Design im Wandel: Neue Wege im neuen Jahr, um den Nutzer zu überzeugen

Partnerbörsen boomen. Die Menschen suchen seit einigen Jahren nicht mehr nur in der realen Welt nach einem Partner zum Leben, sondern auch in der virtuellen. Doch auch hier hat der Nutzer die Qual der Wahl. Vor ca. 10 Jahren gab es die Frage, in welcher Bar oder welchem Club die interessantesten Menschen sind, heute steht der Nutzer vor der Frage, welche Partnerbörse im Internet für ihn die richtige ist.

Zig Portale werben um Mitglieder und die Startseite ist hierbei entscheidend, weil sie über die Registrierung, also Mitgliedschaft, entscheidet. Welche Startseiten überzeugen hinsichtlich des Designs und zeigen den Trend des beginnenden Jahres an?

Geringer Mut und geringe Vielfalt

Die Startseite sollte den Nutzer abholen, ihn begeistern und zeigen, was ihn erwartet. Übertragen auf Partnerbörsen hieße das mit einem modernen Layout überzeugen, erstklassige Bilder anbieten und Spaßelemente (Stichwort Joy of Use) bereitstellen. Ein Blick auf drei Startseiten zeigt das Gegenteil.


Die Startseiten zeigen ähnliche Bilder, werben mit Geschichten verliebter Paare und platzieren prominent ihre Anmeldefunktion. Alles sicherlich intuitiv verständlich und zu erwarten aber eben nichts Neues, dass den Nutzer wirklich von diesen Partnerbörsen überzeugt.

Im Jahr 2014 angekommen

Wie der Nutzer wirklich begeistert werden kann, macht die Partnerbörse iLove vor. Sie greift die aktuellen Trends des Webdesigns auf und zeigt, was technisch und gestalterisch in 2014 möglich ist.


Abb. 4: ilove.de (2013)

Abb. 4: ilove.de (2013)


Die Website von iLove verbindet drei Elemente modernen Webdesigns auf einmal: Bevor sich der Nutzer entscheidet, ob er sich einloggen möchte oder nicht, wird ihm durch Storytelling gezeigt, was ihm eine Mitgliedschaft bringt. Mit Hilfe dieser Kommunikation gelingt es dieser Partnerbörse den Nutzer positiv emotional zu beeinflussen. Die Idee dabei ist dem Nutzer das Flirten von unterwegs als Angebot schmackhaft zu machen. Dies wird als kurze Geschichte dargestellt, indem sich die Möglichkeiten des mobilen Shoppings mit einer Frau, einem Mann und schließlich einem Paar abwechseln. Dies wird alles auf einer Seite ‚erzählt‘. Die One-Pager-Lösung ist nicht nur zeitgemäß, sondern bietet sich hier auch besonders an. Denn: Kombiniert wird die Geschichte auf einer Seite durch das gegenwärtig sehr beliebte Parallax Scrolling. Diese Technik, mit der der Nutzer mit Hilfe seiner Mausbewegungen selbst interagiert, schafft nicht nur wunderbare Bildübergänge, sondern erzählt auch gleichfalls die Geschichte in Wort-Bild-Kombination.

Die Kombination aus One-Page-Design, Storytelling und Parallax Scrolling ist eine sehr gute Möglichkeit, damit der Nutzer auf der Seite verweilt und von den angebotenen Vorzügen überzeugt werden kann. Damit liegt die Website meiner Meinung nach voll im Trend und zeigt eindrucksvoll, was State of the Art ist.

Was sind Ihre Trends des Jahres 2014? Ich freue mich auf Ihre Anregungen und Überlegungen zu Partnerbörsen im Wandel.

Zum Projekt „Design im Wandel“:
eResult verfolgt bereits seit mehreren Jahren die Entwicklung des Webdesigns von 50 verschiedenen Branchen, unter anderem auch von 20 verschiedene Partnerbörsen. Die dokumentierten Screenshots werden regelmäßig ausgewertet und Erkenntnisse hier im Usabilityblogvorgestellt – oder gemeinsam mit den Lesern erarbeitet.

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