Internet of Things – Stand der Dinge

1, 2, 3, 4, 5, 6… einmal nachzählen, wie viele Geräte haben Sie im Einsatz, die über das Internet miteinander kommunizieren? Mehr als 7? Dann liegen Sie schon jetzt über dem Durchschnitt pro Erdenbewohner, der für 2020 prognostiziert wurde. Die Schätzungen variieren hier zugegebenermaßen recht stark von 25 bis 50 Milliarden Geräten in gut 5 Jahren, die dann online erreichbar sind, aber beeindruckende Zahlen sind dies ohne Frage. Welche Gegenstände wir auf dem Schirm haben müssen, dazu mehr in den nächsten Zeilen.



Die Bezeichnung des „Internet of Things“ geht auf Kevin Ashton zurück, Mitgründer der Auto ID Labs und stammt schon aus dem Jahr 1999. Durch die starke Verbreitung mobiler Telefone bzw. Smartphones und immer kostengünstigerer RFID-Chips oder anderen kleinen Elementen, die die NFC (Near-Field-Communication) erlauben, erfolgt der Einzug in unser aller Alltag.

An dieser Stelle ein aktueller Veranstaltungstipp: Anfang September 2014 findet die erste Internet of Things Conference in Berlin statt, ein buntes Programm aus Workshops, Konferenz und Ausstellung, wo sicherlich jeder Interessierte auf seine Kosten kommt.

Sicherheitsaspekte nicht unberücksichtigt lassen

Als allererstes kommt mir bei diesem Thema immer der intelligente Kühlschrank in den Sinn, der automatisch geleerte Vorräte nachbestellt. Doch gerade der Kühlschrank gelangte Anfang des Jahres in die Schlagzeilen, als ein Angriff durch Cyberkriminelle aufgedeckt wurde. Beliebige Haushaltsgeräte wurden als Thingbots mißbraucht und versendeten fleißig Spam. Klar, einen Kühlschrank sichere ich nicht sofort wie meinen PC oder Laptop gegen Angriffe von außen, künftig wird hier sicher stärker drauf geachtet.

Anwendungsszenarien erkennen

Doch was nützt uns die schöne, neue Kommunikationswelt, wenn ich nicht die passenden Use Cases oder Bedürfnisse der Nutzer kenne? Neue Funktionen oder Gegenstände finden für gewöhnlich schnell eine kleine Fangemeinde (die Early Adopter), aber ob der Durchbruch in den Massenmarkt gelingt, hängt dann doch sehr stark von der Nützlichkeit im Alltag ab. Um herauszufinden, welche Anforderungen und Wünsche in Zusammenhang mit einem bestimmten, vielleicht ja auch schon existierendem Gerät stehen, wie z. B. dem Kühlschrank, dem Auto oder dem Smartphone, lassen sich Nutzertagebücher bestens einsetzen. Über einen längeren Zeitraum haben die Teilnehmer dann Gelegenheit, regelmäßig bzw. immer wenn sie an das Gerät denken, es nutzen, sich mit anderen darüber austauschen, ihre Gedanken mitzuteilen. Zudem lassen sich durch Trigger-Fragen neue Denkprozesse anstoßen und Ideen kommentieren und bewerten. Der Einblick in ganz persönliche Insights ist dabei enorm. Und natürlich deutlich effizienter, als einer Person tagelang als Schatten zu folgen – macht natürlich niemand bzw. nicht in diesem zeitlichen Umfang. Einblicke in den Alltag der potenziellen Käufer helfen dann, die echten Vorteile und wahrgenommenen USPs herauszuarbeiten und zu schärfen – diese sollten dann unbedingt in der Marketing-Kommunikation genutzt werden.

Zielgruppe definieren

Wenn Sie noch gar nicht wissen, wer Ihre Zielgruppe eigentlich ist, gibt es diverse Möglichkeiten dieses herauszufinden. Mittels Methoden wie Fokusgruppen, Online-Befragungen oder der Beschäftigung mit typischen Personas, die Sie als die künftigen Nutzer und Käufer anvisieren, erhalten Sie ein besseres Verständnis. Mit dem kombinierten Einsatz dieser Methoden aus dem User Centered Design haben wir z. B. für ein Tourismusportal interessante Erkenntnisse über Geschäftsreisende herausgefunden. Die Website und insbesondere die App, die von kurzentschlossenen Buchern sehr intensiv genutzt wird, wurden daraufhin für diese Zielgruppe angepasst. Das Smartphone dann direkt als Schlüssel verwenden, wenn man spät abends im Hotel ankommt, ist noch Zukunftsmusik, aber in greifbarer Reichweite, siehe August Smart Lock – das Video ist sehenswert, die Technik find ich großartig, habe davon bei mir im Mehrfamilienhaus leider keine Vorteile.

Der Köder muss dem Fisch schmecken…

…und nicht dem Angler, wichtigstes Gebot! Daher werden hier in den kommenden Jahren sicher einige spannende Studien und Fragestellungen auf uns warten.

Welche Geräte sind eigentlich bei Ihnen schon vernetzt, wovon profitieren Sie am meisten – lassen Sie uns gern teilhaben an genialen Ideen, die es noch nicht in den Massenmarkt geschafft haben.

Und wo wünschen Sie sich zukünftig noch mehr (automatische) Interaktion?

2 Gedanken zu „Internet of Things – Stand der Dinge

  1. Jack

    Was soll mir dieser Artikel jetzt sagen?
    Was ist das Internet of Things? Was ist der Stand der Dinge?
    Der Veranstaltungshinweis ist das einzige, das etwas mit der Überschrift zu tun hat…
    Was danach kommt, kommt aus dem Nichsts, ohne Zusammenhang.

    Antworten
  2. Anja Weitemeyer Beitragsautor

    Hallo Jack,

    vielen Dank für deinen Kommentar, schade, dass ich deine Erwartungen nicht getroffen habe. Was hättest du dir denn noch gewünscht? Mehr Zahlen und Daten? Kann ich noch irgendetwas nachliefern, was dir fehlt?
    Ich hab mich bewusst dagegen entscheiden, mit Statistiken das Thema aufzurollen, sondern das Ziel gesetzt aktuelle Entwicklungen zu dem Thema aufzugreifen, um die Breite aufzuzeigen.

    Vielleicht bist du ja auch selbst Experte und hast Lust, demnächst einen Gastbeitrag beizusteuern? Ich bin überzeugt, dass es lohnt, an dem Thema dran zu bleiben!
    Viele Grüße
    Anja

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.