammelten Assoziationen weiter gearbeitet wird.
Mit dem Inspirationspool ist diese Methode sehr einfach durchführbar. Man sucht sich irgendein Schlagwort aus der Tagcloud aus und klickt es an. Nun hat man eine mehr oder weniger zufällige Auswahl von Bildern und Screenshots. Nach und nach aufgerufen können diese dann als Reizelement eingesetzt werden.

iPool Bildstimulation

Eine andere Fragestellung, die gelegentlich in Workshops Auftritt ist die nach dem Nutzerempfinden. Designer und Konzepter haben unter Umständen andere Assoziationen als „normale“ Webnutzer, aber auch sonst ist es für den Kreativprozess sinnvoll, sich einmal weitere mögliche Assoziationen vor Augen zu führen.
Ein Beispiel: Es soll etwas entwickelt werden, was besonders modern wirkt. Aber was wirkt überhaupt modern?
Auch für diesen Fall liefert ein Inspirationspool eine wertvolle Hilfe, wenn er mit eingesandtem Bildmaterial „normaler Webnutzer“ gefüllt ist. Wurde diesen Nutzern einmal die Frage gestellt, was für sie modern ist und haben diese mit einem Bild darauf geantwortet, so können diese Bilder über das Schlagwort „modern“ wieder im Inspirationspool aufgerufen werden.
Der Inspirationspool liefert so eine ganze Reihe von Bildern, zu denen irgendjemand die Assoziation „modern“ hatte. Mit diesen Bildern kann dann wieder eine Art Bildstimulation durchgeführt werden, indem man sich für jedes einzelne Bild überlegt, welche „modernen Eigenschaften“ aus dem Bild auf die eigene Problemstellung übertragen werden können.

iPool modern

Haben Sie Erfahrungen mit einer ähnlichen Vorgehensweise gemacht? Dann freue ich mich über einen Austausch.
Falls Sie die beschriebenen Methoden gern einsetzen würden, Ihnen aber der Aufbau eines eigenen Inspirationspools zu aufwändig ist, können Sie über „Inspiration im Abo“ auch auf den eResult Inspirationspool zurückgreifen. Dieser Pool besteht seit drei Jahren und wird sowohl mit Screenshots von Good Practices gefüllt als auch mit Einsendungen von Teilnehmern eines Panels zu Fragestellungen wie „Was ist modern?“ Was ist praktisch?“, „Was ist seriös?“ etc.

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