Externe Expertise ins UX-Team holen – schnell und effizient

Die User Experience ist auf dem Vormarsch. Immer mehr Unternehmen setzen auf eigene Abteilungen, um das Wissen intern aufzubauen und zu halten. Relevante Fragestellungen werden in Prozessen festgehalten und etablieren sich, das erleben wir bei vielen unserer Kunden.

Diese Integration bringt sicherlich viele Vorteile mit sich, wie z. B. die Flexibilität, doch wie sollte es auch anders sein: Die Medaille hat zwei Seiten, es ergeben sich auch Nachteile, denen es sich zu stellen gilt:

  • Das Team ist eng mit den anderen Abteilungen und dem Untersuchungsgegenstand verbunden, weiß um interne Prozesse und Handhabungen, verliert dadurch den Blick von außen, sieht nur noch durch die „Unternehmensbrille“. Das geht meist mit einer Einschränkung von innovativen Empfehlungen einher, die bekannten, bestehenden Grenzen engen den Denkrahmen ein.
  • Es fehlt der Blick über den Tellerrand! Selbstverständlich erfolgt eine Konzentration auf die eigene firmeninterne Thematik. Was darüber hinaus in anderen Branchen oder anderen Fachbereichen passiert, kann nicht oder nur schwer neben dem Tagesgeschäft überblickt werden. Auch die Neutralität ist nicht zu unterschätzen – das weiß sicherlich jeder, der schon einmal ein eigenes Konzept im Labor getestet hat – man gerät ins Verteidigen, stellt Suggestivfragen etc. Daher bestenfalls immer trennen!

Seminare und Schulungen geben neue Impulse

Wissensaufbau durch einen externen Experten ist eine sehr effiziente Methode, um einzelne Mitarbeiter oder ein ganzes Team zu schulen. Das Einarbeiten und Durchdringen eines Themas auf einige Faust, ist viel beschwerlicher und zeitaufwändiger.

Jemand, der sich schon lange und intensiv mit einem Thema auseinandergesetzt hat, kann:

  • die wichtigsten Erkenntnisse auf den Punkt bringen
  • Fragen im Detail beantworten
  • die Entwicklung im Zeitverlauf aufzeigen
  • von Anwendungsbeispielen berichten

Die Mitarbeiter werden sensibilisiert, erhalten Einblicke aus anderen Branchen und Projekten und profitieren von der praktischen Erfahrung des Seminarleiters.

Coaching on the Job oder: Learning by Doing

Theorie und Wirklichkeit liegen oftmals weit auseinander. Die Aufarbeitung einer Methodik mittels Literaturrecherche und Selbststudium vermag einen Rahmen vorzugeben, in der Realität zeigen sich Hürden und möglicherweise treten Fragezeichen auf, Bedienung von speziellen Programmen oder Software muss erst erlernt werden.

Hier kann die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen UX-Consultant neue Impulse geben. An die Hand genommen, werden mit dem internen UX-Team bestimmte Abläufe zusammen durchgeführt, Erläuterungen und Begründungen gegeben, so dass die Methode tief durchdrungen und verstanden wird.

Verstärkung des Teams bei Engpässen

Melden plötzlich mehrere Abteilungen Bedarf an UX-Unterstützung an, kann es durchaus dazu kommen, dass die intern vorgehaltenen Kapazitäten erschöpft sind, oder straffe Zeitpläne dadurch nicht eingehalten werden könnten. Statt hier ganz zu verzichten, besteht die Möglichkeit, das Team temporär aufzustocken durch Mitarbeiter aus Agenturen/Freelancern etc. So muss das Unternehmen selbst keinen zu großen Wasserkopf aufbauen an festen Mitarbeitern, bleibt aber dennoch flexibel, um solche Spitzen im Projektgeschäft aufzufangen – ohne Projekte ganz auslagern zu müssen. Damit bliebt ebenso das Wissen intern erhalten.

Vorteil bei diesem Modell ist auch, dass auf die Infrastruktur der zur Unterstützung eingesetzten Agentur zurückgegriffen werden kann – man hat Zugriff auf Manpower plus Technik, Panel etc.

Und ebenso nicht zu unterschätzen, das Expertenwissen aus zahlreichen anderen Tests und Methoden.

Technik zusammenstellen und einrichten

Nicht ganz unwichtig sind der Aufbau und die Wartung der Technik – wer tatsächlich ein professionelles Usability-Labor vorhalten möchte, muss um die Besonderheiten und wichtigen Ausstattungsmerkmale wissen. Der Aufbau von Know how intern erscheint hier wiederum nicht effizient bzw. ist effektiver durch den Rückgriff auf einen Experten machbar. Ausgehend vom Bedarf und den Zielsetzungen wählt dieser die richtigen Komponenten aus und bereitet die Hard- und Software für den ersten Einsatz vor. Die Bedienung der Technik an sich ist später vom Team selbst mit geringem Einweisungsaufwand zu bewerkstelligen, ein Coaching anhand des ersten Projektes (s.o.) ist aber auch hier eine hilfreiche Lösung.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit dem Einbeziehen externer Mitarbeiter/Coaches, um Engpässe zu kompensieren, Wissen aufzubauen und am Modell zu lernen? Gibt es noch weitere Ideen, wie ein internes UX-Team unterstützt und weiterentwickelt werden kann?

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