eResult Studie: Die Bedeutung von Tablet-PCs beim Informieren und Abschließen von Versicherungsprodukten

In meinem letzten Artikel „Schlechte Conversion bei Online-Abschlüssen von Versicherungsprodukten auf Tablets“ habe ich Ihnen Thesen als auch Gründe für die deutlich schlechteren KPIs im Vergleich zu Desktop geliefert.
Um diese Aussagen noch besser belegen und mit weiteren Erkenntnissen zum deutschen Markt unterfüttern zu können, haben wir bei eResult kurzerhand eine Zielgruppen-Befragung über unser Online-Panel bonopolis.de durchgeführt.

Die zentralen Fragestellungen dieser quantitativen Studie mit N=600 Befragungsteilnehmern (repräsentativ für die deutsche Internetnutzerschaft) waren folgende:

  • Wo wird ein Tablet-PC am häufigsten benutzt?
  • Wofür dient ein Tablet beim Abschluss einer Versicherung (Informations-/Kaufphase)?
  • Was sind die Gründe, warum Versicherungen nicht auf dem Tablet abgeschlossen werden?
  • Können PDF-Dokumente auf dem Tablet-PC gespeichert und der heimische Drucker vom Tablet aus genutzt werden?

Anbei die zentralen Ergebnisse…

  • Der Tablet-PC wird in erster Linie zu Hause genutzt (fast 100 %). Am zweit- bzw. dritthäufigsten wird das Tablet im Zug bzw. am Arbeitsplatz genutzt von ca. 37 bzw. 31 %. Zu Hause dominiert die Nutzung auf der Couch mit 64 %. Jeder 2. Tablet-Besitzer nutzt diesen bevorzugt im Bett.
    Die Tablet-Nutzungsgewohnheiten in Deutschland unterscheiden sich somit von denen in den USA.



  • Tablet-Besitzer informieren sich häufiger online über Versicherungsprodukte und schließen diese auch vermehrt online ab als der Durchschnitt der deutschen Internetnutzer. Knapp 8 % derjenigen, die sich online über Versicherungen informieren, nutzen dafür einen Tablet-PC. Von den Tablet-Besitzern nutzen diesen immerhin 18 %, wenn sie sich online über Versicherungen informieren.



  • Die Mehrheit (rund 84 %) können PDF-Dokumente auf ihrem Tablet abspeichern, aber nur rund 37 % können den heimischen Drucker vom Tablet aus nutzen. Ganzen 13 % ist jedoch beides nicht möglich. Ein klarer Conversion-Killer beim Versicherungsabschluss.



  • Wurde in den letzten 12 Monaten eine Versicherung online abgeschlossen, dann haben dies 6 % der Befragten mittels Tablet-PC getan. Unter den Tablet-Besitzern ist der Anteil erwartungsgemäß höher, aber insgesamt immer noch gering mit 13 %.
  • Zentrale Gründe, warum das Tablet nicht für den Abschluss der Versicherung genutzt wurde, sind das kleine Display (43 %) und damit die mangelnde Übersichtlichkeit. Ansonsten wirken sich die fehlende Möglichkeit des Druckens (37 %), aber auch erschwerte Eingabemöglichkeiten per Touch (41 %) dahingehend aus, dass doch lieber der PC, ein Notebook oder Netbook verwendet wird.
    An dieser Stelle weise ich gerne nochmal auf grundsätzliche Guidelines zur nutzerfreundlichen Gestaltung von tabletoptimierten Websites hin.
  • Abgeschlossen wurden online in erster Linie Sachversicherungen (79 %), gefolgt mit deutlichem Abstand von den Krankenversicherungen mit 16 %. Die beratungsintensiven Produkte Rente/Leben bilden das Schlusslicht.

Alle Befragungsergebnisse sind kostenlos als aufbereiteter Chartband mit weiteren Gruppenunterschieden (Alter, Geschlecht, …) abrufbar in der eResult Download-Area: http://www.eresult.de/downloads.html

Viel Spaß beim Abrufen und Stöbern in den Ergebnissen!


Ein Gedanke zu „eResult Studie: Die Bedeutung von Tablet-PCs beim Informieren und Abschließen von Versicherungsprodukten

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