Top-Themen der UX-Welt in den letzten 30 Tagen

Google vs. Apple – Brille vs. Uhr – Arbeitsleben vs. Privatleben.
Wird es so kommen: Smartwatches für den Privatmann/-frau und Datenbrillen für den Einsatz im Arbeitsleben?

Vieles spricht derzeit dafür – und scheint auch plausibel. Es ist schwer vorstellbar, dass sich eine Datenbrille als „Accessoire“ durchsetzen wird/kann. Google hat das sicher auch schon erkannt und wird über kurz oder lang mit seinen Lösungen in die Arbeitswelt vordringen bzw. sich dort etablieren.

Datenbrille

Spannend zu sehen, dass wieder einmal die Logistik-Branche hier Vorreiter ist. Und wieder einmal DHL/Deutsche Post. DHL hat in einem Distributionszentrum in den Niederlanden den Einsatz von Datenbrillen und Augmented-Reality-Anwendungen getestet. Das Ergebnis: Eine 25-prozentige Effizienzsteigerung beim Auffinden von Artikeln und deren Verwaltung im Bearbeitungsprozess. Wow!

Viele weitere Anwendungen sind gerade im Arbeitsleben denkbar, z. B. in der Fertigung, so dass Google hier ganz sicher einen dankbaren und großen Markt vorfinden wird. Wir können gespannt sein wie sich dieser entwickelt.

Was gab’s sonst noch Spannendes für UX’ler im ersten Monat des Jahres 2015?

Nicht ganz so viel, wie zum Jahresende, dennoch konnte ich einige interessante Artikel im Web für Sie finden, z. B. zu den Themen Wearables/mHealth, Card-Sorting, Konversionsoptimierung durch Warenkorb-Layer, Alternativen zu Captchas und Trend-Videos im Web-Design als Hintergründe einzubinden.

Viel Freude und viele Anregungen durch meine 9 Linktipps aus dem Januar 2015.

Lesenswerte Beiträge aus UX-Blogs

Studien – Daten & Fakten

  • Kinder- und Jugendstudie des BITKOM
    In dieser Studie werden Trends beim Nutzungsverhalten der Digital Natives sowie ihre Erfahrungen im Web untersucht.
    Einige Ergebnisse: Smartphones gehören für die meisten Kinder und Jugendlichen zum Alltag. Für sie sind Kurznachrichten beim Austausch mit Freunden oder mit der Familie wichtiger als persönliche Gespräche. Und das Internet ist für Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren das wichtigste Medium, um sich über aktuelle Nachrichten auf dem Laufenden zu halten.
    Grundlage der Studie – nach 2011 zum 2. Mal durchgeführt – ist eine repräsentative Befragung von 962 Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 18 Jahren. Die Studie liefert auch Eltern Hinweise, wie sie ihre Kinder beim Umgang mit neuen Medien unterstützen können.

  • Quantified Health – eine Frage des Vertrauens!
    Welchen Unternehmen vertrauen deutsche Nutzer ihre Gesundheitsdaten an, gewonnen per Selftracking z. B. über Fitness-Armbänder?
    Dieser Frage ging YouGov in der Studie „Quantified Health“ nach. Zentrales Ergebnis: Etwa jeder Dritte (32 Prozent) kann sich grundsätzlich vorstellen, gesundheits- und fitnessbezogene Daten zu messen und mit der Krankenversicherung zu teilen, um dadurch Vorteile zu erhalten. Weitere Erkenntnisse dazu gibt’s in der Studienzusammenfassung auf Marktforschung.de.

Methoden – User Research & UX Testing

  • UX Design für unterschiedliche Nutzertypen
    Liraz Margalit (Web Psychologist, ClickTale) beschreibt 6 Nutzertypen, mit einem Fokus auf deren Entscheidungsverhalten. Sie begründet die Klassifizierung, arbeitet die Ursachen von Verhaltensmustern bei diesen Typen heraus und identifiziert Möglichkeiten deren Entscheidungsverhalten zu beeinflussen. Eine gute Grundlage für alle, die noch keine Personas im Einsatz haben.

  • Geschlossenes Card-Sorting
    Kevin Sheldon (User Experience Lead at PledgeMusic, New York) berichtet auf UXmatters über die Erkenntnisse einer quasi-experimentellen Studie, bei der er in 3 Untersuchungsgruppen die Vorzüge und Einsatzbereiche von einem geschlossenen Card-Sorting mit jeweils vorgegebenen Kategorien, jedoch
    (a) ohne vorgegebene Rubriken,
    (b) mit vorgegebenen, aber nicht zugeordneten Rubriken und
    (c) mit zugeordneten Rubriken (reverse Card-Sorting)
    untersuchte. Seine Erkenntnisse helfen dabei das für das kommende Card-Sorting Projekte sinnvollste Verfahren auszuwählen. Versprochen.

