Aus Spaß am Navigieren – ungewöhnliche Navigationskonzepte bei Apps

Reden wir mal über Sport – ich will mich jetzt nicht an Fußballweisheiten beteiligen oder über Olympia philosophieren, sondern Ihnen anhand von Sport-Apps aufzeigen, wie man Nutzer die Navigation durch eine App versüßen kann. Da gibt es einige Apps, deren Nutzung macht richtig Spaß, was nicht nur am thematischen Bezug oder Interesse liegt, sondern eindeutig auch an der Umsetzung.

Es muss nicht immer die klassische Navigation sein, die sich bei Websites durchgesetzt hat, die mit einer Maus genutzt werden – Navigation oben und/oder links, Navigationspunkte als Links dargestellt …

Gerade auf einem Tablet-PC werden die Navigationsbereiche und –optionen gern mal quer über dem Touchscreen verteilt. Dabei darf der Nutzer natürlich nicht überfordert werden – funktioniert jedoch die Navigation immer wieder nach ähnlichen Prinzipien besteht die Möglichkeit, dass die Nutzer gerade durch die Lust am Erkunden, sich länger mit einer App beschäftigen.

So zum Beispiel die App von ran:

Bild1_ran

ran-App

Die Hauptnavigation ist unten angeordnet. Darüber hinaus ist der Screen sehr übersichtlich in drei verschiedene Bereiche aufgeteilt, die wiederum eigene Navigationselemente enthalten. Auf der linken Seite bleibt es dem Nutzer überlassen, ob er lieber die Reiternavigation verwenden möchte oder das Blättern in Form des typischen Wischens bevorzugt. Mit eben dieser Wischbewegung können auch die Videoarena und die Bildergalerie durchgeschaut werden.

Bild2_sport1

sport1-App

Die Hauptnavigation für die Auswahl der Sportart hat auch die sport1-App unten. Ansonsten erinnern einige Elemente dieser App doch sehr stark an eine Smartphone-Applikation. Zur Auswahl der Themenbereiche innerhalb einer Sportart kann der Nutzer aus mehreren Blöcken wählen – News, Videos etc. (siehe Bild 2). Je nach Auswahl wird auch anschließend der Screen anders aufgeteilt. Auf der linken Seite sieht der Nutzer noch den gewählten Bereich (im Beispiel die Übersicht über die Spiele der aktuellen Runde) und auf der rechten Seite werden zu jedem Spiel die Detailinformationen angeboten (u.a. die Aufstellung, Statistiken, Tabelle etc.). Hier wechselt der Nutzer wiederum mit Hilfe großer Reiter zwischen den einzelnen Detailinformationen. Die Bedienung ist intuitiv und durch die Verwendung großer Flächen für die Navigation auch für Menschen ohne ausgeprägte Feinmotorik sehr leicht.

Bild3_euro2012

App der UEFA Euro 2012

Sehr viele bildhafte Elemente kommen bei der offiziellen App der UEFA Euro 2012 zum Einsatz. Man hat fast den Eindruck so viel wie irgend geht, wird als Bild bzw. Icon dargestellt. Vor allem in den Zeitstrahl (siehe Bild 3 – in Form eines langgezogenen Spielfeldes) muss sich der Nutzer erst einmal reindenken – die Anzeige der Tore und gelben Karten je Mannschaft ist sehr übersichtlich, aber verlangt vom Nutzer doch eine gewisse kognitive Leistung. Die beiden Bereiche darunter nutzen wiederum eine Reiterdarstellung, wobei teilweise die Unternavigation durch zusätzliche Reiter am unteren Bereichsrand ergänzt wird.

Fazit: Grundvoraussetzung ist, damit das Navigieren durch eine App Spaß machen kann, dass die Navigationselemente fingerfreundlich gestaltet – also groß genug sind und vom Nutzer keine filigrane Bedienung abverlangt wird. Weiterhin können und sollten Navigationselemente grafisch dargestellt werden – vor allem bei der Sportthematik bietet sich dies an. Und ebenso können ruhig verschiedene Arten von Navigationselementen miteinander kombinieren werden, um die Nutzer zum Erkunden zu animieren.

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