Good Practices – Gestaltung & Nützlichkeit

  • 6 Wege zu mehr Umsatz mit Warenkorb-Layern
    Marcel Licht (Web Arts AG, Bad Homburg) beschreibt in diesem Beitrag zunächst die Idee und den Ansatz hinter dem Einsatz von Warenkorb-Layern. Er begründet deren Vorzüge gegenüber einer direkten Weiterleitung in den Bestellprozess und beschreibt gute Beispiele von deutschen Online-Shops, die Warenkorb-Layer erfolgreich einsetzen. Konkrete Empfehlungen runden den spannenden und anschaulichen Beitrag ab.
    Unbedingt lesen!

  • Shop-Optimierung mit Hilfe von Verhaltensprinzipien
    Was viele Menschen haben wollen, das muss gut sein. Diese Heuristik – Social Proof – ist in vielen Fällen eine gute und kann helfen Entscheidungen effizient zu treffen. Wie Online-Shop-Betreiber dieses Prinzip für mehr Umsatz und höhere Konversionsraten einsetzen können, dazu gibt es 10 Beispiele und Anregungen im Shopbetreiber-Blog.

Das wurde im Januar auf Usabilityblog.de am häufigsten gelesen:

1. Web Design Trend: Videos als Hintergrund

Jumana Al Issawi

Jumana Al Issawi

Autor: Jumana Al Issawi (eResult GmbH (Standort: Hamburg)

Airbnb, PayPal und Skype – sie alle folgen diesem Trend bereits.
Und das besonders gelungen. So die Analyse von Jumana Al Issawi (Senior UX Berater, eResult GmbH) in ihrem Best-Practice Beitrag.
Mit Hilfe der 3 Beispiele verdeutlicht Jumana, welche Wirkungen Hintergrund-Videos auf die Markenbildung haben und was beachtet werden muss, damit sie das Nutzungserlebnis und die Nutzung der Anwendung nicht behindern.

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2. Captcha Usability: Probleme und Alternativen

Jan Pohlmann

Jan Pohlmann

Autor: Jan Pohlmann (eResult GmbH (Standort: Köln))

Seit es Captchas gibt – und das ist schon lange – wurden sie von Nutzern gehasst. Nicht ohne Grund.
Es gibt jedoch Fälle, in denen sind sie sinnvoll.
Und dann ist es gut, wenn sie nutzerfreundlich umgesetzt sind.
Wie das geht und welche Good Practices es gibt, das stellt Jan Pohlmann (eResulter in Köln) in seinem Beitrag vor. Der erhielt viel Beachtung, nicht zuletzt weil auch Alternativen zu Captchas vorgestellt werden.

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3. Onlineforschung: Ratingskalen – kommt zufrieden vor unzufrieden?

Dr. Susanne Niklas

Dr. Susanne Niklas

Autor: Dr. Susanne Niklas (eResult GmbH (Standort: Frankfurt am Main))

Schon einmal überlegt Ihre Skalen neu auszurichten? Statt: „Stimme voll und ganz zu“ links und „Stimme überhaupt nicht zu“ rechts einfach mal genau andersrum?
Dr. Susanne Niklas (eResulter in Frankfurt am Main) hat sich diesem Thema gewidmet, eine Studie durchgeführt und dabei entdeckt, wie es richtig = erwartungskonform geht.

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Wir begrüßen neu in den Reihen der Blogautorinnen & -autoren:

Silvia Kaiser Junior User Experience Consultant eResult GmbH (Hamburg)

Silvia Kaiser
Junior User Experience Consultant
eResult GmbH (Hamburg)

Wie bucht man heute Bahntickets mit Freude im Web?
Mit dieser Frage beschäftigte sich Silvia Kaiser in ihrem ersten Blogbeitrag. Sie stellt darin das noch junge Unternehmen Capitaine Train vor und bietet eine kritische Analyse deren Website. Spannend.
Silvia Kaiser studierte Psychologie an der Eberhard Karls Universität in Tübingen. Neben dem Studium arbeitete sie in verschiedenen Forschungsinstituten im Bereich Wissensmedien und Bildung und war dort vor allem für die Vorbereitung und Durchführung von Studien verantwortlich. Im Rahmen ihrer Werksstudententätigkeit bei einem psychologischen Forschungs- und Beratungsunternehmen konnte sie darüber hinaus frühzeitig Einblicke in den Bereich Mensch-Maschine-Interaktion und UX-Research sammeln.
Silvia Kaiser arbeitet seit 2014 bei der eResult GmbH in Hamburg.

Stellenangebote im Januar:

Falls Sie auf der Suche nach neuen Mitarbeitern aus den Bereichen: Usability, User Experience, Konzeption, Design, Marketing usw. sind, können Sie Ihr Stellenangebot gerne bei uns veröffentlichen. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Seite: Informationen zur Schaltung eines Stellenangebots.

Besten Dank an alle Autoren und Leser.
Bleiben Sie uns treu und empfehlen Sie uns weiter.

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